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© ZDF / Marq Riley / Robert Viglasky / Panos Kostouros

The Assassin – Staffel 1

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„The Assassin“ // Deutschland-Start: 14. September 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Seit vielen Jahren schon hat Edward Green (Freddie Highmore) seine Mutter Julie (Keeley Hawes) nicht mehr gesehen, das Verhältnis zwischen den beiden ist auch nicht das beste. Ein Grund dafür ist, dass Edward nie erfahren hat, wer eigentlich sein Vater ist. Doch diesmal will der als Investigativjournalist arbeitende Edward endlich die Wahrheit erfahren. Zu dem Zweck besucht er sie sogar auf der griechischen Insel, wo sie zurückgezogen lebt. Aber der Plan geht nicht auf, es kommt alles anders als gedacht. Schlimm genug, dass der Besuch einer Hochzeit für die beiden fast tödlich endet, als diese von Scharfschützen überfallen wird. Edward muss zudem erkennen, dass seine Mutter nicht die ist, für die er sie hielt, sondern eine ehemalige Auftragskillerin. Und das ist nicht die einzige böse Überraschung, die auf ihn wartet …

Überraschung nach bekanntem Muster

Können wir einen anderen Menschen jemals wirklich kennen? Das ist eine Frage, die sich die meisten von uns irgendwann in unserem Leben einmal stellen, wenn wir feststellen müssen, dass jemand anders ist, als wir dachten. In Filmen und Serien wird dieses Motiv genommen und gern noch ein weniger weitergedacht. Da geht es nicht um irgendwelche kleinen Geheimnisse, sondern ganze Geheimidentitäten. In Ride or Die muss die Protagonistin erkennen, dass ihre beste Freundin eine Auftragskillerin ist. Bei Ein Teil von ihr ist es die Mutter, die in ihrer Vergangenheit jemand ganz anderes war. Gleiches gilt für In From the Cold, wo eine ehemalige Agentin von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, von der die Tochter nichts ahnte. Mit The Assassin findet nun ein weiterer Thriller den Weg zu uns, der mit einem solchen Szenario arbeitet.

Für den unbedarften Edward ist die Erkenntnis natürlich ein großer Schock. Wer würde schon damit rechnen? Für die Zuschauer und Zuschauerinnen kommt die Enthüllung weniger überraschend, wird sie doch mehr oder weniger bereits durch den Titel vorweggenommen. Da es das Szenario so oder ähnlich schon diverse Male gab, kann die Serie damit auch nur bedingt punkten. The Assassin versucht dafür anderweitig, das Publikum bei Laune zu halten. Teilweise geschieht das durch den Humor, der sich fast immer automatisch aus einer solchen Situation ergibt. Der Protagonist ist ständig überfordert und schockiert, während die ihm bekannte Welt vor seinen Augen zusammenbricht. Freddie Highmore (Bates Motel, Countdown in Madrid) ist für diese Rolle eine gute Wahl, da er oftmals wie ein kleiner Welpe durch die Gegend tappt.

Viele Wendungen und ein gutes Ensemble

Der andere Punkt ist, dass man schon wissen möchte, worum es denn da eigentlich geht. Auch wenn der frühere Beruf der Mutter früh verraten wird, sind eine Reihe weiterer Fragen offen. Schon die Sache mit dem Überfall bei der Hochzeit lässt einen grübeln. Wer steckt dahinter? Und warum sollte jemand so viel später auf einmal Jagd auf Julie machen wollen? Zu diesen Fragen gesellen sich mit der Zeit noch weitere, wenn The Assassin diverse Haken schlägt, weitere Figuren hinzukommen, die ebenfalls ihre Geheimnisse haben und versteckte Motive an die Oberfläche kommen. Man kann der britischen Serie also kaum vorwerfen, dass da nichts geschieht. Die eine oder andere Actionszene ist auch noch drin.

Und doch, so ganz will der Funke nicht überspringen. Zum einen ist das Szenario wie oben beschrieben schon viele Male im Einsatz gewesen, es fehlt der Serie dabei die zündende Idee, wie man sich von der Konkurrenz abheben könnte. Viele Situationen sind einfach zu bekannt. Hinzu kommt, dass die Geschichte oftmals nicht so wirklich durchdacht ist. Wie beispielsweise Edward gleichzeitig ein ungeschickter Welpe und ein erfolgreicher Investigativjournalist sein soll, ist kaum ersichtlich. Die Figuren verhalten sich oft auch wenig nachvollziehbar. Wenn schon die Ausgangslage so abwegig ist wie in The Assassin, bräuchte es bei der Umsetzung eine bessere Detailarbeit. Wer aber gar nicht den Anspruch hat, dass das hier eine clevere Ausnahmeserie ist, kann schon seinen Spaß haben. Das gute Zusammenspiel des Ensembles und die schicken Settings halten einen während der sechs Folgen bei Laune.

Credits

OT: „The Assassin“
Land: UK
Jahr: 2025
Regie: Lisa Mulcahy, Daniel Nettheim
Drehbuch: Harry Williams, Jack Williams, Hamish Wright, Krissie Ducker, Selina Lim
Musik: Dominik Scherrer
Kamera: Laurent Barès, Árni Filippusson Íks
Besetzung: Freddie Highmore, Keeley Hawes, David Dencik, Shalom Brune-Franklin, Gerald Kyd, Devon Terrell, Richard Dormer, Gina Gershon, Alan Dale

Bilder

Trailer

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The Assassin – Staffel 1
fazit
In „The Assassin“ muss ein Mann erkennen, dass seine Mutter früher eine Auftragskillerin war. Die Thrillerserie arbeitet dabei mit zahlreichen Wendungen, ist dennoch insgesamt ein bisschen zu austauschbar. Dafür macht das Zusammenspiel des Duos Spaß, es gibt auch schicke Settings.
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