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© ZDF/Marc Meyerbröker

Die Bachmanns: Gefahr im Verzug

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„Die Bachmanns: Gefahr im Verzug“ // Deutschland-Start: 14. September 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Eigentlich waren Miriam (Stefanie Stappenbeck) und Markus (Oliver Wnuk) ja fest entschlossen, nach ihrer Scheidung ein freundschaftliches Verhältnis beizubehalten, auch der gemeinsamen Kinder Emma (Medea Leinen) und Elias (Jonte Blankenberg) wegen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Denn Galina (Natalia Belitski), die neue Freundin von Markus, will ein Kind von ihm, was nicht nur ihm ziemlich zusetzt, sondern auch Miriam. Die versucht ihr Glück derweil mit Alexander (Steve Windolf), was mit ganz eigenen Problemen einhergeht. Schließlich muss sie das irgendwie mit ihrem Familienleben unter einen Hut bringen. Und als wäre das nicht alles schon kompliziert genug, sorgt eine Einbruchsserie in der Nachbarschaft für Angst und Schrecken, weshalb Hape (Niels Bormann) darauf drängt, eine Bürgerwehr zu gründen …

Zweiter Auftritt der Patchwork-Familie

Etwa anderthalb Jahre ist es her, dass das ZDF Die Bachmanns ausstrahlte. Und offensichtlich kam die Komödie beim Publikum gut genug an, um einen weiteren Film um die Patchwork-Familie zu rechtfertigen. Mit Gefahr im Verzug gibt es jetzt einen zweiten Teil, der davon erzählt, wie es mit den Figuren weitergegangen ist. Man plant also offensichtlich, daraus eine Serie zu machen. Wer den Auftakt seinerzeit verpasst hat oder sich nicht mehr daran erinnert, muss aber nicht befürchten, hier nicht folgen zu können. Es ist nicht zwingend notwendig, den Vorgänger gesehen zu haben. Dass die beiden Hauptfiguren miteinander verheiratet waren und noch ein wenig damit zu kämpfen haben, wie sie nach der Trennung miteinander umzugehen haben, wird hier auch so deutlich. Das muss nicht erst groß thematisiert werden.

Das größere Problem ist: Braucht es den Film wirklich? So erinnert das Szenario schon ein wenig an den Dauerbrenner Merz gegen Merz, eine weitere ZDF-Komödie, die kürzlich mit Merz gegen Merz: Entscheidungen in eine neue Runde ging. Dass bei beiden Reihen Ralf Husmann an den Drehbüchern beteiligt ist, macht den Vergleich noch naheliegender. Der größte Unterschied: Während wir bei dem Senderkollegen die Trennung als solche begleiten, ist sie hier schon länger her. Ansonsten setzt man aber auf ein ähnliches Prinzip, wenn sich die früheren Eheleute mal zusammentun, dann wieder streiten, gerade auch im Hinblick auf den Nachwuchs. Beim Humor gibt es ebenfalls Parallelen, wenn mit überzeichneten Figuren gearbeitet wird. Bei der Merz-Reihe betrifft das vor allem die Familienangehörigen. Hier ist es eher die Nachbarschaft, die durch eigenwillige Gestalten auffällt.

Mehr Routine als Spaß

Ob es zwei Reihen mit ähnlichen Szenarien und Themen braucht, ist dabei etwas fraglich. Zumal auch beim zweiten Anlauf das Ergebnis nicht an das Vorbild heranreicht. Tatsächlich ist Die Bachmanns: Gefahr im Verzug sogar etwas schwächer geworden als der Auftakt. Zwar hat man den Nervigkeitsfaktor der Figuren heruntergeschraubt. Sie sind dennoch nach wie vor eher anstrengend als wirklich interessant. Und wo der erste Teil noch für Identifikationsfläche sorgte, wenn es um die Schwierigkeit ging, nach der Trennung eine neue Person bei dem bzw. der Ex zu sehen, da wird es hier weniger alltäglich. Zumindest dürften die wenigsten von uns Erfahrungen mit einer Bürgerweht gemacht haben.

Nun muss eine Geschichte natürlich nicht direkt aus dem Leben gegriffen sein, schon beim letzten Mal wurde es etwas übertrieben. Aber es machte damals eben auch irgendwie Spaß. Die Bachmanns: Gefahr im Verzug ist in der Hinsicht weniger erfolgreich, richtig viel zu lachen bekommt man hier nicht. Die gelegentlichen Versuche, dem Ganzen etwas mehr Tiefe zu verleihen, wenn es etwa um das Thema Männlichkeitsbilder geht, sind auch nicht weiter erwähnenswert. Richtig übel ist der Film deshalb nicht, man kann ihn sich schon anschauen. Es fehlt nur ein zwingender Grund, warum man das denn tun sollte. Dafür ist das alles nicht spannend oder unterhaltsam genug, zumal die Besetzung ein bisschen zu routiniert auftritt. Wirkliche Ambitionen hat hier niemand.

Credits

OT: „Die Bachmanns: Gefahr im Verzug“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Fabian Möhrke
Drehbuch: Ralf Husmann, Lena Krumkamp
Musik: Lukas Wustmann
Kamera: Katharina Diessner
Besetzung: Stefanie Stappenbeck, Oliver Wnuk, Natalia Belitski, Medea Leinen, Jonte Blankenberg, Sophia Mercedes Burtscher, Niels Bormann, Hannah Ehrlichmann, Úna Lir, Oscar Ortega Sánchez, Effi Rabsilber, Steve Windolf

Bilder



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Die Bachmanns: Gefahr im Verzug
fazit
In „Die Bachmanns: Gefahr im Verzug“ muss sich das Ex-Paar mit Kinderwunsch und einer Bürgerwehr auseinandersetzen. Der zweite Teil der Komödienreihe kann es nicht mehr mit dem ersten aufnehmen. So hat der Film nicht viel zu sagen, er macht auch nicht so wirklich viel Spaß.
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