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© ZDF/Christine Schroeder

Solo für Weiss: Blackout

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„Solo für Weiss: Blackout“ // Deutschland-Start: 28. September 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Auch LKA-Zielfahnderin Nora Weiss (Anna Maria Mühe) braucht zwischendurch eine Auszeit und ein bisschen Spaß. Und so lässt sie sich im stark angetrunkenen Zustand auf ein One-Night-Stand ein. Als sie am nächsten Morgen zu einem Tatort gerufen wird, ist der Schock groß: Es handelt sich bei dem Toten um den Ex-Fußballer und Fitness-Influencer Sören Paulitz (Stefan König) – und den Mann, mit dem sie am Abend zuvor ins Bett gegangen ist. Weiss verschweigt das jedoch lieber, weder Kirsten Novak (Catrin Striebeck) noch ihr Chef Jan Geissler (Peter Jordan) sollen etwas davon erfahren. Während Weiss mehreren Spuren folgt und dabei vor allem mit der Familie des Verstorbenen zu tun hat, tut sie alles dafür, um ihre eignen Spuren zu verwischen …

Mal wieder unschuldig verfolgt

Seit mittlerweile zehn Jahren wird Solo für Weiss inzwischen ausgestrahlt und hat sich neben Helen Dorn und Sarah Kohr als starke Frau im öffentlich-rechtlichen Krimifernsehen etabliert. Dafür ist die Zahl der Filme bislang überschaubar, da die ZDF-Reihe üblicherweise nur einen neuen Film pro Jahr dreht. Zuletzt erzählte Gefährliche Gewässer vor einem knappen Jahr von einem Sternekoch, der mit Drogen Geld verdient, sowie dem ermordeten Inhaber einer Flotte für Meeresmüllentsorgung. Mit Blackout meldet sich die Polizistin wieder zurück im Dienst, es ist ihr elfter Einsatz. Und leider macht der Publikumsliebling darin überhaupt keine gute Figur.

Schon bei der Einstiegssequenz darf man geteilter Ansicht sein. Ist ihr unter starkem Alkoholeinfluss verfolgter One-Night-Stand ein Ausdruck von Selbstbestimmung oder mangelnder Selbstkontrolle? Während man das aber noch unter „Privatsache“ verbuchen darf, die nichts mit der Arbeit zu tun hat, geht der Ärger im Anschluss erst los. Schon das Prinzip, die ermittelnde Hauptfigur persönlich in den Fall zu involvieren, ist unteres Kriminiveau. Solo für Weiss: Blackout erzählt die typische Geschichte, wie jemand eines Verbrechens verdächtigt wird und nun auf eigene Faust ermittelt, um die Unschuld zu beweisen. Das kommt immer mal wieder in diesem Genre vor. So oft, dass man sich schon etwas einfallen lassen sollte, um sich von diesem Klischee zu lösen.

Dreiste Gesetzesübertretung

Während dieser Part primär langweilig ist, darf man sich aber über das Verhalten der Protagonistin aufregen. Schlimm genug, dass sie nicht transparent mit der Geschichte umgeht und offensichtlich kein Vertrauen in die Polizei hat. Sie geht sogar dazu über, die Ermittlungen aktiv zu vereiteln. Eigentlich wäre das ein Grund für einen haushohen Rauswurf. Und auch wenn am Ende von Solo für Weiss: Blackout angekündigt wird, dass dies alles untersucht wird, ist zu befürchten, dass mal wieder keine Konsequenzen folgen werden. In deutschen Krimis gibt es immer mal wieder Beispiele dafür, wie die Polizei Regeln missachtet, zuweilen auch Gesetze bricht, was beim Mal drauf schon wieder vergessen wird, als würde das alles keine Rolle spielen. Unkonventionell zu sein und abseits der üblichen Pfade zu agieren, ist das eine. Wie Straftaten bagatellisiert werden, hier auch noch für den eigenen Nutzen, ist das andere.

Vielleicht wollte man damit aber auch von dem restlichen Inhalt ablenken. Das Grundszenario um die zu Unrecht verdächtigte Hauptfigur ist wie gesagt nicht sehr aufregend, da man sowieso immer weiß, wie das alles ausgeht. Ein bisschen interessanter wird es, wenn zum Beispiel die Frage aufkommt, wie loyal man einem anderen Menschen gegenüber sein sollte – vergleichbar zu Gentle Monster. Auch aus dem Thema der Geschlechterbilder hätte man einiges machen können. Stattdessen ist Solo für Weiss: Blackout überwiegend mit irgendwelchen nervigen Streitigkeiten beschäftigt. Da ist wirklich keine einzige Figur dabei, mit der man gern Zeit verbringt. Dass die Auflösung recht plötzlich kommt, macht die Sache nicht besser. Der neue Fall ist nahe an einem Totalausfall.

Credits

OT: „Solo für Weiss: Blackout“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Gunnar Fuß
Drehbuch: Mathias Klaschka
Musik: Florian Tessloff
Kamera: Gunnar Fuß
Besetzung: Anna Maria Mühe, Peter Jordan, Alexandra Gottschlich, Catrin Striebeck, Annina Hellenthal, Ulrich Brandhoff, Alix Heyblom, Klara Lange, Mehmet Atesci, Nico Rogner

Bilder

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Solo für Weiss: Blackout
fazit
In „Solo für Weiss: Blackout“ muss die Zielfahnderin entsetzt feststellen, dass ein Mordopfer ihr One-Night-Stand vom Abend zuvor ist. Das Szenario ist eher langweilig, die Auflösung plötzlich. Ein absolutes Ärgernis ist aber, wie unprofessionell und illegal sich die Protagonistin verhält.
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