Friesland - Der letzte Häuptling Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Michael Kötschau/Willi Weber

Friesland: Der letzte Häuptling

Friesland - Der letzte Häuptling Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
„Friesland: Der letzte Häuptling“ // Deutschland-Start: 17. Oktober 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Als auf einer Schafweide ein mumifiziertes Skelett gefunden wird, ist das eine echte Sensation! Allerdings eine, die unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Während Süher Özlügül (Sophie Dal) und Henk Cassens (Maxim Mehmet) ein Verbrechen vermuten und in diese Richtung ermitteln, ist sich der Archäologe Laurens Trautmann (Ulrich Brandhoff) sicher, dass es sich um einen historischen, friesischen Adeligen handelt. Das wiederum ruft die Bibliothekarin Fentje Joken (Stella Holzapfel) auf den Plan, die behauptet, eine Nachkommin des besagten Adligen zu sein und damit Erbin des Areals. Das passt dafür Jonas Schoonhoven (Pablo Konrad) nicht, der aktuelle Erbe des Grundstücks. Denn der will an Lara Bremer (Maike Jüttendonk) verkaufen, Projektleiterin eines geplanten Solarparks. Und Schafzüchter Tamme Renke (Rainer Strecker)? Der will eigentlich nur mit seiner Frau Gesa (Inka Friedrich) weiterhin die Weide bewirtschaften …

Einer der besten Teile der Reihe

Man muss dem ZDF eines lassen: Der Sender versteht sich darauf, langfristige Krimireihen aufzubauen. Eine davon ist Friesland: Seit 2014 ausgestrahlt, erfreuen sich die Filme auch mehr als zehn Jahre später großer Beliebtheit. Meistens sind es zwischen 6 und 6,5 Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen, die dabei sind, wenn im Norden der Republik Fälle gelöst werden müssen. Und so werden jedes Jahr mehrere neue Teile ausgestrahlt. Dieses Jahr mussten sich Fans mit bislang einem einzigen Film zufriedengeben: In Schiffe schrotten galt es, das Rätsel um einen toten Kapitän und sein verunglücktes Schiff zu lösen. Mit Der letzte Häuptling gibt es nun endlich wieder Nachschub, es ist der 26. Film des Dauerbrenners. Und Fans dürfen sich auf einen der besten Teile dieser langlebigen Reihe freuen.

Dabei ist prinzipiell erst einmal nichts anders als sonst. Tatsächlich darf man hier gleich zu Beginn ein mächtiges Déjà-vu-Erlebnis haben. Ein archäologischer Fund auf einem Feld? Hatten wir das nicht gerade erst? Und wirklich: Es ist recht genau ein Jahr her, dass es in Tief im Dreck um eine antike Bronzescheibe ging. Das weiß man hier natürlich noch, weshalb Friesland: Der letzte Häuptling auf die damaligen Ereignisse anspielt. Mehr noch, der Archäologe Trautmann tauchte auch damals schon auf. Um eine direkte Fortsetzung handelt es sich dennoch nicht, man muss nicht zwangsläufig die letztjährige Episode gesehen haben, es wird hier eine komplett eigenständige Geschichte erzählt, für die es keine Vorkenntnisse braucht. Es ist auch nicht so, dass das hier ein bloßer Abklatsch ist. Man hat sich schon einiges einfallen lassen.

Clever und bittersüß

Ohne viel spoilern zu wollen: Es stellt sich mit der Zeit heraus, dass der Fall ziemlich kompliziert ist, weil es da eine ganze Reihe von Interessenten gibt, die alle diese besagte Weide wollen. Prinzipiell gibt es also nicht wenige Verdächtige, die das Verbrechen begangen haben können. Die Sache ist nur die: Es ist ja gar nicht klar, ob es da überhaupt ein Verbrechen gibt. Denn anfangs weiß niemand, was es mit dieser alten Leiche auf sich hat, wer diese ist, wie sie gestorben ist. Klar ist nur, dass niemand von den aktuellen Verdächtigen dieses Verbrechen begangen haben kann. Zu grübeln gibt es bei Friesland: Der letzte Häuptling also wieder eine ganze Menge, wir haben es mit einem klassischen Rätselkrimi zu tun. Aber eben einem, der recht clever konstruiert ist.

Verbunden wird das mit dem üblichen Humor, wenn schräge Figuren aufeinandertreffen – alte wie neue. Ziemlich viele Figuren sogar. Manchmal droht das alles, ein bisschen viel zu werden, zumal nicht alle wirklich etwas zu tun haben. Aber insgesamt gelingt die Balance doch gut, sehr viel besser als bei Wilsberg, die ständig Probleme haben, die diversen Charaktere unter einen Hut zu bekommen. Für Fans ist Friesland: Der letzte Häuptling übrigens eine bittersüße Angelegenheit, da es sich um den letzten Film mit Urgestein Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) handelt, der seit der ersten Folge dabei war. Immerhin: Der Bestatter wird mit einer unterhaltsamen und überraschenden Episode verabschiedet, die Lust auf mehr macht – was man bei einer Reihe, die bereits ein Jahrzehnt auf dem Buckel hat, erst mal schaffen muss.

Credits

OT: „Friesland: Der letzte Häuptling“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Alexander Costea
Drehbuch: Lorenz Lau-Uhle
Musik: René Dohmen, Joachim Dürbeck
Kamera: Florian Schilling
Besetzung: Maxim Mehmet, Sophie Dal, Holger Stockhaus, Felix Vörtler, Yunus Cumartpay, Tina Pfurr, Veronique Coubard, Inka Friedrich, Rainer Strecker, Ulrich Brandhoff, Pablo Konrad, Maike Jüttendonk, Stella Holzapfel

Bilder

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Friesland: Der letzte Häuptling
fazit
In „Friesland: Der letzte Häuptling“ wird ein mumifiziertes Skelett auf einer Schafsweide gefunden, was zu erbitterten Verteilungskämpfen führt. Die Folge hält sich prinzipiell an das Bewährte und gehört doch zu den besten dieser Reihe, da hier ein überraschender Fall erzählt wird mit zahlreichen Figuren.
Leserwertung0 Bewertungen
0
7
von 10