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Juliet: Der Kreis der Frauen

Juliet
„Juliet: Der Kreis der Frauen“ // Deutschland-Start: 20. September 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Privat hat Juliet Dumon (Charlotte De Bruyne) gerade einiges um die Ohren. Nicht nur, dass  sie sich um ihre pubertierende Tochter Chloé (Amber Naert) kümmern muss. Die Polizistin hat außerdem eine Affäre mit dem Anwalt Sam Deckers (Jonas Vermeulen), wovon aber niemand etwas wissen darf. Dabei hat sie eigentlich beruflich genug zu tun. So gilt es, den Tod von Andrea Smits (Annick Christiaens) aufzuklären. Diese war an Krebs erkrankt, versuchte dies mit Hilfe der Heilpraktikerin Gerrie Reinhardt (Simone Milsdochter) zu heilen, überwarf sich dann aber mit ihr. Könnte der Tod irgendwie damit zusammenhängen? Aber warum sollte jemand eine Frau umbringen, die sowieso nicht mehr lange zu leben hatte?

Probleme mit dem Privaten

Am späten Sonntagabend stehen im ZDF meistens Krimireihen aus dem Ausland an. In den letzten Wochen stand dabei die Türkei auf dem Reiseprogramm, in Inspector Ikmen – Tod in Istanbul folgen wir einem Polizeitrio, das diverse Morde aufklären muss. Zuletzt ging es in der Folge Abschied und Neuanfang um einen mysteriösen Brandanschlag und eine gefährliche Partydroge. Nun geht es dank Juliet nach Belgien. Bald drei Jahre ist es her, dass die ersten Filme aus dieser Reihe ausgestrahlt wurden. Jetzt kehrt die Titelfigur zurück und hat die nächsten kniffligen Fälle auf dem Tisch. Den Auftakt macht dabei Der Kreis der Frauen. Insgesamt drei Folgen sind für diesen Programmplatz angekündigt, wobei weitere wohl bereits produziert sind.

So richtig viel Lust macht die erste Episode der zweiten Staffel aber nicht, auf Dauer dranzubleiben. Ein Grund dafür ist, dass das hier eine weitere Krimireihe ist, bei der immer wieder das Privatleben der Hauptfigur in den Vordergrund rückt. Zwar ist es grundsätzlich nicht verkehrt, wenn der Protagonist bzw. die Protagonistin eines Krimis ein bisschen mehr Geschichte geliefert bekommt. Nur sollte diese dann auch interessant sein. Das trifft in Juliet: Der Kreis der Frauen aber weder auf die Affäre zwischen der Titelheldin und dem Anwalt zu, die sie lieber nicht zu etwas Größerem werden lassen möchte, noch die Sache mit der Nichte zu. Zwar ist es jetzt auch nicht so, dass diese Szenen einen groß nerven würde. Da gab es bei der Konkurrenz schon Schlimmeres. Man weiß aber auch nicht wirklich, warum man sich das anschauen sollte.

Überraschendes Ende

Der Fall selbst ist ein wenig spannender. Zumindest wirft es Fragen auf, wenn eine ohnehin schwerkranke Frau ermordet wird. Da hätte man auch einfach warten können. Hinzu kommt, dass da einfach kein Motiv erkennbar ist. Zwar wird die eine oder andere Theorie aufgeworfen, weil sich die Tote mit jemandem gestritten hatte. Das erklärt aber noch keinen Mord. Die Auflösung ist dann auch eine ganze andere. Das Ergebnis ist dabei gemischt. So ist die Erklärung in Juliet: Der Kreis der Frauen prinzipiell schon nachvollziehbar. Sie kommt aber mal wieder aus dem Nichts, da wurde nicht wirklich vorgearbeitet. Und so ganz überzeugt sie dann doch nicht. Tatsächlich sagt die Polizistin selbst, dass das alles irgendwie blöd ist. Aber manchmal sind Menschen das eben.

Schauspielerisch ist das alles ganz okay geworden. Zwar gelingt es Hauptdarstellerin Charlotte De Bruyne (When It Melts) nicht wirklich, aus ihrer Figur jemand Spannendes zu machen. Da hatten andere Krimireihen prägnantere Charaktere zu bieten. Aber es fällt auch niemand negativ auf. Insgesamt kann man sich Juliet: Der Kreis der Frauen schon anschauen, im Vergleich zu der besagten türkischen Reihe bleiben die großen Ärgernisse aus. Aber es ist eben auch nicht sehr spannend geworden, was einem da gezeigt wird. Es fehlt da ein überzeugender Grund, warum man sich in der Flut von Krimis ausgerechnet diesen anschauen sollte. Nächste Woche geht es in Roter Himmel um eine ermordetet junge Frau aus reichem Haus.

Credits

OT: „Juliet: Heel vrouw“
Land: Belgien, Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Caroline De Maeyer
Drehbuch: Wouter Van Haver, Tyche Beyens
Musik: Stijn Cole, Frederik Van de Moortel
Kamera: Pieter-Jan Claessens
Besetzung: Charlotte De Bruyne, Nabil Mallat, Amber Naert, Nicki von Tempelhoff, Fania Sorel, Helder Onkelinx, Jonas Vermeulen, Arend Pinoy, Thibaud Dooms, Annick Christiaens, Marijke Pinoy, Herwig Illegems

Bilder

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Juliet: Der Kreis der Frauen
fazit
In „Juliet: Der Kreis der Frauen“ stirbt eine ältere Frau, die sowieso schwer krank war. Warum sollte sie da jemand ermorden? Der Krimi fängt schön rätselhaft an. So richtig spannend wird es aber nicht. Außerdem hätte es die diversen privaten Befindlichkeiten der Protagonistin nicht gebraucht.
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