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Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Die Stadt und der Müll

Inspector Ikmen Tod in Istanbul The Turkish Detective
„Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Die Stadt und der Müll“ // Deutschland-Start: 1. Dezember 2024 (Magenta TV) // 6. September 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Die Polizei Istanbuls steht vor einem Rätsel. Denn irgendjemand hat es gezielt auf Müllsammler abgesehen, mit Ishan wurde bereits der sechste ermordet. Aber wer könnte dahinterstecken? Und aus welchem Grund tötet er diese Leute? Da Inspector Ҫetin Ikmen (Haluk Bilginer) gerade privat viel um die Ohren hat und sich um sein viertes Kind kümmern muss, übernehmen Mehmet Suleyman (Ethan Kai) und Ayse Farsakoglu (Yasemin Kay Allen) die Ermittlungen und werden dabei von dem Streifenpolizisten Melik (Diyar Bozkurt) unterstützt. Dabei verfolgen sie mehrere Spuren. So sind unter anderem Karim (Aziz Ҫapkurt), der Betreiber eines Recyclinghofs, Ibrahim (Amir Bloutrous) und Ömer (Mouna Soualem) verdächtig …

Auf der Suche nach einer Erklärung

Und schon kommt der nächste Streich bei Inspector Ikmen – Tod in Istanbul. Zwei Doppelfolgen der auf Romanen der britischen Autorin Barbara Nadel basierenden Krimiserie hat das ZDF bereits ausgestrahlt. Bei Willkommen in Istanbul wurde darüber gerätselt, wer die junge Frau auf dem Friedhof erschlagen hat. Anschließend handelte Sterben und Erben davon, dass der Sohn einer schwerreichen Familie bei einem Konzert erschossen wurde. Mit Die Stadt und der Müll folgt jetzt die dritte von insgesamt vier Doppelfolgen und präsentiert den nächsten in sich geschlossenen Fall, welches das türkische Polizeiteam lösen muss. Und dieser ist diesmal besonders rätselhaft geworden, wenn irgendwie gar nichts Sinn ergeben will.

Das fängt mit der Wahl der Opfer an. Während bei den ersten beiden Doppelfolgen zumindest plausible Motive konstruiert wurden, weshalb da jemand gemordet haben könnte, ist das hier erst einmal völlig unbegreiflich. Müllsammler haben kein Geld, sonst würden sie diese Arbeit nicht tun, weshalb da nichts zu holen ist. Da ist aber auch nichts an dem Beruf selbst, das einen solchen Serienmord rechtfertigen würde. Anfangs ist die Neugierde bei Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Die Stadt und der Müll deshalb groß, was hinter all dem stecken mag. Es fehlen einfach nachvollziehbare Erklärungen. Das wird durch die Ermittlungen aber noch weiter verstärkt. So muss man nicht unbedingt verstehen können, warum das Team die besagten Spuren verfolgt. Denn auch diese geben keinen wirklichen Grund an, warum jemand diese Morde begehen sollte, was das alles willkürlich macht. Die Fragezeichen werden eher größer als kleiner.

Unsinnig und unnötig dramatisch

Das mag man im Laufe des Falls noch irgendwie gut finden, in der Erwartung, dass das Ganze wenigstens zum Ende hin Sinn ergibt. Das tut es aber nicht. Vielmehr ist die Willkürlichkeit, welche die Ermittlungen begleiten, Vorbotin von dem, was beim Schluss herauskommt. Versucht wird natürlich schon, die Auflösung als echte Erklärung anzubieten. Es funktioniert nur nicht. Dass Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Die Stadt und der Müll mit einer großen Tragik alles zu überspielen versucht, macht die inhaltlichen Defizite nicht kleiner. Obwohl der Krimi vielversprechend beginnt, als Genrebeitrag ist er eine Katastrophe.

Das Drumherum macht die Sache nicht besser. So wird nach wie vor an dem Nebenstrang rund um Leyla Pamuk (Dilan Gwyn), die nach einem dubiosen Unfall ihr Gedächtnis verloren hat, festgehalten, ohne dass die Geschichte mal vorangetrieben würde. Dazu gibt es noch ein bisschen Techtelmechtel im Team sowie die privaten Probleme des Inspectors, der zwar längst im Rentenalter ist, aus irgendeinem Grund aber nochmal Nachwuchs bekommen hat. Aber bei Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Die Stadt und der Müll ergibt eben nur wenig Sinn. Dazu gehört auch die von vielen bemängelte Synchronisation, die manche Stellen auf Deutsch übersetzt, andere dafür im Original belässt und nie wirklich eine Begründung liefert, wann es die eine, wann die andere Sprache ist.

Credits

OT: „The Turkish Detective“
Land: UK, USA, Türkei
Jahr: 2023
Regie: Nisan Dag
Drehbuch: Caroline Henry
Vorlage: Barbara Nadel
Musik: Sertaç Özgümüş
Kamera: Bariş Özbiçer
Besetzung: Haluk Bilginer, Yasemin Kay Allen, Ethan Kai, Aziz Ҫapkurt, Amir Bloutrous, Mouna Soualem, Diyar Bozkurt, Dilan Gwyn

Bilder

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Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Die Stadt und der Müll
fazit
In „Inspector Ikmen – Tod in Istanbul: Die Stadt und der Müll“ macht jemand gezielt Jagd auf die Müllsammler der Stadt. Das beginnt schön rätselhaft, wird dann aber schnell unsinnig, auch die Auflösung überzeugt nicht. Dazu gibt es wieder unnötiges privates Drama, weshalb das als Krimi kaum funktioniert.
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