Borrego
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Borrego – Fight Your Way Out

„Borrego – Fight Your Way Out“ // Deutschland-Start: 29. September 2022 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist die junge Botanikerin Elly (Lucy Hale) in der Borrego-Wüste Südkaliforniens unterwegs, um dort Pflanzen zu studieren. Zu ihrem Unglück stürzt aber eben dort der Pilot Tomas (Leynar Gomez) mit seiner Maschine ab. An Bord: zahlreiche Mengen an Drogen. Diese müssen natürlich trotzdem an ihr Ziel, weshalb der bewaffnete Tomas die junge Frau dazu zwingt, ihm den Weg durch die Wüste zu zeigen, um zumindest den Rest der Ware noch abliefern zu können. Notgedrungen lässt sie sich darauf ein, um erst einmal Zeit zu gewinnen. Während die beiden bei gleißender Sonne durch die Wildnis stolpern, haben sowohl Sheriff Jose (Nicholas Gonzalez) als auch das Kartell-Mitglied Guillermo (Jorge A. Jimenez) die Spur aufgenommen …

Dem Verbrechen ausgeliefert

Es gehört zu den Standardszenarien in Thrillern: Die Hauptfigur ist zur falschen Zeit am falschen Ort und wird gegen ihren Willen in ein Verbrechen hineingezogen. Beispiele dafür gibt es ohne Ende. Aktuell läuft im Kino etwa Mutiny, wo eine Offizierin feststellen muss, dass ihr Schiff von Menschenhändlern genutzt wird. Ganz weit oben auf der Szenarioliste stehen auch der Fund von Geld oder Drogen, die von Verbrechern verloren wurden. Bei Borrego ist das ebenfalls der Fall. Während andere aber durch ihre Gier letztendlich in den Abgrund gezogen werden, ist es bei ihr wirklich nur Pech. Denn eigentlich will sie ja nur weg. Das Problem ist aber: Der Verbrecher hat eine Knarre. Und dagegen kann man nur wenig ausrichten, sofern man nicht zufällig einen militärischen Hintergrund hat – was hier im Gegensatz zu vielen Actionthrillern nicht der Fall ist.

Das bedeutet dann auch, dass die Protagonistin nicht kämpft, sondern nach anderen Wegen sucht, um aus der misslichen Lage zu kommen. Theoretisch. Praktisch trägt sie nicht so wahnsinnig viel dazu bei, dass sich die Situation auflöst. Dafür führt Borrego aber noch den Polizisten ein, der parallel dem Verbrechen auf der Spur ist. Und dann ist da eben noch der andere Verbrecher, der seinerseits herauszufinden versucht, was denn mit den Drogen geschehen ist. Regisseur und Drehbuchautor Jesse Harris arbeitet also mit drei Parallelsträngen, die alle miteinander zusammenhängen, aber über weite Strecken unabhängig voneinander erzählt werden. Erst zum großen Finale findet das dann alles zusammen und zu einem Abschluss der Geschichte.

Schön bebildert, aber etwas öde

Grundsätzlich ist es legitim, die Handlung auf diese Weise aufzusplitten. Nur sollte man dann auch dafür sorgen, dass die drei Stränge jeweils für sich auch spannend sind. Das ist aber nur bedingt der Fall. Da sind zu viele Passagen, in denen die Geschichte nicht wirklich vorankommt und man nur darauf wartet, dass es mal weitergeht. Warum es beispielsweise Alex (Olivia Trujillo) gebraucht hat, die Tochter des Sheriffs, wird nicht klar. Sie stört eher, als dass sie den Film voranbringt. Ebenfalls nicht so richtig durchdacht ist, wie Borrego Drogen als solche verdammen will. Dagegen ist zwar nichts einzuwenden. Wenn die Diskussion über die Schädlichkeit der Substanzen sich aber auf ein paar Texteinblendungen beschränkt, die am Anfang und zum Schluss kommen, wirkt das wie ein Fremdkörper, der nachträglich eingebaut wurde.

Ganz schlecht ist das Ergebnis nicht. Zum einen gefällt der US-amerikanische Thriller durch die Optik. Wenn sich die Figuren unter der sengenden Sonne durch die Wüste, dann sind da schon recht viele tolle Bilder dabei, die einen bei Laune halten. Lucy Hale (F*** Marry Kill), sonst eher in komödiantischen Stoffen zu sehen, gefällt zudem in der Hauptrolle als junge Botanikerin, die sich auf einer speziellen Mission befindet. Zusammen ist da genug, um sich Borrego zumindest einmal anschauen zu können. Letzten Endes reicht es aber nur fürs Mittelfeld, da zu wenig aus der bewährten Situation gemacht wurde. Wer auf der Suche nach Nervenkitzel ist, wird hier nur bedingt fündig.

Credits

OT: „Borrego“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Jesse Harris
Drehbuch: Jesse Harris
Musik: The Newton Brothers
Kamera: Octavio Arias
Besetzung: Lucy Hale, Leynar Gomez, Nicholas Gonzalez, Olivia Trujillo, Jorge A. Jimenez

Bilder

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Borrego – Fight Your Way Out
fazit
In „Borrego“ gerät eine junge Botanikerin in der Wüste in die Fänge eines Drogenkuriers, der sie zum Mitmachen zwingt. Der Film versucht, durch drei Parallelstränge Spannung zu erzeugen. Das scheitert aber ebenso wie der Ansatz, sich als Warnung vor Drogen verkaufen zu wollen. Sehenswert ist der Thriller allenfalls für das Setting und die Hauptdarstellerin.
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