Forbidden Fruits
© Universal Pictures

Forbidden Fruits

„Forbidden Fruits“ // Deutschland-Start: 30. Juli 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Nach außen hin sind Apple (Lili Reinhart), Cherry (Victoria Pedretti) und Fig (Alexandra Shipp) ganz normale Verkäuferinnen, die in einem texanischen Einkaufszentrum hochpreisige Kleidung an die Frau bringt. Doch nach Feierabend wenden sie sich ihrer eigentlichen Leidenschaft zu: ihrem Hexenzirkel. Die drei widmen sich dann ganz ihren Ritualen sowie der Anbetung ihres großen Idols Marilyn Monroe. Eher weniger Ansehen genießt hingegen Pumpkin (Lola Tung), die in der Essensabteilung der Mall arbeitet und damit am unteren Ende der kommerziellen Nahrungskette steht. Und doch sind die drei angetan von der Kollegin und führen sie in ihre eigene Welt ein. Dabei ahnen sie nicht, dass in der Folgezeit die Gruppe immer mehr Risse bekommen wird …

Farbenfroher Hexenkult

Sie gehören fest zum Bestandteil des Horrorgenres dazu: Hexen. Dabei schwanken die Filme ein wenig bei der Darstellung und der Frage, ob diese Figuren gut oder böse sein sollen. In Witchboard etwa geht es um ein Hexenbrett und eine Hexe, die im 17. Jahrhundert verfolgt wurde. Bei der Horrorsensation Weapons – Die Stunde des Verschwindens wird das alte Bild gepflegt, wonach skrupellose Hexen das Leben anderer für sich nutzen. Andere Werke nutzen dieses Motiv hingegen als Symbol für Selbstermächtigung, wenn Frauen in einer von Männern bestimmten Welt ihr Leben selbst in den Griff nehmen. Ein bisschen geht auch Forbidden Fruits in die Richtung, eine Horrorkomödie, die so versteckt ins Kino kommt, als wollte man verhindern, dass ihn irgendjemand zu Gesicht bekommt.

Das ist ein bisschen verwunderlich, weil der Film so schlecht gar nicht ist. Die US-Produktion hat durchaus ihre Vorzüge. Eine davon ist die Optik. Zwar passiert hier nicht so wahnsinnig viel, weshalb man keine großen Spezialeffekte erwarten sollte. Das hier ist kein Fantasyspektakel. Forbidden Fruits gefällt aber durch die farbenfrohen Bilder und die Kostüme, welche die Protagonistinnen tragen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Besetzung. Diese besteht überwiegend aus Schauspielerinnen, die durch Teenietitel bekannt geworden sind. Sie überzeugen aber auch in einem Film, der etwas älter angesetzt ist. Wobei man auch nicht viel Horror erhoffen sollte, selbst wenn der Film als solcher bezeichnet wird. Hier gibt es weder viel Splatter noch Gruselmomente, der tatsächliche Genreanteil ist überschaubar.

Mehr Demontage als Horror

Dafür darf man mitansehen, wie die Gruppe mit der Zeit immer weiter implodiert. Das liegt zum einen natürlich an Nummer vier, die zu Beginn aufgenommen wird, obwohl sie eigentlich nicht aus diesem Zirkel kommt. Es liegt aber auch an der Gruppe selbst, wo vieles dann doch nicht so harmonisch und toll ist, wie es anfangs scheint. Forbidden Fruits ist dann auch eher ein Film über Freundschaft, Gruppendynamik und junge Menschen, die nach Halt und Gemeinschaft suchen. Das Ergebnis ist recht dialogintensiv, was angesichts der Vorlage kein Wunder ist. Genauer stand das Theaterstück Of the Women Came the Beginning of Sin, and Through Her We All Die von Lily Houghton Pate, die auch an dem Drehbuch beteiligt war. Wenig überraschend gibt es dann auch nur wenige Schauplätze, fast der gesamte Film spielt in dem Einkaufszentrum.

Für ein reines Horrorpublikum wird der Film, der 2026 auf dem South by Southwest Festival Weltpremiere hatte, deshalb wohl auch zu wenig sein. Unterhaltsam ist der Mix aus Mean Girls – Der Girls Club und Blumhouse’s Der Hexenclub aber schon. Auch wenn Forbidden Fruits oft ein bisschen zu brav bleibt und diverse Themen nur angeschnitten werden, steckt in der Geschichte schon das eine oder andere drin. Und zumindest darf man hier neugierig sein, worauf das alles hinausläuft, der Film ist weniger vorhersehbar, als man das aus diesem Bereich kennt. In der Summe reicht es so für Mittelmaß. Etwas, das man sich durchaus anschauen kann, selbst wenn er wohl nur bei wenigen tatsächlich Begeisterung auslösen dürfte.

Credits

OT: „Forbidden Fruits“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Meredith Alloway
Drehbuch: Lily Houghton, Meredith Alloway
Vorlage: Lily Houghton
Musik: Anna Drubich
Kamera: Karim Hussain
Besetzung: Lili Reinhart, Lola Tung, Victoria Pedretti, Alexandra Shipp, Emma Chamberlain, Gabrielle Union

Bilder

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Forbidden Fruits
fazit
„Forbidden Fruits“ erzählt von einem Hexenzirkel in einem Einkaufszentrum, welcher zunehmend implodiert. Die Adaption eines Theaterstücks ist dialoglastig, so wahnsinnig viel geschieht da nicht. Unterhaltsam ist das Ergebnis schon, etwa wegen der Optik, zu mehr als Durchschnitt reicht es aber nicht.
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