Jumanji 1995
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Jumanji (1995)

Jumanji 1995
„Jumanji“ // Deutschland-Start: 22. Februar 1996 (Kino) // 14. Dezember 2017 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Alan Parrish (Adam Hann-Byrd) hat es nicht gerade leicht im Leben. Schlimm genug, dass das Verhältnis zu seinem Vater so angespannt ist, Letzterer sogar davon spricht, den Jungen in ein Internat zu stecken. Alan ist auch noch Zielscheibe von Mobbing. Immerhin, er kommt seinem Schwarm Sarah Whittle (Laura Bell Bundy) etwas näher und bringt sie dazu, eine Partie „Jumanji“ zu spielen, ein Brettspiel, das er zuvor gefunden hat. Doch wie er bald feststellt: Das ist kein normales Brettspiel. Da hat es ihn auch schon aufgesogen. 26 Jahre später stolpern die Geschwister Judy (Kirsten Dunst) und Peter Shepherd (Bradley Pierce) über das Spiel und beginnen ihrerseits eine Partie, ohne zu ahnen, worauf sie sich da einlassen. Denn kurze Zeit später taucht nicht nur der inzwischen erwachsen gewordene Alan (Robin Williams) bei ihnen auf, sondern auch zahlreiche Tiere …

Adaption eines Kinderbuchs

Es ist ein beliebtes Motiv in Filmen und Serien: Die Hauptfiguren öffnen ein Portal zu einer magischen Welt und sind anschließend in dieser unterwegs, alternativ kommen Wesen von dort hierher. Das funktioniert in Horrorfilmen, wo dämonische Kreaturen heraufbeschworen werden, ebenso wie in familienfreundlichen Fantasyabenteuern. Ob nun in Chihiros Reise ins Zauberland ein verlassener Vergnügungspark den Weg öffnet oder in Die unendliche Geschichte ein Buch die beiden Welten miteinander verbindet, Beispiele für eine solche Grenzüberschreitung gibt es viele. Eines der ungewöhnlichsten war jedoch Jumanji aus dem Jahr 1995. Denn dort ist es ein Brettspiel, dessen Auswirkungen viel realer sind, als man das von eigenen Spieleabenden so kennt. Und sehr viel realer, als es wünschenswert ist.

Vorlage für das Ganze war das 1981 veröffentlichte gleichnamige Kinderbuch von Chris Van Allsburg. Der Film behält dessen Konzept bei, welches besagt, dass die im Spiel beschriebenen Ereignisse real werden. Das bedeutet vor allem, dass irgendwelche wilden Tiere aus dem Nichts auftauchen und für Chaos sorgen. Der Film versucht dabei jedoch, etwas mehr Abwechslung und Komplexität zu erreichen. So führt Jumanji beispielsweise die Figur des Alan ein, der eine längere Hintergrundgeschichte ist, die parallel zu den Ereignissen immer wieder fortgeführt wird. Außerdem haben die beiden Kinder hier ihre Eltern verloren, weshalb das Abenteuer ein Stück weit Therapie für sie ist und ihnen dabei hilft, wieder zurück ins Leben zu führen. Wer solche Gefahren überwinden muss, der weiß wohl auch wieder den Alltag zu schätzen.

Aus Spaß am Chaos

Zu viel sollte man in der Hinsicht aber nicht erwarten. Es geht Regisseur Joe Johnston (Captain America: The First Avenger) dann doch primär darum, das Publikum mit all dem Chaos zu erfreuen. Das funktioniert teilweise ganz gut. Da bei dem Spiel irgendwie alles passieren könnte, ist anfangs die Neugierde groß, in welche Richtung das alles gehen wird. Jumanji lebt von dem wilden Treiben und natürlich auch dem starken Kontrast. Wenn auf einmal Löwen oder andere Tiere im Wohnzimmer auftauchen, alternativ die Stadt unsicher machen, ist das schon eine kuriose Situation. Richtig böse wird es dabei aber nicht, schließlich richtet sich der Film an ein jüngeres Zielpublikum.

Dieses wird dann auch den meisten Spaß haben an den Ereignissen. Erwachsene hingegen werden eher mittelprächtig bedient. So hat der Film zweifelsfrei seine Stärken, wozu unter anderem die Besetzung zählt. Williams war für einen solchen Quatsch natürlich eine Idealbesetzung, Kirsten Dunst wiederum durfte erneut als Kind beweisen, welch großes Talent sie hat. Während diese Aspekte bis heute überzeugen, ist das mit der Optik so eine Sache. Computergrafiken sind 30 Jahre später natürlich deutlich veraltet, Jumanji kann da niemanden mehr wirklich begeistern. Und auch wenn das zum Teil schon ganz witzig ist, die „Fortsetzung“ Jumanji: Willkommen im Dschungel war mehr als zwei Jahrzehnte später die deutlich komischere Variante.

Credits

OT: „Jumanji“
Land: USA
Jahr: 1995
Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Jonathan Hensleigh, Greg Taylor, Jim Strain
Vorlage: Chris Van Allsburg
Musik: James Horner
Kamera: Thomas E. Ackerman
Besetzung: Robin Williams, Kirsten Dunst, Bradley Pierce, David Alan Grier, Bonnie Hunt, Jonathan Hyde, Bebe Neuwirth

Trailer

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Jumanji (1995)
fazit
In „Jumanji“ packen zwei Geschwister ein Brettspiel aus, ohne zu ahnen, dass die Erlebnisse darin real werden. Das ist teilweise schon ganz amüsant, wenn völlig willkürlich wilde Tiere im Wohnzimmer auftauchen. Vom Inhalt sollte man aber nicht viel erwarten, die Spezialeffekte sind zudem veraltet.
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