Toy Story 5
© Disney/Pixar
Toy Story 5
„Toy Story 5“ // Deutschland-Start: 23. Juli 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Auch wenn die Cowgirl-Puppe Jessie alles dafür tut, um für Bonnie Freundinnen zu finden, ist das nicht so einfach. Schließlich ist die Achtjährige die Einzige, die überhaupt noch mit realem Spielzeug spielt, während die anderen überwiegend in sozialen Medien unterwegs sind. Bonnies Eltern haben das mitbekommen und ihr deshalb das Tablet „Lily“ in Form eines Froschs geschenkt. Dieses ist auch sehr eifrig damit beschäftigt, Verbindungen zu anderen Kindern aufzubauen. Jessie hält davon aber wenig, weil das nicht ihrer Auffassung von Spielen entspricht – von Freundschaft ganz zu schweigen. Also wendet sie sich an Woody und bittet ihn, ihr bei ihrer Mission zu helfen. Zur gleichen Zeit macht sich eine Gruppe von Buzz Lightyear Figuren auf den Weg, um zu „Star Command“ zurückzukommen …

Spielzeug ohne Ende

Als Toy Story 1995 in die Kinos kam, war der Film eine absolute Revolution, handelte es sich doch um den ersten allein am Computer erstellten Animationsfilm. Mehr als zwanzig Jahre später ist aus dem Werk ein Franchise geworden, was so ziemlich das Gegenteil einer Revolution darstellt. Nicht nur, dass CGI-Werke inzwischen zum Standard in dem Bereich geworden sind, man andere Formen von Animationstechniken schon suchen muss. Die späteren Teile bauten zudem auf den Themen des Erstlings auf, ohne sich dabei jedoch wirklich groß weiterzuentwickeln. Es kamen neue Kinder, neue Spielzeuge. Die Geschichten waren sich aber schon recht ähnlich. Da jedoch A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando, international als Toy Story 4 bekannt, 2019 erneut ein gigantischer Erfolg wurde, gibt es nun eben doch einen fünften Teil.

Eigentlich lohnt es sich kaum, diesen groß zu beschreiben. So gibt es mal wieder einen Konflikt zwischen alten und neuen Spielzeugen, Letztere werden durch das Tablet Lily repräsentiert. Dieses ist, auch das ist nicht überraschend, ziemlich hochnäsig und blickt verächtlich auf die altmodischen Puppen herab. Wie man das aus früheren Teilen kennt, müssen die Kontrahenten im Lauf von Toy Story 5 lernen zusammenzuarbeiten. Denn die Spielzeuge haben eine Mission, die größer ist als sie: Sie müssen Bonnie helfen. Denn darum geht es immer wieder in dem Franchise. Die einzelnen Figuren mögen starrsinnig sein, mit so manch übergroßem Ego ausgestattet. Aber am Ende geht es eben nicht um sie, sondern darum, Kindern beizustehen, ihnen Wärme und Geborgenheit zu geben und sie dadurch auf das Leben da draußen vorzubereiten.

Geht zu Herzen

Entsprechend emotional wird das hier dann auch wieder. Wobei es zwei Figuren sind, die ihre großen Momente haben. Im Mittelpunkt steht natürlich Bonnie selbst, die sich danach sehnt, von anderen akzeptiert zu werden und eine von ihnen zu sein. Zu dem Zweck ist sie sogar bereit, einen Teil von sich aufzugeben, symbolisiert durch die Spielzeuge. Das mag dann alles berechnend sein, effektiv ist es aber schon. Wenn das Mädchen in Toy Story 5 durch die Mangel genommen wird, weil sie eben nicht so ist wie die anderen, dürfte es nicht wenige im Publikum geben, die das nachfühlen kennen – ob nun gerade selbst ein Kind oder Erwachsene. Aber auch die Geschichte von Jessie, welche an Toy Story 2 anknüpft, darf einem richtig zu Herzen gehen, wenn es hier ebenfalls einen versöhnlichen Schluss gibt.

Dabei sind es aber die neuen Spielzeuge, welche regelmäßig die Show stehlen. Vor allem ein Trio, welches quasi die Verbindung von analoger und digitaler Welt darstellt, ist so toll, dass man hoffen darf, sie in dem wohl obligatorischen sechsten Teil wiedersehen zu dürfen. Immer wieder gibt es witzige Einfälle, dazu eine der schönsten Kavallerie-Szenen, die man je hat sehen dürfen. Außerdem ist Toy Story 5 visuell über jeden Zweifel haben, typische Pixar-Qualität eben. Hätte es den Film gebraucht? Das wohl nicht. Die Variation der bekannten Themen hat letztendlich zu wenig Eigenes hinzuzufügen, fühlt sich mehr wie ein Remix an, weniger wie eine richtige Fortsetzung. Und doch wird es dieses Jahr wohl nur wenige Animationsfilme geben, die ein derart rundes und unterhaltsames Gesamtpaket liefern.

Credits

OT: „Toy Story 5“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Andrew Stanton
Drehbuch: Andrew Stanton, Kenna Harris
Musik: Randy Newman
Animation: Pixar

Bilder

Trailer

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Toy Story 5
fazit
In „Toy Story 5“ wetteifern analoge und digitale Spielzeuge um die Freundschaft eines Mädchens. Der Film hat letztendlich nicht viel Neues zu erzählen, ist nicht mehr als ein Remix des Franchises. Aber er macht wie schon die Vorgänger Spaß, hat witzige Einfälle und einige Szenen, die zu Herzen gehen.
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