Trapped Lost Highway
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Trapped – Lost Highway

Trapped Lost Highway
„Trapped – Lost Highway“ // Deutschland-Start: 24. Juli 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Als die Frau (Mélanie Bernier) zu sich kommt, weiß sie weder, wer sie ist, noch was geschehen ist oder wer der Mann auf dem Beifahrersitz ist. Sie weiß nur, dass sie in einem Tunnel ist und es offensichtlich einen Autounfall gegeben hat, in den ganz viele verwickelt wurden. Und was nun? Sie kommt nicht aus dem völlig zerstörten Wagen, weil sie eingeklemmt ist. Hilfe von anderen ist aber auch nicht zu erwarten, weit und breit ist niemand zu sehen. Umso wichtiger ist es, dass sie selbst aktiv wird und eine Lösung findet. Aber das ist nicht so leicht, wenn sie nicht einmal sagen kann, wo sie ist und wie sie aus all dem herauskommen soll …

Wer bin ich?

Man kennt das Prinzip aus zahlreichen Thrillern, vielleicht auch dem einen oder anderen Horrorfilm. Die Hauptfigur kommt zu Beginn der Geschichte an einem für sie unbekannten Ort zu sich, erinnert sich nicht an die eigene Identität oder daran, was geschehen ist. Bei Die Unbekannte vom Hafen etwa wird eine Frau gefesselt am Hafen gefunden, was nicht nur der Polizei Rätsel aufgibt. In Solange wir lügen versucht eine Jugendliche, sich an einen schrecklichen Vorfall zu erinnern. Ash wiederum nimmt uns mit auf einen fremden Planeten, wo ebenfalls eine Frau mit Gedächtnisverlust einen Weg finden muss, mit der Situation klarzukommen. Wer solche Genrebeiträge gern sieht, bekommt jetzt mit Trapped – Lost Highway Nachschub.

Der französische Thriller nimmt dieses Szenario und verbindet es mit einem anderen, das ebenfalls gern gesehen ist. Dabei ist die Hauptfigur an einem Ort gefangen und sucht nach einem Ausweg. Der englische Titel nimmt das hier bereits vorweg. Beispiele für eine solche missliche Lage gibt es in Filmen genug. Locked ist ein naheliegender Vergleich, auch dort ist jemand in einem Auto eingesperrt. Und dann wäre da noch der norwegische Katastrophenfilm The Tunnel – Die Todesfalle, wo es ebenfalls in einem Tunnel zu einer Karambolage kommt und die Menschen ihre Pkws nicht verlassen können. Wer sich viele Filme anschaut, wird bei Trapped – Lost Highway also mehr als genug Bekanntes finden. Da steht schon das eine oder andere Déjà-vu an. Immerhin: Wenn schon die einzelnen Bestandteile nicht sehr originell sind, die Kombination aus beidem ist durchaus ungewöhnlich.

Nur bedingt spannend

Was die Spannung angeht, ist das hier aber so eine Sache. Auf der einen Seite ist da schon die Neugierde, was es denn mit dem Gedächtnisverlust auf sich hat. Dass an der Geschichte irgendwie mehr dran sein muss, ist klar, sonst hätte man einen ganz normalen Survivalthriller daraus gemacht. Hinzu kommt die brenzlige Lage, aus der es zunächst kein Entkommen gibt. Und doch, der ganz große Nervenkitzel will sich hier nicht einstellen. So hat Trapped – Lost Highway mit einem Problem zu kämpfen, dass eigentlich alle Filme mit einem derart begrenzten Setting haben: eine geringe Abwechslung. Da die Protagonistin sich nicht bewegen kann, ist die Handlung naturgemäß eingeschränkt. Der Austausch mit der Außenwelt ist auch überschaubar.

Erst zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, wenn auch die Auflösung ansteht. Das überzeugt aber leider ebenfalls nicht wirklich. Zum einen gibt der Film dann durch exzessive Flashbacks die klaustrophobische Atmosphäre auf. Zum anderen wird die Geschichte dann sehr konstruiert, der Thriller will dann einfach zu viel. Das ist schade, weil der Einstieg auf mehr hoffen ließ. Und auch die engagierte Darstellung von Mélanie Bernier (Maigret) hätte einen besseren Film verdient. Insgesamt ist Trapped – Lost Highway aber schon ganz ordentlich geworden, man kann sich hiermit 80 Minuten lang die Zeit vertreiben. Selbst wenn die Mischung am Ende doch keine neuen Akzente setzt, für zwischendurch kann das ausreichen.

Credits

OT: „Prisonnière“
Land: Frankreich
Jahr: 2025
Regie: Valentin Vincent
Drehbuch: Magali Rossitto, David Morley, Jean-Luc Cano
Musik: Julien Bellanger
Kamera: Philip Lozano
Besetzung: Mélanie Bernier, Francois-Dominique Blin, Olivier Cabassut

Bilder

Trailer

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Trapped – Lost Highway
fazit
In „Trapped – Lost Highway“ wacht eine Frau nach einem Unfall in einem Tunnel ohne Erinnerung auf. Das Szenario kombiniert auf ungewöhnliche Weise bekannte Elemente. Anfangs ist man durchaus auch neugierig, worum es geht. Die ganz große Spannung wird aber nicht erzeugt, die Auflösung ist zudem überzogen.
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