Disclosure Day Der Tag der Wahrheit
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Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit

Disclosure Day Der Tag der Wahrheit
„Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ // Deutschland-Start: 10. Juni 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Daniel Kellner (Josh O’Connor) hat mächtige Feinde. Schließlich hat er dem Wardex Unternehmen wertvolle Informationen gestohlen, die das Potenzial haben, die gesamte Menschheit auf eine Probe zu stellen, wenn sie an die Öffentlichkeit geraten. Und so lässt Noah Scanlon (Colin Firth), der Chef des Unternehmens, welches der US-Regierung untersteht, nichts unversucht, um das Material zurückzubekommen. Er scheut nicht einmal davor zurück, Daniels Freundin Jane Blankenship (Eve Hewson) zu entführen und damit die Herausgabe des Diebesguts zu erpressen. Zur gleichen Zeit macht Margaret Fairchild (Emily Blunt) eine eigenartige Erfahrung. Eigentlich präsentierte sie wie jeden Tag das Wetter in einem lokalen Fernsehsender, als sie plötzlich anfängt in einer Sprache zu sprechen, die sie selbst nicht kennt. Und auch sonst ist auf einmal nichts mehr so, wie es einmal war …

Zurück zu den Science-Fiction-Wurzeln

Wenn Steven Spielberg einen neuen Film dreht, dann ist die Vorfreude immer groß. Schließlich hat kein Regisseur über so lange Zeit so viele und vor allem unterschiedliche Klassiker gedreht. Dass seine letzten Werke vom großen Publikum eher ignoriert wurden, schmälert nicht das enorme Vermächtnis, das uns der Filmemacher hinterlassen hat. Bei seinem neuesten Werk Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit durfte man besonders neugierig sein. Nicht nur, dass er hiermit zum Science-Fiction-Genre zurückkehrt, das er mit Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977), E.T. – Der Außerirdische (1982), Krieg der Welten (2005) oder Ready Player One (2018) maßgeblich mitgeprägt hat. Er arbeitete zudem wieder mit seinen alten Weggefährten zusammen: Drehbuchautor David Koepp, Komponist John Williams und Kameramann Janusz Kamiński.

Ein bisschen fühlt sich Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit dann auch an wie eine Best-of-Zusammenstellung, wenn der Altmeister zahlreiche Elemente und Themen aufgreift, die ihn im Laufe der letzten Jahrzehnte begleitet haben. Umso bedauerlicher ist, dass der Film nicht auch zu seinen besten zählt. Er ist nicht einmal wirklich gut. Dabei fängt das alles eigentlich ganz vielversprechend an. Wo andere Filmschaffende dem Publikum vielleicht zu Beginn die Situation erklären würden, wirft einen Spielberg mitten ins Geschehen. Er arbeitet dabei natürlich mit Klischees und Stereotypen. Dennoch ist man neugierig, was es mit diesem seltsamen Gegenstand auf sich hat, das Daniel in der Hand trägt. Noch rätselhafter ist die zweite Hauptfigur Margaret, die ungewollt in alles hineingezogen wird und ebenso wenig wie die Zuschauer und Zuschauerinnen versteht, was da eigentlich los ist. Zumindest in der ersten Hälfte ist da ein größerer Mystery-Anteil.

Rührend bis unfreiwillig komisch

Das klingt ganz gut, ist aber auch mit Schwächen verbunden. Zum einen lässt sich Spielberg wahnsinnig viel Zeit, Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit rechtfertigt keine 140 Minuten Laufzeit. Schlimmer aber als die Wartezeit ist, wie unbefriedigend die Antworten ausfallen. So manches wird am Ende gar nicht wirklich erklärt, sei es der Gegenstand, der je nach Situation völlig unterschiedliche Fähigkeiten hat – das ist schon richtig faul bis dreist. Und dann sind da noch die Szenen oder Punkte, die schlicht und ergreifend idiotisch sind und bei denen man sich fragt, ob der Film jetzt gerade freiwillig oder unfreiwillig komisch ist. Das ist umso bedauerlicher, da die Grundidee gut ist. Die Absicht hinter dem Film ist es zweifelsfrei auch. Aber die Ausführung ist fast schon schockierend schlampig, zumindest für jemanden wie Spielberg.

Schlecht ist das Ergebnis nicht. Immer wieder sind da Szenen dabei, die tatsächlich unterhaltsam sind oder auch interessante Fragen aufwerfen. Sehenswert ist der Film zudem für die Besetzung. Während der derzeitig allgegenwärtige Josh O’Connor (The History of Sound) nicht so wirklich die Gelegenheit bekommt, sein Talent auszuspielen, hat Emily Blunt (Der Teufel trägt Prada 2) eine echte Sternstunde. Mit ihrer Wandelbarkeit trägt sie immer wieder den Film und ist für einige der besten Szenen verantwortlich. Und doch bleibt am Ende die Enttäuschung. So sympathisch es ist, wie einem Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit wieder ein kindliches Staunen entlocken möchte, so oft bricht der Film auseinander. Man staunt dann eher über unsinnige Actionszenen, zuweilen schwache Spezialeffekte und einen naiven Idealismus, der eher fahrlässig als rührend ist. Ein Film, der an frühere Zeiten anknüpfen möchte und dabei seltsam aus der Zeit gefallen ist.

Credits

OT: „Disclosure Day“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: David Koepp
Musik: John Williams
Kamera: Janusz Kamiński
Besetzung: Emily Blunt, Josh O’Connor, Colin Firth, Eve Hewson, Colman Domingo

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Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit
fazit
In „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ kommen zwei Menschen einer Verschwörung auf die Spur und kämpfen für die Wahrheit. Der Film hat eine tolle Besetzung und auch einige schöne Ideen. Bei der Ausführung zeigt sich Altmeister Steven Spielberg aber auf irritierende Weise schlampig, der Film wirkt aus der Zeit gefallen und ist oft unfreiwillig komisch.
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