Imposters
© Blue Finch Film Releasing
Imposters
„Imposters“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Inhalt / Kritik

Als Marie (Jessica Rothe) und Paul (Charlie Barnett) aufs Land ziehen, soll das für die beiden eigentlich ein Neuanfang sein. Schließlich kriselt es schon länger in der Beziehung der beiden. Tatsächlich wäre Paul eigentlich lieber längst gegangen. Aber das geht jetzt nicht mehr, da sie inzwischen Sohn Theo haben. Als die beiden eine große Einweihungsparty veranstalten, um sich so der Nachbarschaft vorzustellen, verschwindet Theo jedoch spurlos. Obwohl in den folgenden Tagen alle bei der Suche im anschließenden Wald mithelfen, bleibt das Kleinkind verschwunden. Doch dann meldet sich der seltsame Orson (Bates Wilder) bei ihnen, der früher selbst in ihrem Haus gelebt hat, und erzählt von einer Höhle, die sich tief im Wald befinden soll und wo das Paar seinen Sohn zurückbekommen können soll …

Das Geheimnis, das im Wald lauert

Wenn Leute zu Beginn eines Films aufs Land ziehen, weiß man oft: Das gibt Ärger. Denn irgendwo dort lauert dann immer eine Gefahr, vor allem wenn in der Nähe ein Wald ist. In The Hole in the Ground ist es eine Mutter, die mit ihrem kleinen Sohn ihre Vergangenheit hinter sich lassen will. Bis dieser dort verschwindet. Together – Unzertrennlich wiederum folgte einem Paar, welches die Großstadt hinter sich lässt und in einer Höhle eigenartige Erfahrungen macht. Mit Imposters folgt nun ein Film, der ebenfalls mit einem solchen Szenario arbeitet. An bekannten Elementen wird dann auch nicht gespart. Tatsächlich klingt die Inhaltsangabe des Mystery-Thrillers wie eine Mischung aus den beiden oberen Werken.

Der Film fackelt auch nicht lange, um eine entsprechende Atmosphäre und seine Themen zu etablieren. Dass bei dem Paar etwas nicht in Ordnung ist, macht Imposters unmissverständlich klar: Wir sehen Paul mit seiner Geliebten, noch bevor wir Marie treffen – und wissen, dass die Frau an seiner Seite gar nicht seine ist. Der Ort wiederum wird durch Gerüchte eingeführt, laut denen Menschen verschwunden sind. Und dann ist da noch der obligatorische Prolog, bei dem ein Junge eine traumatische Erfahrung macht und wo es irgendwie um „falsche“ Leute geht. Das Publikum weiß also, dass da irgendetwas Seltsames vor sich geht. Es weiß nur nicht, was es ist. Der Film gibt sich betont mysteriös, will die Zuschauer und Zuschauerinnen auf diese Weise packen.

Unterhaltsam und stark gespielt

Die Auflösung kommt dabei relativ früh. Und es ist auch nicht so, als wäre diese die ganz große Überraschung. Zwar bewegt sich die Geschichte in eine etwas andere Richtung, als man das anfangs noch glauben wird. Es ist aber auch nicht so, als würde Imposters da das Rad neu erfinden. Vielmehr geht die Arbeit mit Versatzstücken weiter, wie man sie bei anderen findet. Das bedeutet aber nicht, dass Regisseur und Drehbuchautor Caleb Phillips nichts zu erzählen hat. Tatsächlich baut er sogar eine ganze Reihe von interessanten Gedanken und den einen oder anderen Denkanstoß ein. Beispielsweise geht es dann um Schicksal oder die Frage, wie sehr wir durch unsere Erfahrungen geprägt werden. Verbunden wird das mit dem Spiel eines Was-wäre-wenn-Szenarios.

Das wird nicht alles so weit getrieben, wie es möglich gewesen wäre. Und auch wenn der Film nah bei den Menschen bleibt und sehr darum bemüht ist, Identifikationsfläche zu schaffen, ist das Verhalten der Figuren nicht immer nachvollziehbar. Dafür ist der Mysterythriller, der beim South by Southwest Festival 2026 Weltpremiere hatte, sehr unterhaltsam geworden. Gerade zum Ende hin, wenn die Ereignisse völlig aus dem Ruder laufen und die Charaktere jede Hemmung verlieren, wird Imposters zum Publikumsliebling. Dabei kann sich Philipps auf seine sehr gute Besetzung verlassen. Jessica Rothe (Happy Deathday) und Charlie Barnett (Matrjoschka) tragen als Paar, bei dem nie ganz klar ist, ob es nun füreinander bestimmt ist oder nicht, mühelos den Film, schaffen dabei zahlreiche Ambivalenzen, die ihre Figuren so menschlich machen. Hier verhält sich niemand heldenhaft, sie wollen alle nur irgendwie das Beste aus einer furchtbaren Situation machen – selbst wenn das nicht besonders gut ist.

Credits

OT: „Imposters“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Caleb Phillips
Drehbuch: Caleb Phillips
Musik: Alex Winkler
Kamera: Allie Schultz
Besetzung: Jessica Rothe, Charlie Barnett, Yul Vazquez, Bates Wilder, Thomas Parobek, Luisina Quarleri

Bilder

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Imposters
fazit
In „Imposters“ verschwindet ein Junge spurlos, dessen Eltern suchen ihn in einer mysteriösen Höhle. Der Thriller gibt sich betont geheimnisvoll und verbindet dabei eine Reihe bewährter Elemente. Das klappt inhaltlich nicht alles, ist aber unterhaltsam, hat einige gute Ideen und ein starkes Schauspielduo.
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