Phillips inszeniert tolles Popcornkino und weckt wohl nostalgische Gefühle bei in die Jahre gekommene Männer, macht allerdings keine Anstalten auch darauf hinzuweisen dass man keine Las Vegas-Tour im Drogenrausch braucht um Spaß zu haben bzw. den oftmals tristen Alltag vergessen zu machen.
Cage dominiert vollkommen das Leinwandgeschehen, seine bucklige Figur die man als rasante Zeitbombe auf Koks umschreiben könnte, kauft man ihm in jeder Sekunde ab.
„Männer die auf Ziegen starren“ ist ein durchaus interessantes Werk, das allerdings ein wenig daran krankt dass (aktuelle) politische Debatten zwar angerissen, dann aber nur halbherzig behandelt werden.
Ein massentaugliches Werk ohne viele Kanten und Ecken ja, aber nach langem wieder mal ein Scorsesefilm der es absolut Wert ist auf der großen Leinwand zu sehen (was nicht bedeutet dass dies bildtechnisch gesehen bei „Aviator“ nicht so war).