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© ZDF/Brendan Uffelmann

Merz gegen Merz: Entscheidungen

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„Merz gegen Merz: Entscheidungen“ // Deutschland-Start: 20. August 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Viele Jahre waren Maria (Claudia Rieschel) und Ludwig Reichert (Michael Wittenborn) miteinander verheiratet. Doch jetzt steht eine große Änderung an: Maria ist anderweitig vergeben, ist mit Silvia (Alexandra von Schwerin) liiert. Mehr noch, die beiden wollen sich ganz groß verloben, was nicht nur Ludwig, sondern auch Tochter Anne (Annette Frier) irritiert. Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, droht auch anderweitig Stress. So müssen sich Anne und ihr Ex-Mann Erik (Christoph Maria Herbst) mit der Ehekrise ihres Sohns Leon (Philip Noah Schwarz) herumplagen, der einfach nicht erwachsen wird. Und als es eigentlich nicht schlimmer werden kann, verschwindet Ludwig auch noch …

Dieselben Probleme wie immer

Merz gegen Merz und kein Ende. Ursprünglich als Serie gestartet, brachte es die Komödie um ein Ehepaar, das nach und nach auseinandergeht, auf immerhin drei Staffeln. Eigentlich hätte damit die Geschichte auserzählt sein können. Stattdessen machte das ZDF anschließend in Filmform weiter. Bei Hochzeiten wurde über die Hochzeit des Sohns gestritten, Geheimnisse handelte von Geldproblemen und unerwartetem Familienzuwachs. Zuletzt war in Geständnisse die Verleihung eines Preises der Anlass für noch mehr Chaos. Mit Entscheidungen steht nun schon der nächste Film an, nur wenige Monate nach dem letzten. Es ist der damit vierte der Reihe, man ist also quasi wieder zum seriellen Erzählen des Anfangs zurückgekehrt.

Das ist prinzipiell nicht verwerflich, solange man genug zu erzählen hat. Inzwischen darf man daran aber seine Zweifel haben. Schon bei den letzten Teilen hatte man das Gefühl, dass die Reihe auf der Stelle tritt. Zwar gab es jedes Mal einen neuen Anlass, weshalb sich die Figuren in die Haare kriegen. Die Konflikte selbst liefen aber nach denselben Mustern ab, da kam nichts Neues mehr hinzu. Und das ist bei Merz gegen Merz: Entscheidungen nicht anders. Ob jetzt der unreife Sohnemann mit der Ehe überfordert ist, Jonas (Nikolaus Benda) voranprescht und von Anne ausgebremst wird oder es zu Eifersüchteleien kommt, das kennt man alles schon. Da fehlt eine Entwicklung, fehlen neue Themen und Impulse. Dass diesmal eine Verlobung dran ist, nachdem wir schon einmal eine Hochzeit auf dem Programm hatten, macht die Sache nicht besser.

Verschenktes Potenzial

Das heißt nicht, dass da gar nichts Neues dabei ist. Beispielsweise geht es irgendwann auch um das Thema Sterbehilfe. Der Film nimmt sich aber nicht die Zeit, um das auch wirklich auszuarbeiten. Da wird schnell ein Haken drunter gemacht. Außerdem ist da noch die Sache, dass Maria jetzt eine Frau liebt, nachdem sie jahrzehntelang mit einem Mann zusammen war. Aber auch daraus macht Merz gegen Merz: Entscheidungen zu wenig. Es ist ein irgendwie beliebiges Detail, das am Ende auch gar keine große Rolle spielt. Man hat überhaupt nicht die Gelegenheit, sich damit zu befassen, weil es stattdessen um Thunfisch geht. Oder eben die Streitigkeiten der anderen aus der Familie.

Das ist schade, weil zwischendurch immer wieder das Potenzial dieser Reihe durchschimmert. So gelang es Serienschöpfer und Autor Ralf Husmann immer wieder, Realismus und Humor mit zu verbinden. Die Figuren waren mitunter sehr schrullig, hatten viele Macken. Aber dahinter fand sich viel Alltägliches und Identifikationsfläche, man konnte doch immer mitfühlen und sich darin selbst sehen. Und auch das Ensemble war immer ein Grund, sich das einmal anzuschauen. Es machte einfach Spaß, Zeit mit ihnen zu verbringen. Bei Merz gegen Merz: Entscheidungen ist da aber die Luft raus. Die Freude ist nach und nach der Langeweile gewichen. Schlecht ist der Film zwar nicht, man kann schon den Abend damit verbringen. Aber vielleicht wäre hier dann doch mal eine Trennung angesagt, zumindest, bis man sich wieder etwas zu sagen hat.

Credits

OT: „Merz gegen Merz: Entscheidungen“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Felix Stienz
Drehbuch: Annekathrin Lang, Ralf Husmann
Kamera: Brendan Uffelmann
Besetzung: Annette Frier, Christoph Maria Herbst, Claudia Rieschel, Michael Wittenborn, Carmen-Maja Antoni, Bernd Stegemann, Philip Noah Schwarz, Süheyla Ünlü, Nikolaus Benda, Alexandra von Schwerin

Bilder

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Merz gegen Merz: Entscheidungen
fazit
In „Merz gegen Merz: Entscheidungen“ wird die chaotische Patchwork-Familie durch eine Verlobung an ihre Grenzen geführt. Grundsätzlich ist das hier zwar alles bewährt. Aber man hat einfach nichts Neues mehr zu sagen, es findet keine Entwicklung statt. Die interessanten Aspekte werden kaum genutzt.
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