Verloren in der Wildnis Lost on a Mountain in Maine Tv Fernsehen ONE Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
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Verloren in der Wildnis

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„Verloren in der Wildnis“ // Deutschland-Start: 14. Februar 2025 (DVD)

Inhalt / Kritik

Donald Fendler (Paul Sparks) muss arbeiten, mal wieder. Das bedeutet auch, dass der zweiwöchige Angelausflug ins Wasser fällt, den er seiner Familie versprochen hat. Das stößt vor allem seinem Sohn Donn (Luke David Blumm) sauer auf. Als Wiedergutmachung soll es zwar eine Wanderung durch die Berge geben. Doch die Enttäuschung ist groß. Als beim Aufstieg ein Unwetter herauszieht und der Ausflug ein vorzeitiges Ende nehmen soll, weigert sich der verärgerte Donn dann auch zurückzugehen. Und so geht es für ihn und seinen Bruder Ryan (Griffin Wallace Henke) weiter, zusammen mit einem Führer, während Donald und der jüngste Sohn Tommy (Mason Cufar) umkehren. Das stellt sich bald als Fehler heraus, denn während des Aufstiegs verschwindet Donn spurlos …

Abenteuerdrama nach einer wahren Geschichte

Geschichten über Menschen, die allen Wahrscheinlichkeiten trotzen und am Ende das Unmögliche schaffen, erfreuen sich immer wieder größerer Beliebtheit. Sie werden auch gern zur Inspiration herangezogen. Eine solche Geschichte ist die von Donn Fendler, der im Jahr 1939 im Alter von gerade einmal zwölf Jahren während eines Familienausflugs in die Berge spurlos verschwand und erst Tage später wieder auftauchte. Die Suche nach ihm war sehr groß angelegt, schaffte es landesweit in die US-amerikanischen Nachrichten. 1978 schilderte Fendler diese existenzielle Erfahrung in dem Sachbuch Lost on a Mountain in Maine. 2024 schließlich wurde dieses unter demselben Titel verfilmt, denn auch wenn seit dem Vorfall viele Jahrzehnte vergangen waren, die Geschichte von Verloren in der Wildnis ist nicht minder eindrucksvoll.

Der Film setzt dabei recht kurz vor dem Ausflug an und konzentriert sich in den ersten Minuten auf das schwierige Verhältnis zwischen dem Vater und seinen Söhnen. Dass Ersterer immer wieder der Arbeit wegen die anderen vernachlässigt, wird schnell klar. Der Frust sitzt tief beim Nachwuchs, zumal dieser das Gefühl hat, um die Aufmerksamkeit und die Akzeptanz des Oberhaupts kämpfen zu müssen. Für den Survival-Part von Verloren in der Wildnis ist diese Einführung zwar an und für sich irrelevant. Es ist nicht so, als hätte der familiäre Hintergrund große Auswirkungen auf das, was Donn unterwegs geschieht. Viel weitergegeben hat der Vater auch nicht, lediglich ein Männlichkeitsbild, welches aus heutiger Sicht etwas fragwürdig ist.

Viel Pathos, wenig Spannung

Und doch ist die Einführung durchaus sinnvoll, zumindest im Rahmen des Konzepts. So zeigt der Film zwar, wie sich der Junge durch die Wildnis schlägt, mit Nahrungsmangel, Temperaturen und anderen Hindernissen zu kämpfen hat. Verloren in der Wildnis will aber weniger ein Survivalthriller sein. Vielmehr ist es das Verhältnis zwischen den Figuren, das im Mittelpunkt steht. So müssen sowohl der Vater wie auch der Sohn erkennen, was sie aneinander haben und welche Fehler sie gemacht haben. Die beschwerliche äußerliche Reise geht also mit einer inneren einher. Ein Publikum, das in erster Linie ein spannendes Abenteuer sehen möchte, könnte sich daran stören. Da haben das Artwork und die Inhaltsangabe doch etwas anderes versprochen, als man am Ende bekommt.

Hinzu kommen andere Faktoren, die einem das Sehvergnügen etwas verleiden. Eine Fehlentscheidung ist beispielsweise, den Spielfilm immer wieder durch Interviews zu unterbrechen, die mit den realen Familienmitgliedern geführt wurden. Auf der einen Seite ist es zwar schon interessant, diese auch mal zu sehen. Da die Aufnahmen aber Jahrzehnte nach dem Vorfall entstanden sind, sind die interviewten Menschen deutlich älter als die fiktionalen Fassungen. Außerdem reißt es einen ebenso aus dem Geschehen wie die diversen Halluzinationen. Dass Verloren in der Wildnis zum Ende hin auch noch stark zum Pathos neigt, trübt den Eindruck weiter. Klar, da finden sich wunderbare Landschaftsaufnahmen, die für Stimmung sorgen. Schauspielerisch passt das auch. Am Ende ist das aber weder so emotional noch so spannend, wie es zu wünschen gewesen wäre, mehr als Mittelmaß ist das Ganze nicht.

Credits

OT: „Lost on a Mountain in Maine“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Andrew Boodhoo Kightlinger
Drehbuch: Luke Paradise
Musik: Garth Stevenson
Kamera: Idan Menin
Besetzung: Luke David Blumm, Paul Sparks, Caitlin FitzGerald, Griffin Wallace Henkel

Bilder

Trailer

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Verloren in der Wildnis
fazit
Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt „Verloren in der Wildnis“, wie ein 12-jähriger Junge während eines Familienausflugs in die Berge verlorengeht. Das klingt nach einem spannenden Survivalthriller. Stattdessen liegt der Fokus auf dem Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Das ist schön bebildert, aber nicht sehr spannend. Störend sind zudem die Interviewszenen sowie der Hang zum Pathos.
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