Marsupilami
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Marsupilami

Marsupilami
„Marsupilami“ // Deutschland-Start: 20. August 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Es läuft nicht so wirklich bei David Ticoule (Philippe Lacheau). Nicht nur, dass er sich dauernd mit seiner Ex Tess (Élodie Fontan) streitet, auch im Hinblick auf die Erziehung des gemeinsamen Sohns Léo (Corentin Guillot). Beruflich hat der Zooangestellte ebenso Stress. Denn nach einem unglücklichen Zwischenfall droht ihm sein Chef Jeffrey Malone (Jean Reno) damit, ihn an die Hyänen zu verfüttern. Alternativ soll er ein Paket mit geheimem Inhalt aus Südamerika abholen und nach Frankreich schmuggeln. David nimmt das Angebot gern an, zumal er die Reise seiner nichtsahnenden Familie als Urlaub verkaufen darf. Ebenfalls Teil der Truppe sind der Zoo-Hausmeister Stéphane Buisson (Julien Arruti) und der abgehalfterte frühere Popstar Ricky Salsa (Tarek Boudali). Doch das Unterfangen ist nicht so einfach wie gedacht, da andere hinter dem Inhalt her sind: ein Exemplar der seltenen Tiergattung Marsupilami …

Neuauflage der Kult-Comicfigur

Dass Geschmäcker unterschiedlich sind, sehen wir nicht nur in unserem eigenen Umfeld. Das zeigt sich auch regelmäßig, wenn große Filmhits aus dem Ausland bei uns starten und dabei untergehen. Selbst bei Importen aus Frankreich macht sich das bemerkbar, nicht jeder Erfolg bei unseren Nachbarn lässt sich bei uns wiederholen. Das demonstrieren etwa die Filme der Truppe La Bande à Fifi, die in Deutschland nie die Resonanz erhielten wie in der Heimat. Denn während die Komödien in der Grande Nation regelmäßig ein Millionenpublikum erreichen, kommen sie bei uns oft nicht einmal in die Kinos. Alibi.com 2, mit mehr als 4 Millionen Besucher und Besucherinnen einer der größten Hits von 2023, wurde bei uns nur digital veröffentlicht. Miau & Wau lief 2025 im Kino, wurde aber kaum beworben. Bei Marsupilami scheinen die Erwartungen aber größer zu sein, hier wurde zum deutschen Kinostart richtig was investiert.

Das dürfte zwei Gründe haben. Zum einen ist die Komödie mit mehr als 6 Millionen Besuchern und Besucherinnen aktuell der erfolgreichste Film des Jahres in Frankreich – noch vor den großen Hollywoodtiteln. Das lässt aufhorchen. Zum anderen basiert der Film, der Titel verrät es bereits, auf der unverwüstlichen Comicfigur von André Franquin (Gaston – Katastrophen am laufenden Band), die seit 1952 bei Erwachsenen wie Kindern für gute Unterhaltung sorgt. Mehrfach war Marsupilami seither auch in bewegter Form zu sehen, sei es in mehreren Animationsserien fürs Fernsehen oder dem Live-Action-Film Auf den Spuren des Marsupilami von 2012. Der neue Film ist keine direkte Fortsetzung, setzt also keine Vorkenntnisse voraus. Aber es gibt doch einen netten Anknüpfungspunkt: Jamel Debbouze ist in beiden Filmen als Führer Pablito Camaron zu sehen.

Überdrehte Klassenfahrt mit einer sympathischen Truppe

Humoristisch geht Regisseur, Co-Autor und Hauptdarsteller Philippe Lacheau aber einen eigenen Weg. Oder besser: Er geht mehrere Wege. So ist Marsupilami der erste Film des Franzosen, der eigentlich ein jüngeres Publikum ansprechen soll. Prinzipiell ist das bei ihm durchaus denkbar, da seine Komödien oft etwas Infantiles an sich haben. Anspruchsvoll waren die Filme dieser Truppe noch nie. Diesmal schwankt er jedoch etwas wild zwischen Witzen für Kinder und solchen für Erwachsene hin und her, dazu gibt es Anspielungen, die sowieso nicht alle verstehen werden. Die Balance stimmt da nicht immer. Außerdem trifft auch nicht jeder Gag bei diesem Dauerfeuer, da hätte man auf den einen oder anderen doch verzichten können.

Insgesamt ist die Comic-Adaption aber wieder ganz amüsant geworden. Schön ist dabei, dass die sympathische Chaos-Truppe hier wieder stärker als Team auftreten darf – etwas, das in den letzten Filmen von La Bande à Fifi zu kurz gekommen ist. Man merkt hier einfach, dass diese Leute eingespielt sind und seit vielen Jahren zusammen auftreten. Manchmal ist der Spaß, den sie beim Drehen hatten, sicher größer als der, den man beim Anschauen hat. Aber man lässt sich bei Marsupilami doch gern von der Energie anstecken, die diese überdrehte Klassenfahrt mit sich bringt. Ob hiermit der langerwartete Erfolg des französischen Freundeskreises doch noch kommt, bleibt abzuwarten. Auf jeden darf man sich freuen, dass das Ganze wirklich auf deutschen Leinwänden zu sehen ist.

Credits

OT: „Marsupilami“
Land: Frankreich
Jahr: 2026
Regie: Philippe Lacheau
Drehbuch: Philippe Lacheau, Pierre Dudan, Julien Arruti, Pierre Lacheau
Vorlage: André Franquin
Musik: Michaël Tordjman, Maxime Desprez
Kamera: Pierric Gantelmi D’ille
Besetzung: Philippe Lacheau, Jamel Debbouze, Tarek Boudali, Élodie Fontan, Julien Arruti, Alban Ivanov, Corentin Guillot, Reem Kherici, Jean Reno, Gérard Jugnot, Didier Bourdon

Bilder

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Marsupilami
fazit
Basierend auf dem Kultcomic erzählt „Marsupilami“, wie eine dysfunktionale Chaostruppe ein seltenes Tier aus Südamerika zu schmuggeln versucht. Nicht jeder Gag bei diesem infantilen Dauerfeuer trifft sein Ziel. Aber es ist doch unterhaltsam, dem eingespielten Team zuzusehen und sich von der Energie des Films anstecken zu lassen.
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