Das Ende der Sterne Dog Stars
© 20th Century Studios

Das Ende der Sterne

Das Ende der Sterne Dog Stars
„Das Ende der Sterne“ // Deutschland-Start: 27. August 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Einige Jahre sind vergangen, seitdem eine Pandemie einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Die wenigen, die überlebt haben, schlagen sich mühsam durch. Zu diesen zählen Hig (Jacob Elordi) und Bangley (Josh Brolin), die eine Zweckgemeinschaft gegründet haben und sich gemeinsam gegen Eindringlinge wehren. Das klappt mal mehr mal weniger. Doch Hig ist das nicht genug, er träumt davon, zur Grand Junction zu fliegen, wo sich andere Menschen zusammengetan und eine neue Gemeinschaft aufgebaut haben. Dabei lernt er eines Tages Cima (Margaret Qualley) kennen, die mit ihrem Vater (Guy Pearce) eine kleine Farm betreibt. Doch das Misstrauen ist groß, denn jede Begegnung mit einem anderen Menschen könnte die letzte sein …

Der übliche Überlebenskampf

Rente mit Ende 60? Das ist für Ridley Scott offensichtlich keine Option gewesen. Der englische Regisseur mag inzwischen auf die 90 zugehen, dreht aber nach wie vor fleißig neue Filme. Und er hat dabei seine Lust am großen Spektakel offensichtlich nicht verloren. Ob er nun in Napoleon (2023) dem französischen General und Kaiser ein Denkmal setzte oder mit Gladiator II (2024) einen seiner größten Hits fortsetzte, mit Schauwerten darf man immer rechnen. Diese gibt es auch in Das Ende der Sterne, dem neuesten Werk des Filmemachers nichts zu knapp. Sie fallen jedoch anders aus, als man das eventuell im Vorfeld erwartet hatte. Und sie sind dieses Mal nicht genug, um die Schwächen auszugleichen, die diesen Film plagen und am Ende auch zu einer Enttäuschung machen.

Dabei hätte die Geschichte durchaus Potenzial gehabt. Ob man nur wenige Jahre nach der Covid-Pandemie unbedingt einen Film braucht, bei dem ein Großteil der Menschheit durch eben eine Pandemie ausgelöscht wurde, sei mal dahingestellt. Doch die Vorlage ist bereits einige Jahre älter: Der Roman The Dog Stars von Peter Heller ist bereits 2012 erschienen, hat also nichts mit den späteren Ereignissen zu tun. Das Ende der Sterne interessiert sich aber auch nicht sonderlich für die Pandemie an sich. Vielmehr geht es um die Frage, wie die Menschheit eigentlich nach einem solchen Ereignis weitermachen soll. Antwort: so wie immer. Zumindest im Kontext solcher postapokalyptischen Filme ist hier nur sehr wenig zu holen, was man nicht schon woanders gesehen hat. Mal wieder bedeutet der Verlust der uns umgebenden Zivilisation, dass Menschen in archaische Muster zurückfallen. Heißt: jeder gegen jeden.

Grandios bebilderte Zeitverschwendung

Das ist sicherlich nicht falsch. Schon die deutlich harmlosere Covid-Pandemie hat gezeigt, dass Menschen im Zweifel doch oft nur an sich selbst denken. Wenn sie aber wie in Das Ende der Sterne in Windeseile zu Barbaren degenerieren, mehr Tier als Mensch sind, wird es schon ziemlich albern. Den Vogel schießt Scott aber ab, als er später dem Traum seines Protagonisten nachjagt und dieser sich als grotesker Albtraum entpuppt. An der Stelle wurde der Roman auch umgeschrieben. Und das merkt man. Schon die vorangegangenen Actionszenen sind ziemliche Fremdkörper in einem Film, der eigentlich die Ruhe und Melancholie sucht. In dem besagten Abschnitt bricht das Werk dann völlig auseinander, das passt von der Tonalität her nicht mehr zusammen – und ergibt inhaltlich sowieso keinen Sinn.

Interessanter sind da die stillen Momente, wenn es um Trauer geht oder die Frage, wie man in einer solchen Welt nicht seine Menschlichkeit verliert. Zu dem Zweck werden auch die anderen Figuren eingeführt, die alle auf ihre Weise mit der Situation umgehen. Tatsächlich in die Tiefe geht Das Ende der Sterne dabei aber nicht. Tatsächlich kommt der Film über Belanglosigkeiten fast nie hinaus, weshalb das immer mal wieder auch einfach langweilig ist, was Scott zu erzählen hat. Wofür genau es diese generische Endzeitvision gebraucht hat, wird nie klar. Immerhin: Die Optik ist grandios. Das in Italien gedrehte Abenteuerdrama liefert überwältigende Landschaftsaufnahmen. Die alten Gebäude, die inzwischen von der Natur vereinnahmt wurden, können sich ebenfalls sehen lassen. Zusammen mit dem prominenten Ensemble ist da also schon etwas, wofür man sich das anschauen kann. Und doch bleibt am Ende das Gefühl, seine Zeit verschwendet zu haben.

Credits

OT: „The Dog Stars“
Land: UK, USA
Jahr: 2026
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Mark L. Smith
Vorlage: Peter Heller
Musik: Harry Gregson-Williams
Kamera: Erik Messerschmidt
Besetzung: Jacob Elordi, Josh Brolin, Margaret Qualley, Guy Pearce

Bilder

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Das Ende der Sterne
fazit
„Das Ende der Sterne“ spielt in einer postapokalyptischen Welt, in der ein Großteil der Menschheit durch eine Pandemie getötet wurde. Die Romanadaption kombiniert ruhige Passagen mit Actionszenen, die immer wie Fremdkörper wirken. Zu sagen hat sie auch nicht viel, das meiste ist generisch. Da können dann selbst die grandiosen Landschaftsaufnahmen nicht mehr viel reißen.
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