Fame Der Weg zum Ruhm
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Fame – Der Weg zum Ruhm

Fame Der Weg zum Ruhm
„Fame – Der Weg zum Ruhm“ // Deutschland-Start: 13. November 1980 (Kino) // 18. September 2003 (DVD)

Inhalt / Kritik

Wer es an die New Yorker High School of Performing Arts geschafft hat, kann sich etwas einbilden. Schließlich sind die Plätze an der renommierten Hochschule sehr begehrt, nur wenige schaffen jedes Jahr die Aufnahmeprüfung. Jetzt ist es wieder so weit, mit Doris (Maureen Teefy), Leroy (Gene Anthony Ray), Montgomery (Paul McCrane) und Ralph (Barry Miller) sind weitere ambitionierte junge Menschen dort angekommen, um sich in den Fächern Musik, Tanz oder Schauspiel zu beweisen. Das Casting ist nervenaufreibend. Und auch im Anschluss stoßen die Studierenden immer wieder an ihre Grenzen, sei es im Unterricht oder beim Umgang miteinander. Doch mit der Zeit finden sie sich zurecht und fühlen sich auch in ihrer eigenen Haut wohler …

Auftakt einer Dauerveranstaltung

Nachdem in den 1970ern die ersten Disco-Filme das Lebensgefühl der damaligen Jugendlichen einfingen, allen voran Saturday Night Fever (1977), waren es gerade die 1980er, die einige große Klassiker des Tanzfilms hervorbrachten. Ob Flashdance (1983), Footloose  (1984) oder Dirty Dancing (1987), da waren einige richtige Hits dabei, die die jeweiligen Darstellenden zu Stars machten und oft auch in den Musikcharts richtig einschlugen. Und das gilt eben auch für Fame – Der Weg zum Ruhm. Das Titellied erhielt einen Oscar und schaffte es weltweit an die Spitze. Beeindruckend ist aber auch, welche Nachwirkungen der Film von 1980 hatte. So gab es eine Serie, die es auf sechs Staffeln und 136 Folgen brachte. Später folgten ein Bühnenmusical sowie ein Film-Remake, das 2009 zwar auch recht ertragreich war, inzwischen aber etwas in Vergessenheit geraten ist.

Dabei unterscheidet sich der Film in mehrfacher Hinsicht von den obigen. So gibt es hier keine vergleichbaren Hauptfiguren wie in den genannten Werken. Neben den eingangs genannten Studierenden lernen wir unter anderem die Sängerin Coco Hernandez (Irene Cara) und den Musiker Bruno Martelli (Lee Curreri) kennen. Diese Figuren laufen sich natürlich schon über den Weg, schließlich studieren sie alle an derselben Institution. Die Geschichten sind prinzipiell aber unabhängig voneinander, wenn wir den Leuten über Jahre hinweg folgen und sehen, wie sie sich weiterentwickeln. Einen roten Faden gibt es auf diese Weise natürlich nicht. Die Geschichte ist fragmentarischer, verfolgt kein Ziel. So wie das Leben kein wirkliches Ziel ist und man unterwegs einfach versucht, das Beste herauszuholen, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

Noch immer sehenswert

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist, dass es hier auch nicht nur um das Tanzen geht. Da an der High School mehrere darstellende Künste unterrichtet werden – Musik, Tanz und Schauspiel –, wird auch ständig zwischen den einzelnen Darstellungsformen gewechselt. Das sorgt dann für viel Abwechslung, man ist hier immer irgendwie beschäftigt. Die einzelnen Sequenzen können sich dann auch sehen und hören lassen, selbst wenn keine von ihnen so ikonisch ist wie die, die man aus anderen Filmen kennt. Es macht Spaß, bei den Proben und Auftritten dabei zu sein, wenn Alltag und Kunst fließend ineinander übergehen. Fame – Der Weg zum Ruhm ist in der Hinsicht auch harmonischer als die meisten Musicals, wo es schlicht keinen Grund gibt, dass all diese Leute anfangen zu singen.

Auch mehr als vier Jahrzehnte später lohnt es sich daher, hier einmal vorbeizuschauen und den angehenden Kunstschaffenden Gesellschaft zu leisten. Man muss sich nur eben darauf einstellen, dass das hier aufgrund der anderen Erzählweise vieles nicht wirklich vertieft wird. Es fehlen auch größere Themen, die über das Einzelschicksal hinausgehen. Dann und wann werden zwar schon solche angeschnitten, das Potenzial wäre da gewesen. Aber das wird dann nicht wirklich verfolgt, weil der impressionistische Blick gleich weiter muss. Fame – Der Weg zum Ruhm entwickelt auch nicht die emotionale Wucht der Konkurrenz. Wer darauf verzichten kann, ist hier aber an einer guten Adresse.

Credits

OT: „Fame“
Land: USA
Jahr: 1980
Regie: Alan Parker
Drehbuch: Christopher Gore
Musik: Michael Gore
Kamera: Michael Seresin
Besetzung: Irene Cara, Lee Curreri, Laura Dean, Antonia Franceschi, Eddie Barth, Boyd Gaines, Maureen Teefy, Gene Anthony Ray, Paul McCrane, Barry Miller

Bilder

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Fame – Der Weg zum Ruhm
fazit
„Fame – Der Weg zum Ruhm“ spielt an einer Hochschule für darstellende Künste und stellt die unterschiedlichsten jungen Menschen vor. Das ist abwechslungsreicher als bei anderen Filmen, die einzelnen Szenen sind hörens- und sehenswert. Der Film wechselt aber zwischen vielen Themen und Figuren, weshalb weniger am Ende hängenbleibt.
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