Evil Dead Burn
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Evil Dead Burn

Evil Dead Burn
„Evil Dead Burn“ // Deutschland-Start: 9. Juli 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Schon seit Längerem funktioniert die Ehe von Will (George Pullar) und Alice (Souheila Yacoub) nicht mehr wirklich, ständig kommt es zwischen den beiden zu Streitereien. Als Will nach einer besonders heftigen Auseinandersetzung alkoholisiert davonrauscht, verunglückt er tödlich. Nach der Beerdigung kommen Alice, ihre Schwiegereltern Susan (Tandi Wright) und Edgar (Erroll Shand), Wills Bruder Joseph (Hunter Doohan) mit seiner Freundin Thya (Luciane Buchanan) sowie Susans Mutter Polly (Maude Davey) noch einmal in dem alten Familienhaus zusammen. Auch dort lassen die Konflikte nicht lang auf sich warten, zu viel brodelt da unter der Oberfläche. Was die Hinterbliebenen nicht ahnen: Der Tod von Will war kein bloßer Unfall. Und das Böse hat die Familie bis in das Haus verfolgt …

Sechster Teil der Kult-Horror-Reihe

1981 mit Tanz der Teufel gestartet, ist die Reihe Evil Dead inzwischen ein fester Bestandteil des Horrorgenres. Manchmal heißt es nur etwas länger warten, da können schon Jahre zwischen den einzelnen Filmen vergehen. So mussten sich Fans ganze zehn Jahre gedulden, bevor 2023 Evil Dead Rise erschienen ist. Dieses Mal ging es hingegen richtig fix, zumal parallel gleich zwei neue Teile gedroht werden. So ist für April 2028 Evil Dead Wrath von Francis Galluppi (The Last Stop in Yuma County) angekündigt, welches ein Prequel zu dem ersten Film sein soll. Zuvor steht aber erst einmal Evil Dead Burn von Sébastien Vaniček an, der mit seinem Debütfilm Spiders – Ihr Biss ist der Tod viel Aufmerksamkeit erhielt.

Vorkenntnisse braucht es für diesen nicht. Zwar greift der sechste Teil auf bekannte Elemente zurück, wenn mal wieder Bücher böse Mächte heraufbeschwören. Und wer noch keinen dieser Filme gesehen hat, könnte etwas verwirrt sein, was es genau mit diesen besessenen Leuten auf sich hat. Das grundsätzliche Prinzip von Evil Dead Burn ist aber schnell verstanden. Eine Familie wird von dämonischen Wesen heimgesucht, die nach und nach von anderen Besitz ergreifen, aber auch Objekte manipulieren können. Zumindest tun sie das in einem längeren Prolog, der inhaltlich ohne Bezug zur Haupthandlung ist, aber schon einmal aufzeigt, in welche Richtung das alles gehen. Es wird gemein, es wird brutal. Und es wird sehr düster, wenn eine Familie immer weiter auseinanderbricht und der Blick in die Abgründe erfolgt.

Brutal, aber etwas zäh

Vaniček setzt dabei visuell auf eine Mischung aus Grau und Grau. Dann und wann ist auch mal eine andere Farbe zu sehen. Im Vergleich zu früheren Teilen der Reihe ist das aber schon recht trüb geworden. Möglich, dass dies auch deshalb so umgesetzt wurde, damit das zu der Familiengeschichte passt. Denn eigentlich kann hier niemand mit niemandem. Die Ehe war kaputt, das Verhältnis unter den Geschwistern nicht besonders, das zwischen Eltern und Kindern auch nicht. Und dann ist da noch die demente Großmutter. Das ist grundsätzlich zwar in Ordnung, aber nicht wirklich aufregend. An manchen Stellen wird in Evil Dead Burn Gift gespuckt und es darf etwas intensiver werden. Aber es gibt auch Szenen, in denen die Streitigkeiten eher langweilen. Damit zusammen hängt ein anderes Problem: Der Film ist deutlich zu lang, gerade die zweite Hälfte zieht sich.

In Erinnerung bleiben dafür die Gewaltszenen. Schon der besagte Prolog ist nicht gerade zurückhaltend, einige Sachen tun schon beim bloßen Zusehen weh. Später kennt man dann überhaupt kein Halten, da wird dann so ziemlich alles als Waffe missbraucht, was sich in dem Haus finden lässt. Dass das alles übertrieben ist, ist klar. Sinn ergibt Evil Dead Burn keinen. Das ist manchmal schwer erträglich, manchmal aber auch anstrengend. Dass die Besessenen eigentlich unkaputtbar sind, dann auf einmal doch verletzt werden können, ist ebenso willkürlich wie das Verhalten der Figuren. Da war Spiders doch der gelungenere Film, nahm einen auch mehr für die Charaktere ein. Unterhaltsam ist das Ergebnis schon, Fans brutaler Horrorfilme kommen auf ihre Kosten. Ein bisschen mehr hätte man von diesem auch überraschend humorbefreiten Genrebeitrag aber schon erwarten dürfen.

Credits

OT: „Evil Dead Burn“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Sébastien Vaniček
Drehbuch: Sébastien Vaniček, Florent Bernard
Musik: Xavier Caux, Douglas Cavanna, Double Danger
Kamera: Philip Lozano
Besetzung: Souheila Yacoub, Tandi Wright, Hunter Doohan, Luciane Buchanan, Erroll Shand, Maude Davey

Bilder

Trailer

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Evil Dead Burn
fazit
In „Evil Dead Burn“ wird eine dysfunktionale Familie nach einem Todesfall von dämonischen Wesen heimgesucht. Die Gewalt ist drastisch, dazu gibt es persönliche Abgründe. Und doch hätte man von diesem überraschend humorbefreiten und viel zu langen Genrebeitrag mehr erwarten dürfen.
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