
Eigentlich wollte Polizist Jake (William Moseley) ja nur schön Urlaub in Thailand machen, zusammen mit seiner Frau Prang (Urassaya Sperbund) und ihrer jungen Tochter Loo (Akeira Hadden). Doch der Traum wandelt sich in einen Albtraum, als es in einem Einkaufszentrum zu einer Schießerei kommt. Jake versucht, den Schützen Mek (Michele Morrone) aufzuhalten, bei einer Explosion kommen jedoch beide ums Leben. Daraufhin kommt er in einer Zwischenwelt wieder zu sich, gefangen zwischen Leben und Tod. Dort trifft er auf den jungen Mönch Chan (Alexander Lee), der ihm verrät, dass sein Tod kein Zufall war. Vielmehr soll hierdurch das Tor zur Hölle geöffnet werden – und nur Jake kann dies jetzt noch aufhalten. Während die beiden der Apokalypse entgegentreten, wird die Welt der Lebenden von Dämonen überrannt …
Adaption eines Horror-Videospiels
Wenn Videospiele erfolgreich sind, bietet sich oft an, über eine Verfilmung zumindest einmal nachzudenken. Gerade bei Horror- oder Mysterygames bietet sich das oft an, da diese ja auch von der Atmosphäre leben. Und eine solche lässt sich prinzipiell gut innerhalb eines Films rekonstruieren. Ein Selbstläufer ist das aber nicht. Zwar gibt es gelungene Beispiele, darunter Exit 8 über mehrere Menschen, die einer nicht enden wollenden U-Bahn-Station gefangen sind. Five Nights at Freddy’s 2 und Return to Silent Hill zeigten aber auf eine eindrucksvolle Weise, dass ein spannendes Spiel nicht zwangsläufig einen spannenden Film ergibt. Und auch Home Sweet Home: Rebirth ist ein Beispiel dafür, dass man manche Vorlagen vielleicht doch lieber in Ruhe lassen sollte.
Hier ist diese das thailändische Survival-Horror-Spiel Home Sweet Home aus dem Jahr 2017. Wobei Film und Spiel eigentlich nur den Titel und das Genre gemeinsam haben. So geht es im First-Person-Original darum, sich vor Geistern zu verstecken, was mit jeder Menge thailändischer Folklore verbunden war. Home Sweet Home: Rebirth setzt vielmehr auf knallharte Action. Und auch wenn der Film ebenfalls in dem fernöstlichen Land spielt, merkt man ihm das so nicht an. Hier kämpft ein britischer Schauspieler gegen einen italienischen. Man hätte sicherlich auch heimische Schauspieler für diese Rollen finden können. Nur wäre es dann schwieriger geworden, einen internationalen Markt bedienen zu können. Zumindest scheint man darauf gehofft zu haben, dass weltweit genug Leute zuschauen, damit ein zweiter Teil möglich ist, der zum Ende hin angeteasert wird.
Generisch und ohne Konzept
Wenn dieser so ausfallen sollte wie der Erstling, kann man darauf aber getrost verzichten. Nicht nur, dass von der Atmosphäre des Videospiels nichts geblieben ist. Man fand nichts Interessantes, um diese zu ersetzen. So ist die Geschichte an sich kaum erwähnenswert. Sofern man überhaupt von einer Geschichte sprechen mag. Bei Home Sweet Home: Rebirth wurde ohne richtiges Konzept alles Mögliche zusammengeworfen, von denen das meiste auch noch generisch ist. Ob es nun das Besetzen von Menschen geht oder das Öffnen von Höllenportalen, indem das Blut unschuldiger Ausgewählter in einem Ritual vergossen wird – das hat man alles schon gesehen. Und in besser.
Anstatt sich darum zu kümmern, spannendere Elemente zu überlegen oder diese auch miteinander zu verbinden, gibt es dann eben Action. Und die ist ebenfalls nicht gut, ein wirres Herumgefuchtel vor billigen Kulissen, bei dem dann oft auch der Rechner angeworfen wurde. Zugutehalten muss man dem Film, dass eigentlich ständig etwas los ist, mit einer Laufzeit von rund anderthalb Stunden ist der Kampf überraschend schnell vorbei. Richtig viel Zeit zum Langweilen bleibt da nicht. Reicht das als Argument, sich den Film anzuschauen? Eher nicht. Home Sweet Home: Rebirth ist ein hektischer Mix aus Action, Fantasy und Horror, der eine nie so wirklich mitreißt, aber auch nicht trashig genug ist, um auf diese Wise Spaß zu haben.
OT: „Home Sweet Home: Rebirth“
Land: Thailand
Jahr: 2024
Regie: Alexander Kiesl, Steffen Hacker
Drehbuch: Alexander Kiesl, Steffen Hacker
Musik: Tao Liu
Kamera: Maher Maleh
Besetzung: Michele Morrone, William Moseley, Urassaya Sperbund, Alexander Lee, Akeira Hadden
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