Minions & Monsters
© Universal Pictures
Minions & Monsters
„Minions & Monster“ // Deutschland-Start: 1. Juli 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Die Minions haben einen großen Traum! Sie möchten einen richtig bösen Meister finden, dem sie dienen und damit für Unheil sorgen können. Optionen haben sie dabei genug, auf ihrer Suche treffen sie die unterschiedlichsten Schurken und Bösewichter. Doch das Glück ist ihnen nicht hold, woran vor allem James und Henry ihre Schuld haben, die immer wieder für Chaos sorgen – und ungewollt das eine oder andere Ableben auf dem Gewissen. Als mal wieder alles drunter und drüber geht bei ihnen, landen sie per Zufall in Hollywood, wo sie einen Filmdreh empfindlich stören. Anstatt aber wie sonst auch wieder davonziehen und etwas Neues suchen zu müssen, werden sie zu Stars in der Traumfabrik. James träumt aber von mehr und will sogar seinen eigenen Film drehen – mit monströsen Folgen …

Dritter Film der Mini-Schergen

Seit 2010 schon sind die gelben Mini-Bösewichter mit Hang zum Unsinn nicht mehr aus der Filmwelt wegzudenken. Neben der inzwischen vier Filme umfassenden Reihe Ich – Einfach unverbesserlich, wo sie als Sidekicks mitmischen, durften sie bei zwei eigenen Kinofilmen die Hauptrolle spielen. Dabei waren sowohl Minions (2015) als auch Minions: Auf der Suche nach dem Mini-Boss (2022) riesige Kassenschlager, zusammen spielten die beiden Spin-offs mehr als zwei Milliarden US-Dollar ein. Entsprechend groß sind die Erwartungen an Minions & Monster, den mittlerweile dritten Teil der Nebenreihe. Zumal man vermieden hat, irgendwelche größeren Risiken einzugehen und an der Erfolgsformel zu rütteln. Wo die Minions draufstehen, da sind auch die Minions drin.

Wobei man sich im Vorfeld schon fragen durfte, wovon denn der dritte Teil noch handeln sollte. Schließlich hatten die ersten beiden bereits erzählt, was die Minions in den 1960ern und 1970ern getan haben, bevor sie bei Gru landeten. Da war also nicht mehr viel zu holen. Stattdessen reiste man noch weiter in die Vergangenheit, genauer in die 1920er, und lässt die Protagonisten völlig unabhängige Abenteuer erleben. Tatsächlich unterscheidet sich Minions & Monster trotz der Gemeinsamkeiten von den anderen Filmen. Hier gibt es keine wirklichen Superschurken, mit denen wir es zu tun bekommen. Anfangs handelt der Film zwar von der Suche nach eben solchen. Aber das ist nur eine Art Vorgeschichte, bevor wir beim eigenen Thema landen: Die Schergen erobern Hollywood! Zwar nicht ganz freiwillig, so wie bei dieser Reihe ja nie klappt, was geplant ist. Dafür aber umso größer.

Liebeserklärung an die Traumfabrik

Der Film selbst ist dann auch eine einzige Liebeserklärung an die Traumfabrik, wenn an allen Ecken und Enden irgendwelche Verweise oder Reminiszenzen eingebaut werden. Manche sind sehr offensichtlich, andere etwas versteckter. Offensichtlich hat sich Regisseur und Co-Autor Pierre Coffin bei dem Inhouse-Kollegen Der Super Mario Galaxy Film orientiert, der ja auch eher Zitatesammlung als tatsächliche Geschichte ist. Bei Minions & Monster ist das streckenweise auch so. Zumindest ist auffällig, wie lange der Film diesmal braucht, bis er bei der Hauptgeschichte ankommt. Sofern man überhaupt von einer solchen sprechen kann, da es vielmehr mehrere Stränge gibt, die etwas notdürftig miteinander verbunden wurden. Dabei fehlt dann auch der emotionale Kern, wie er bei den Filmen von „Ich – Einfach unverbesserlich“ zu finden ist.

Und doch macht das Ergebnis tatsächlich Spaß. Natürlich ist das alles hier ziemlich anspruchslos, der Humor ist sicher nichts für Feinschmecker geworden. Aber die Freude an der Anarchie ist ansteckend, gerade auch wenn man selbst in der Filmwelt zu Hause ist. Wenn beispielsweise später – der Titel Minions & Monster gibt es vor – der klassischen Monsterfilme gedacht wird, dann darf einem schon das Herz aufgehen. Aber auch die Augen bekommen eine Menge zu tun. Das betrifft nicht nur die vielen visuellen Gags, die in kurzen Abständen rausgehauen werden. Der Animationsfilm, der als Eröffnungsfilm beim Annecy Festival Weltpremiere hatte, ist auf einem technisch hohen Niveau und gefällt durch die zahlreichen stimmungsvollen Settings. Auch wenn einem die Minions auf die Nerven gehen können und vieles sich wiederholt: Mangelnden Unterhaltungswert kann man hier nicht vorwerfen.

Credits

OT: „Minions & Monsters“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Pierre Coffin
Drehbuch: Pierre Coffin, Brian Lynch
Musik: John Powell
Animation: Illumination

Bilder

Trailer

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Minions & Monster
fazit
In „Minions & Monster“ suchen die Minions einen neuen Superschurken, landen stattdessen aber in der Traumfabrik. Der Film hat seine Mühe, eine richtige Geschichte zu etablieren. Spaß macht das Ergebnis aber durchaus, vor allem als Liebeserklärung an das Hollywood von einst.
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