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Kommissar Beck: Aus der Asche

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„Kommissar Beck: Aus der Asche“ // Deutschland-Start: 7. Juni 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Bekannt geworden war Tolle Öhlander ursprünglich als Frontmann einer Heavy-Metal-Band. Doch später wechselte er seine Profession: Nachdem er den Glauben für sich entdeckt hatte, trat er als Pastor auf. Auch in dieser Funktion fand er viel Zuspruch, seine freikirchliche Gemeinde war mit der Zeit gewachsen. Doch nun ist Tolle tot, er ist bei einem Brand in der Pfarrkirche ums Leben gekommen, das jemand offensichtlich absichtlich gelegt hat. Aber weshalb? Wer hat den Geistlichen umgebracht? Alex Beijer (Jennie Silfverhjelm) geht mit ihrem Team der Sache nach. Das wird für sie zu einer Reise in die Vergangenheit, da sie dabei auch die Pastorin Ellen Bengtsdotter Dal (Frida Hallgren) wiedersieht, mit der sie als Jugendliche gut befreundet war – was von den anderen aber niemand wissen soll …

Die kenne ich doch!

Und weiter geht es mit Kommissar Beck! Zwei der vier neuen Folgen aus der aktuellen Staffel der ZDF-Krimiserie waren bereits zu sehen. Los ging es mit Vilhelm, wo der gleichnamige Enkel der Titelfigur den vermeintlichen Raubmord an einem Steuerberater aufklären will – zur Not auch alleine. Anschließend galt es in Der unsichtbare Mann herauszufinden, wer einen Podcaster getötet hat, während die Jagd auf einen mysteriösen Balkonmann weiterging. Mit Aus der Asche folgt nun die dritte der vier Staffeln. Und zumindest in mancher Hinsicht stellt die Episode wieder eine Verbesserung dar im Vergleich zu den schwachen ersten beiden Folgen des schwedischen Krimi-Dauerbrenners.

So bleiben dem Publikum diesmal die nervigen Alleingänge von Vilhelm erspart, die langsam zur Gewohnheit werden drohten. Dafür gibt es anderweitig Anlass zum Ärger. Dass eine persönliche Verbindung zu einem Mitglied des Ermittlerteams konstruiert wird, ist meistens unnötig und ein recht plumper Versuch, irgendwie Anteilnahme zu erzwingen. Nur selten machen solche Verbindungen die Geschichte besser oder helfen wirklich dabei, eine Charakterisierung zu vertiefen. Ein bisschen wird das bei Kommissar Beck: Aus der Asche zwar schon versucht, wenn wir mehr über die Vergangenheit von Alex erfahren. Aber das bringt nicht so viel. Vor allem aber heißt es wieder Augen rollen, wenn die Polizistin diese Verbindung zu verheimlichen versucht. Irgendwie hat man es in diesem Team nicht so mit Professionalität.

Insgesamt brauchbar

Glücklicherweise ist dieser Aspekt aber gar nicht so wahnsinnig wichtig. Hin und wieder kommt dieses Thema zwar auf, es dominiert das Geschehen aber nicht so sehr wie die besagten Alleingänge. Stattdessen befasst man sich mit der religiösen Gemeinde, bei der man nie ganz sagen kann, ob das noch ein normaler Glaube ist oder nicht doch schon in die Sektenrichtung geht. Die Frage, wann das eine in das andere übergeht, ist an und für sich spannend. Kommissar Beck: Aus der Asche geht dabei aber nicht sonderlich in die Tiefe. Schließlich handelt es sich am Ende doch um einen Krimi, kein existenzielles Glaubensdrama. Größere Erwartungen sollte man dabei deshalb nicht mitbringen.

Als solcher ist der Film ganz brauchbar. Zwar ist das hier weniger komplex als einige der Sachen, die zuvor erzählt wurden. Aber das geht in Ordnung. Zumindest teilweise wird es auch etwas emotionaler, wenn es um schwierige zwischenmenschliche Beziehungen geht und wie man manchmal nicht anders kann als wegzugehen. In den Momenten ist Kommissar Beck: Aus der Asche tatsächlich sehenswert geworden. Mehr als Mittelmaß ist aber auch die dritte Folge der aktuellen Staffel nicht geworden. Der Protagonist hat zudem wieder nur einen kurzen Gastauftritt, weshalb die Reihe schon seit Längerem eine Mogelpackung ist. Nächstes Mal geht es bei Im Schatten um einen maskierten Mann, der Kriminelle der Polizei ausliefert.

Credits

OT: „Beck: Ur askan“
Land: Schweden, Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Lisa Farzaneh
Drehbuch: Annika Sandahl
Vorlage: Maj Sjöwall, Per Wahlöö
Musik: Adam Nordén
Kamera: Erik Vallsten
Besetzung: Peter Haber, Jennie Silfverhjelm, Valter Skarsgård, Martin Wallström, Måns Nathanaelson, Elmira Arikan, Nina Zanjani, Frida Hallgren, Julius Fleischanderl, Didi Cederström, Tyrone Michele

Bilder

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Kommissar Beck: Aus der Asche
fazit
In „Kommissar Beck: Aus der Asche“ wird ein Pastor mit Heavy-Metal-Vergangenheit umgebracht. Die persönliche Verwicklung der Kommissarin wäre nicht nötig gewesen, die Themen werden kaum vertieft. Insgesamt ist der Krimi aber immerhin Durchschnitt geworden.
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