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Kommissar Beck: Vilhelm

Kommissar Beck: Sackgasse TV Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek DVD kaufen
„Kommissar Beck: Vilhelm“ // Deutschland-Start: 17. Mai 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Als drei vorgebliche Motorradkuriere den Steuerberater Hans Widding in dessen Wohnung überfallen und dabei auch erschießen, sieht das auf den ersten Blick aus wie ein missglückter Raubmord. Schließlich führte der Tote einen luxuriösen Lebensstil, unter anderem besaß er mehrere sündhaft teure Uhren. Streifenpolizist Vilhelm Beck (Valter Skarsgård), der als Erster am Tatort ist, glaubt dennoch nicht an diese Theorie. Er vermutet vielmehr, dass der Mord mit einem früheren Überfall zusammenhängt. Da ihn bei der Polizei jedoch niemand ernstnimmt, beschließt er, auf eigene Faust zu ermitteln. Teamleiterin Alex Beijer (Jennie Silfverhjelm) ist von diesem Alleingang aber wenig begeistert …

Eine neue Generation muss her

Seit 1997 wird inzwischen die Krimireihe Kommissar Beck nach den Figuren von Maj Sjöwall und Per Wahlöö produziert. Und auch bald drei Jahrzehnte später scheint ein Ende nicht in Sicht. Wobei Fans sich schon etwas in Geduld üben müssen. So sind mehr als zweieinhalb Jahre vergangen, seitdem die letzte Folge Sackgasse ausgestrahlt wurde. Damals ging es darum, wie Vilhelm als Geisel genommen wurde. In Vilhelm, der ersten von vier neuen Folgen, die sonntags im Spätprogramm ausgestrahlt werden, wird auf diesen Vorfall Bezug genommen. Genauer soll mit dieser traumatischen Erfahrung erklärt werden, warum sich der Jüngling der Geschichte selbst annimmt und auf eigene Faust ermittelt. Dass das nicht sehr plausibel ist, muss nicht erst erwähnt werden.

Vermutlich soll auf diese Weise doch noch der Generationenwechsel vorangetrieben werden, der sich schon länger andeutet. Fans wissen es natürlich: Auch wenn der Titel der Reihe das impliziert, ist der Original-Beck schon länger keine Hauptfigur mehr. Er wird immer mal wieder hervorgeholt, mehr als ein reiner Alibi-Auftritt ist das aber nicht. Ihm wird diesmal gesagt, was mit seinem Enkel geschieht, mehr ist es nicht. Stattdessen stehen in Kommissar Beck: Vilhelm mal wieder die anderen Teammitglieder im Mittelpunkt. Größere Erwartungen sollte man aber nicht haben. Wo der Junior zumindest noch durch seine Leichtsinnigkeit hervorsticht, wenngleich nicht zwangsläufig positiv, sind die anderen Männer und Frauen einfach nur da.

Schwach und fragwürdig

Das ist ziemlich langweilig, es macht nicht wirklich Spaß, ihnen bei der Arbeit zuzusehen. Teilweise ist es aber auch ärgerlich, wie inkompetent diese Truppe auftritt. Da man eine Ausrede braucht, um Vilhelm groß in Szene setzen zu können, dürfen die anderen nicht selbst auf die Lösung kommen. Dass sie eigentlich über mehr Erfahrung und den besseren Spürsinn verfügen sollten, wird einfach ignoriert. Ebenso irritierend ist, wie in Kommissar Beck: Vilhelm diese Alleingänge auch noch honoriert werden. Teamarbeit scheint keine besonders hoch angesehene Tugend zu sein. Zumindest nicht die ganze Zeit. Dadurch wird der neueste Teil der Krimireihe schon ein wenig fragwürdig und macht nicht unbedingt Lust auf weitere Filme mit dieser Konstellation.

Das ist auch insofern etwas schade, weil die Geschichte des Falls gar nicht so schlecht ist. So braucht es eine Weile, bis man weiß, worum es denn wirklich geht und was hinter allem steckt. Der Krimi wird dabei auch recht dramatisch, ohne deshalb in Seifenoper-Gefilden abzutauchen, wie es bei manch anderen nordischen Krimireihen der Fall ist. Aber das reicht nicht aus, um die anderen inhaltlichen Schwächen auszugleichen, mit denen der Film geplagt ist. Schon die letzte Staffel des Urgesteins war bestens mittelmäßig. Kommissar Beck: Vilhelm zeigt, dass auch in Zukunft nicht mit einer Besserung zu rechnen ist. Nächstes Mal geht es in Der unsichtbare Mann um den Mord im Umfeld eines Manns, der mit alten Männlichkeitsbildern auf Kundenfang geht.

Credits

OT: „Beck: Vilhelm“
Land: Schweden, Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Per Hanefjord
Drehbuch: Annika Sandahl
Vorlage: Maj Sjöwall, Per Wahlöö
Musik: Adam Nordén
Kamera: Calle Persson
Besetzung: Peter Haber, Jennie Silfverhjelm, Valter Skarsgård, Martin Wallström, Måns Nathanaelson, Anna Asp, Elmira Arikan, Nina Zanjani, Lukas Wetterberg, Josef Kersh, Ludvig Deltin

Bilder

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Kommissar Beck: Vilhelm
fazit
In „Kommissar Beck: Vilhelm“ wird ein Steuerberater ermordet, ein Streifenpolizist ermittelt auf eigene Faust. Die Alleingänge nerven, der Rest des Teams langweilt erneut. Zwar ist die Geschichte an sich gar nicht schlecht, geht in dem schwachen, teils fragwürdigen Genrebeitrag aber unter.
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