
Als Kopfgeldjäger war Din Djarin (Pedro Pascal) eigentlich nur wenig skrupellos. Er machte, womit man ihn beauftragte, solang die Bezahlung stimmte. Inzwischen hat er sich aber ganz in den Dienst der Neuen Republik geschlagen und hilft dieser, die Überbleibsel des Imperiums zu jagen und auszuschalten. Sein neuester Auftrag ist es, Rotta, den Hutten, ausfindig zu machen, der Sohn des früheren Gangsterbosses Jabba. Im Gegenzug wollen dessen Verwandten ihm dabei helfen, den untergetauchten Warlord Coin zu finden. Also macht sich der Mandalorian gemeinsam mit seinem Ziehsohn Grogu auf die Suche nach Hutten, der offensichtlich verschleppt wurde. Tatsächlich werden die beiden rasch fündig. Doch die Situation ist anders als gedacht …
Fortsetzung der Hitserie
Es gab eine Zeit, in der ein neuer Star Wars Film ein echtes Event war. Inzwischen hat sich das etwas erledigt. Nicht nur, dass die Sequel-Trilogie eher umstritten ist, vor allem der Abschluss Der Aufstieg Skywalkers kam nicht gut an. Aus den vielen Filmen, die zwischenzeitlich angekündigt wurden, ist bislang nicht wirklich etwas geworden. Mit Star Wars: The Mandalorian and Grogu schafft es nun doch noch mal ein neues Werk in die Kinos. Der ganz große Hype hat sich bislang aber nicht eingestellt. Ein Hauptgrund dafür dürfte sein, dass das Science-Fiction-Abenteuer nur bedingt neu ist. Vielmehr wird damit die die Disney+ Serie The Mandalorian fortgesetzt, die es auf drei Staffeln brachte. Eigentlich hätte eine vierte folgen sollen, stattdessen kam dieser Film heraus.
Fans derselben werden sich natürlich darüber freuen, das Duo wiedersehen zu dürfen, zumal es noch andere Figuren gibt, die ebenfalls ein Comeback feiern. Das bedeutet aber nicht, dass ein Publikum, welches nicht mit der Serie vertraut sind, deshalb außen vor bleiben muss. Ohne Vorkenntnisse bleibt zwar bei den Charakteren etwas auf der Strecke, da Star Wars: The Mandalorian and Grogu nicht wirklich viel dafür tut, die Figuren einzuführen. Die relevanten Punkte, also was der Kopfgeldjäger tut und das Verhältnis des Duos, erschließt sich auch so. Die Geschichte ist sowieso denkbar simpel. Entweder sind die Protagonisten gerade hinter jemandem her oder sind selbst auf der Flucht, wobei die Übergänge fließend sind. Und nicht immer plausibel.
Schön anzusehen, langweiliger Inhalt
Tatsächlich ist der Inhalt ein großer Schwachpunkt. Regisseur und Co-Autor Jon Favreau hat eigentlich nichts zu erzählen. Die größten narrativen Ambitionen betreffen noch Rotta, der unter seiner Rolle als Sohn Jabbas in mehr als einer Hinsicht zu leiden hatte. Ansonsten ist Star Wars: The Mandalorian and Grogu aber sehr dünn geworden, vor allem für einen Film, der über zwei Stunden dauert. Die Geschichte ist völlig frei von Überraschungen oder originellen Einfällen. Gegen Ende hin versuchte man sich an einer Wendung, die dann aber überhaupt keinen Sinn ergibt. Aufgelockert wird das mit Humor, der oft, aber nicht immer funktioniert. Und dann ist da noch der als Baby Yoda berühmt gewordene Grogu, der auch Jahre nach dem ersten Auftritt putzig wie immer ist. Damit kann man schon die eine oder andere Szene füllen. Aber nicht alle.
Zwischendurch wird der Film dann auch immer mal wieder etwas langweilig. Sicher, da wird regelmäßig gekämpft. Aber die Action erzeugt nicht so wahnsinnig viel Spannung, da sich die Ein-Mann-Armee ohne große Probleme durch Feindesscharen ballert, ohne dass es jemals wirklich brenzlig würde. Dass die Sturmtruppen nicht übermäßig treffsicher sind, ist zwar schon eine Art Running Gag bei dem Franchise. Bei Star Wars: The Mandalorian and Grogu wird es aber lächerlich. Die Choreografie ist auch nicht so übermäßig. Dafür gibt es reihenweise stimmungsvoller Settings. Ob wir nun in einer düsteren Stadt unterwegs sind, in einer Sumpflandschaft oder in der Wüste, visuell ist die Abwechslung groß. Auch die Designs der Kreaturen können sich sehen lassen. Insgesamt ist der Film deshalb schon noch ganz ordentlich geworden, zumal ein paar der bekannten Elemente auch für nostalgische Stimmung sorgen. Ein tatsächliches Comeback ist das hier aber kaum, dafür fehlt trotz diverser Machtdemonstrationen die Magie.
OT: „Star Wars: The Mandalorian And Grogu“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Jon Favreau, Dave Filoni, Noah Kloor
Musik: Ludwig Göransson
Kamera: David Klein
Besetzung: Pedro Pascal, Sigourney Weaver, Jonny Coyne
Ihr wollt mehr über den Film erfahren? Wir hatten die Gelegenheit, an der Pressekonferenz von Star Wars: The Mandalorian and Grogu teilzunehmen. Dort sprachen Regisseur Jon Favreau sowie Pedro Pascal und Sigourney Weaver über das Science-Ficrion-Abenteuer.
Seit dem Start von Star Wars haben sich die Abenteuer in einer weit entfernten Galaxis zu einem der weltweit bekanntesten Franchises überhaupt entwickelt, mit zahlreichen Filmen und Serien. In unserem Special werfen wir einen Blick zurück auf die Historie der Sternensaga inklusive zahlreicher Kritiken.
Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.
(Anzeige)















