Klassentreffen 2025 Alles beim Alten Tas pas change
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Klassentreffen – Alles beim Alten

Klassentreffen 2025 Alles beim Alten Tas pas change
„Klassentreffen – Alles beim Alten“ // Deutschland-Start: 23. April 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß bei Hervé (Laurent Lafitte), Jordy (Jérôme Commandeur) und Maxime (François Damiens), als sie erfahren, dass ihr ehemaliger Mitschüler Daniel gestorben ist. Also beschließen sie, in Gedenken an ihn ein Klassentreffen in der Turnhalle ihres alten Gymnasiums zu organisieren. Das wollen die drei auch richtig groß aufziehen, die Party des Jahres soll es werden. Während sie Kontakt zu anderen suchen, darunter Anne (Vanessa Paradis) und Marion (Delphine Baril), müssen sie feststellen, dass die Zeit nicht stehengeblieben ist und es Leute gibt, die ganz froh darüber waren, die drei nicht mehr gesehen zu haben …

Begegnung mit der Vergangenheit

Eigentlich ist Jérôme Commandeur als Schauspieler bekannt, hierzulande sah man ihn in den letzten Jahren unter anderem in Happy 50 und Mamma ante Portas. Wie viele andere aus seinem Fach fühlt sich der Franzose aber auch dazu berufen, alle paar Jahre selbst Filme zu drehen. In Deutschland bekam man davon relativ wenig mit, seine ersten beiden Regiearbeiten sind nie bei uns erschienen. Aber aller guten Dinge sind drei, mit Klassentreffen – Alles beim Alten schafft es sein dritter Anlauf in die hiesigen Kinos. Zumindest in manche, der Kinostart ist recht klein angesetzt. Das ist verwunderlich, weil hier doch einige bekannte Leute mitspielen. Und es ist auch schade, da das Ergebnis eigentlich ganz unterhaltsam geworden ist.

Commandeur, der das Drehbuch mitgeschrieben hat und eine der Hauptrollen übernommen hat, hat sich ein Thema ausgesucht, das den meisten irgendwann einmal bevorsteht: die Begegnung mit den Leuten aus der Vergangenheit. Für die einen sind solche Ehemaligentreffen aus der Schulzeit ein Anlass, wohlig in Erinnerungen zu schwelgen, andere graut es eher davon. So oder so ist das ein dankbares Thema, immer wieder wird dieses in Filmen aufgegriffen – siehe etwa 10 Jahre – Zauber eines Wiedersehens, Reunion oder La Grande Classe: alles beim altem. Insofern kann man nicht behaupten, dass Klassentreffen – Alles beim Alten bahnbrechend neue Wege beschreitet. Diesen Anspruch hatte man aber wohl auch nicht.

Nicht anspruchsvoll, aber amüsant

Teilweise kommt einem das Ergebnis dann auch sehr bekannt vor. Natürlich werden alte Geschichten ausgepackt, vergangene Traumata kommen wieder an die Oberfläche. Das geschieht aber auf eine humorvolle Weise, Commandeur ist dann doch in erster Linie ein Komiker. Dann und wann versucht er sich zwar auch an ein wenig Ernsthaftigkeit, wenn es beispielsweise um Einsamkeit geht und die Sehnsucht, irgendwohin zu gehören. Auch das Altern und die Angst vorm Tod kommen vor. Der interessanteste Aspekt an Klassentreffen – Alles beim Alten ist, dass die drei Protagonisten immer glaubten, besonders beliebt gewesen zu sein. Stattdessen mochte sie niemand, auch weil sie die anderen Schüler und Schülerinnen fies behandelten.

Ähnlich zu Chabos geht es darum, dass sich jemand damit auseinandersetzen muss, wie er zur Schulzeit war und dass er Schaden hinterlassen hat, ohne sich dessen bewusst gewesen zu sein. An die deutsche Serie kommt der französische Film nicht heran. Ein Grund ist, dass in die Figuren zu wenig investiert wurde, sie weder sympathisch noch interessant genug sind, um einen vergleichbar zu fesseln. Aber es kann schon Spaß machen, wie hier die eigenen Protagonisten vorgeführt werden, gerade auch Hervé, der sich als großer Erfolgssänger verkauft, aber eigentlich nur einen Hit hatte. Und der liegt lange zurück. Klassentreffen – Alles beim Alten profitiert dann auch davon, dass das Ensemble kein Problem damit hat, sich ziemlich zum Affen zu machen. Anspruchsvoll ist das weniger, aber doch eine nette Komödie für zwischendurch. Gerade ein Publikum, das in einem vergleichbaren Alter ist, darf sich hier abgeholt fühlen – nostalgisch stimmende Musik inklusive.

Credits

OT: „T’as pas changé“
Land: Frankreich
Jahr: 2025
Regie: Jérôme Commandeur
Drehbuch: Jérôme Commandeur, Kévin Knepper
Musik: Maxime Desprez, Michael Tordjman
Kamera: Antoine Struyf
Besetzung: Laurent Lafitte, François Damiens, Vanessa Paradis, Jérôme Commandeur, Delphine Baril

Bilder

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Klassentreffen – Alles beim Alten
fazit
In „Klassentreffen – Alles beim Alten“ wollen drei Männer im mittleren Alter nach dem Tod eines früheren Schulkameraden ein Ehemaligentreffen organisieren – was unerwartet schwierig ist. Die Komödie kombiniert lächerliche Figuren mit ein wenig Ernsthaftigkeit. Anspruchsvoll ist das nicht, aber doch ganz amüsant.
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