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Ring – Das Original

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„Ring“ // Deutschland-Start: 22. November 2012 (DVD)

Inhalt / Kritik

Als die Jugendliche Tomoko Ōishi (Yuko Takeuchi) auf rätselhafte Weise stirbt, beschließt ihre Tante Reiko Asakawa (Nanako Matsushima), der Sache nachzugehen und nach Antworten zu suchen. Dabei stößt die Reporterin auf eine urbane Legende, der zufolge es ein Videoband gibt. Wer dieses anschaut, erhält einen Telefonanruf und stirbt sieben Tage später. Auch wenn die Geschichte unglaublich klingt, will Reiko diese Spur weiter verfolgen. Schließlich starben neben Tomoko noch drei weitere aus ihrem Freundeskreis zur selben Zeit, wofür niemand eine Erklärung hat. Gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Ryūji Takayama (Sanada Hiroyuki) findet sie heraus, dass es tatsächlich ein solches Video gibt, welches sie in einer Blockhütte finden. Doch damit fangen die Probleme erst an, denn kurze Zeit später erhält sie selbst einen Anruf …

Der Anfang des J-Horror-Hypes

Filme aus Japan, das bedeutete für viel entweder die Werke der alten Meister Akira Kurosawa und Ozu Yasujirō, Godzilla- und Samurai-Filme oder auch Animes. Für eine kurze Zeit Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre war das Land der aufgehenden Sonne aber auch Mittelpunkt zahlreicher düsterer Geschichten. Es gab um den sogenannten J-Horror einen riesigen Hype, Alpträume aus Fernost standen bei Fans hoch im Kurs. Neben Ju-on: The Grudge, das 2002 Menschen das Fürchten lehrte und Startschuss eines Franchises markierte, war es vor allem Ring (1998), das den Hype auslöste. Inzwischen wird der Film oft Ring – Das Original oder Ringu genannt, um ihn von dem gleichnamigen US-Remake zu unterscheiden, welches einige Jahre später veröffentlicht wurde.

Inzwischen ist es nahezu unmöglich, den Überblick über die zahlreichen Produktionen zu bewahren, das Franchise enthielt mehrere Fortsetzungen, Prequels, Serien und eben die besagten Remakes. Tatsächlich wurde in Japan am selben Tag wie das Original die Fortsetzung Ring: Spiral veröffentlicht, die aber ziemlich unterging, weshalb es ein Jahr später mit Ring 2 noch eine weitere Fortsetzung gab. Dass überhaupt ein erster und ein zweiter Teil parallel gedreht werden konnten, von verschiedenen Teams, liegt daran, dass das „richtige“ Original eine Romanreihe von Koji Suzuki ist, die Anfang der 1990er erschienen ist. Diese war so erfolgreich, dass es bereits 1995 einen TV-Film der Geschichte gab, der aber nie bei uns erschienen ist. Auch wenn die 1998er Fassung als Original verkauft wird, das stimmt nicht so wirklich.

Fantastisch und perfide

Hinzu kommt, dass diese im Vergleich zur Vorlage einiges abgeändert hat, darunter das Geschlecht der Hauptfigur. Aber auch die wohl ikonischste Szene des Films, wenn die Grenze zwischen dem Video und der Realität überschritten wird, wurde für die Adaption neu geschrieben. Das Video selbst ist heute natürlich ein Relikt der Vergangenheit. Waren Video-Kassetten 1998 noch Standard, würde heute allenfalls ein nostalgisch veranlagtes Publikum zu solchen greifen. Dadurch geht ein bisschen verloren, wie Vergangenes auf Hightech trifft. Ring kombiniert das klassische Motiv eines Rachegeistes, wie man sie aus alten Legenden kennt, mit der Technik der Unterhaltungsindustrie. Wobei der Film auch nicht so wahnsinnig viel draus macht. Gleiches gilt für die perfide moralische Komponente, die erst ganz zum Schluss eingeführt wird nach einer fantastischen Wendung.

Aber auch wenn in der Hinsicht möglich gewesen wäre, spannend ist der Film noch immer. Da werden zwar bekannte Elemente übernommen, wie man sie oft im Genre findet, darunter die Recherchen der Hauptfiguren, die etwas über die Hintergründe herauszufinden versuchen. Aber es gibt eben auch Eigenheiten, bizarre bis verstörende Momente, bei denen klar wird, warum Ring seinerzeit derart einschlagen konnte. Wie hier nach und nach Puzzleteile gefunden und zu einem Bild des Grauens zusammengesetzt werden, ist sehr stimmig. Hinzu kommt der hohe Zeitdruck, wenn die Protagonistin nur noch eine Woche Zeit hat, um ihr Leben und das ihres Sohns zu retten. Das offene Ende, welches von vornherein eine Fortsetzung erfordert, wird sicher nicht allen passen, zumal die Nachfolger deutlich weniger sehenswert sind. Ansonsten hat sich der Horrorfilm seinen Klassikerstatus aber wohl verdient.

Credits

OT: „Ringu“
Land: Japan
Jahr: 1998
Regie: Hideo Nakata
Drehbuch: Hiroshi Takahashi
Vorlage: Koji Suzuki
Musik: Kenji Kawai
Kamera: Junichirō Hayashi
Besetzung: Nanako Matsushima, Sanada Hiroyuki, Rikiya Ōtaka

Bilder

Trailer

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Ring – Das Original
fazit
„Ring“ löste seinerzeit einen gewaltigen Hype rund um japanische Horrorfilme aus. Auch wenn viele andere Vertreter, darunter auch die diversen Fortsetzungen, diesem Ruf nicht gerecht wurden, dieser hier tut es noch immer. Die Geschichte um ein todbringendes Video ist nach wie vor unheimlich und bleibt einem gerade auch wegen des Endes in Erinnerung.
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