Jenseits der Spree: Adrenalin Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand
© ZDF/Christiane Pausch/Oliver Feist

Jenseits der Spree: Adrenalin

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„Jenseits der Spree: Adrenalin“ // Deutschland-Start: 17. November 2023 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß, als in einer Zelle des leer stehenden Köpenicker Gefängnisses die Leiche des Physiklehrers Torben Fendrig gefunden wird. Jemand hatte ihn dort eingesperrt und qualvoll verdursten lassen. Doch wer könnte ihn derart gehasst haben, um ihm das anzutun? Robert Heffler (Jürgen Vogel) und Mavi Neumann (Aybi Era) schauen sich vor allem im schulischen Umfeld um. Schließlich war der Lehrer nicht übermäßig beliebt, galt als sehr streng. Jörn Hankwitz (Noah Tinwa) rückt dabei in den Fokus der Ermittlungen, gehörte er doch der Roofer-Szene an, in der Menschen illegal auf Dächer steigen, um von dort aus die Aussicht zu genießen. Pikant für Robert: Seine Tochter Stella (Luna Jordan) scheint ebenfalls Teil der Szene zu sein. Und das ist nicht das Einzige, was sie vor ihm geheim gehalten hat …

Ein Krimi will hoch hinaus

Alles hat einmal ein Ende, auch die aktuelle dritte Staffel von Jenseits der Spree. Ob das ein großer Verlust ist, darüber kann man sich streiten. Zwar hat die ZDF-Krimiserie immer mal einzelne Elemente, die interessant sind, seien es Bilder, Settings oder Themen. Und doch überzeugt das Ergebnis oft nicht wirklich. So holte Einsam sterben aus dem Material der Erbermittlung recht wenig heraus. Spurlos hatte mit dem Umfeld einer Gärtnerei zwar ein ansprechendes Setting, war aber doch mehr Seifenoper als Krimi. Mit Adrenalin, die sechste und letzte Folge der besagten Staffel, geht es wieder bergauf. Zumindest reicht es fürs Mittelmaß, was nun wirklich nicht jeder Fernseh-Krimi von sich behaupten kann.

So ist das Thema des Roofings mal etwas Neues. Auf Bürogebäuden oder Fabriken herumlaufen, um die Aussicht zu genießen? Das ist dann doch nicht ganz alltäglich. Wobei es nicht ganz so viele Bilder von dort zu sehen gibt. Es wird auch nicht so lange darüber gesprochen, was den Reiz davon ausmacht. Schließlich ist Jenseits der Spree: Adrenalin weniger als eine Stunde lang. Da lässt sich vieles nicht wirklich vertiefen, zumal ja auch noch das Familiendrama der Hefflers fortgesetzt werden muss. Ging es zuletzt vor allem darum, wie die Jüngste nach Afrika geht, was für reichlich Missstimmung sorgte, steht diesmal die Mittlere im Mittelpunkt. Die ist nicht nur Teil dieser Clique, sondern muss auch befürchten, ihr Abi nicht zu schaffen. Mit dem Papa drüber reden geht aber nicht, da sie sich von ihm missachtet fühlt.

Tragisches Ende

Die persönliche Verwicklung von Ermittelnden ist zwar oft eine recht plumpe Methode, um Anteilnahme zu erzwingen. Hier funktioniert das aber besser, als es meist der Fall ist. Und dann wäre da noch das Finale, das ganz besonders dramatisch ausfällt. Die Geschichte mag dabei ziemlich konstruiert sein. Aber sie zeigt Wirkung: Das wird so tragisch, dass es nicht spurlos an einem vorbeigeht. Ein raffinierter Krimi ist Jenseits der Spree: Adrenalin sicherlich nicht, da er zu sehr von Zufällen abhängt. Insgesamt ist die Episode aber wieder eine rundere Sache. Selbst wenn sich der Trennungsschmerz in Grenzen hält, das ist insgesamt alles solide. Daran hat auch das Ensemble seinen Anteil, welches die emotionalen Elemente der Episode gut auszufüllen weiß.

Credits

OT: „Jenseits der Spree: Adrenalin“
Land: Deutschland
Jahr: 2023
Regie: Marcus Ulbricht
Drehbuch: Etienne Heimann
Musik: Mario Lauer
Kamera: Ludwig Franz
Besetzung: Jürgen Vogel, Aybi Era, Elisabeth Baulitz, Oleg Tikhomirov, Lea Zoë Voss, Luna Jordan, Ceci Chuh, Katia Fellin, Noah Tinwa

Bilder

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Jenseits der Spree: Adrenalin
fazit
Nach den zuletzt enttäuschenden Folgen stimmt „Jenseits der Spree: Adrenalin“ wieder versöhnlich. So hat die Folge mit dem Thema Roofing etwas Interessantes ausgepackt. Vor allem aber die Tragik der Geschichte hinterlässt Eindruck, selbst wenn der Krimi-Part etwas weniger befriedigend ausfällt.
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