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Alles neu macht der September: Waren es die Besucher des Fünf-Seen-Filmfestivals (FSFF) bislang gewohnt, jedes Jahr im Juli/August einen Ausflug in die große weite Filmwelt zu machen, müssen sie sich dieses Jahr etwas länger gedulden. Am Prinzip hat sich aber trotz des späteren Termins nichts geändert: Noch immer lädt das Fünf-Seen-Land im Südwesten Münchens dazu ein, vor malerischer Kulisse Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme kennenzulernen. Eröffnet wird die 12. Ausgabe am 6. September 2018 von dem ebenso stürmischen wie harten Styx, das uns die noch immer hochaktuelle Misere der Flüchtlinge vor Augen führt. Zeit spielt auch sonst eine große Rolle, ist es doch das Thema des diesjährigen Festivals und wird in einer eigenen Retrospektive beleuchtet.

Aber auch die regulären Filme sind immer ein Kind ihrer Zeit. Manchmal sogar wortwörtlich: Ava befasst sich mit der komplizierten Zeit zwischen dem Ende der Kindheit und der als Erwachsener. Asche ist reines Weiß verdeutlicht, wie sehr sich China in den letzten Jahren gewandelt hat. Der Affront zeigt anhand des libanesischen Bürgerkrieges, dass alte Wunden viele Jahre später noch nachwirken können. Auch Transit steckt voller Erinnerungen, wenn Vergangenheit und Gegenwart ineinander übergehen. Das schweigende Klassenzimmer wiederum nimmt uns mit auf eine Zeitreise in die DDR und erzählt von dem Mut mehrerer Jugendlicher.

Etwa 150 Filme werden dieses Jahr gezeigt, von Klassikern bis zu neuen Produktionen, neben heimischen Titeln warten auch Gastland Taiwan und Indien darauf, filmisch von dem Publikum entdeckt zu werden. Dazu gibt es wieder eine Reihe von Preisverleihungen sowie die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen, beispielsweise beim Filmgespräch mit den deutschen Regisseuren Josef Bierbichler und Dominik Graf. Das vollständige Programm und weitere Infos findet ihr auf www.fsff.de.

Unsere Rezensionen vom FSFF 2018

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Fünf Seen Filmfestival 2018 (6. – 15. September 2018)
4.5 (90%) 4 Artikel bewerten

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