The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet
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The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet

The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet
„The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet“ // Deutschland-Start: 30. April 2026 (digital)

Inhalt / Kritik

Als Iris Carr (Tuppence Middleton) 1938 mit dem Zug durch Europa reist, macht sie die Bekanntschaft der englischen Gouvernante Miss Froy (Selina Cadell). Diese ist etwas eigenartig, aber durchaus freundlich. Noch eigenartiger ist aber, als Froy am Tag drauf nicht mehr da ist und sich niemand an sie zu erinnern scheint. Aber wie kann das sein? Hat sie sich das alles nur eingebildet? Zwar findet sie in Max Hare (Tom Hughes) einen Mitstreiter, der ihr durchaus zuhören möchte. Er kann mit ihren Aussagen aber ebenso wenig anfangen wie die übrigen Mitreisenden. Es hilft nichts, wenn Carr herausfinden will, was mit der der Frau geschehen ist, muss sie sich selbst auf die Suche nach Spuren machen – und begibt sich dabei zunehmend selbst in Gefahr …

Neuverfilmung eins Klassikers

Manchmal darf man sich schon fragen, warum ein Film eigentlich auf den Markt kommt. Das gilt bei The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet gleich doppelt. So handelt es sich bei dem britischen Krimi um eine Neuverfilmung des Romans 1936 veröffentlichten Romans The Wheel Spins von Ethel Lina White. Diese wurde aber zuvor schon zweimal verfilmt. Die erste davon, Alfred Hitchcocks Eine Dame verschwindet aus dem Jahr 1938, ist ein absoluter Klassiker. Hätte es da noch eine weitere Fassung gebraucht? Erschwerend kommt hinzu, dass das hier ein britischer Fernsehfilm ist, der bereits 2013 in der Heimat ausgestrahlt wurde. Warum dieser 13 Jahre später auf einmal in Deutschland auftaucht, ist ein noch größeres Geheimnis als das um die titelgebende verschwundene Frau.

Wer eine frühere Adaption gesehen hat oder den Roman kennen sollte, weiß bereits ziemlich genau, was hier geschehen wird. So gibt es zwar schon ein paar Unterschiede, etwa im Hinblick auf die Identität der verschwundenen Gouvernante. Ansonsten ist das aber so ähnlich, dass man der Geschichte wegen nicht doppelt einschalten muss. Kennt man diese nicht, ist The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet schon leidlich spannend. So gilt es hier gleich mehrere Fragen zu beantworten. Die erste betrifft, ob es diese Froy wirklich gab oder ob sich die Protagonistin, die zuvor einen Schlag gegen den Kopf erhalten hat, vielleicht etwas einbildet. Sollte es diese Frau gegeben haben, stellt sich die Frage, was mit der Frau geschehen ist. Aber auch der seltsame Umstand, dass sich niemand an sie zu erinnern scheint, sorgt in den Köpfen des Publikums für das eine oder andere Fragezeichen.

Nicht wirklich spannend

Die ganz große Spannung kommt dabei aber nicht auf. Ein Problem dabei sind die Figuren. So sind einige davon so überzogen, dass es irgendwie langweilig wird. Wenn manche Leute sich so offensichtlich dubios verhalten, dass sie sich auch gleich aufs Gesicht schreiben können, etwas Finsteres im Schilde zu führen, dann trägt das nicht unbedingt zum Mystery-Faktor bei. Außerdem weiß man dadurch auch schon, die Begegnung real war. Andere bleiben in The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet hingegen erschreckend blass. Dazu zählt auch der junge Retter in der Not, der unserer Heldin zur Seite steht. Er ist so nichtssagend, dass es fast schon wieder misstrauisch macht.

Schauspielerisch schwankt das ebenfalls. Am stärksten in Erinnerung bleibt noch Hauptdarstellerin Tuppence Middleton (Blood Cruise – Vampire an Bord), da sie im Laufe eines Films eine Wandlung durchmacht von einer verwöhnten Lebefrau hin zu einem hysterischen Nervenbündel. Die meisten hinterlassen jedoch weniger Eindruck. Und auch beim Schauplatz wäre sicher mehr drin gewesen. Ein Zug-Setting ist eigentlich immer ziemlich stimmungsvoll, The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet holt aber nicht so wahnsinnig viel heraus. Schlecht ist das Ergebnis dann zwar nicht, man kann sich den Film schon anschauen, wenn er sowieso im Fernsehen läuft. Aber tatsächlich empfehlen kann man ihn angesichts der deutlich besseren ersten Adaption kaum.

Credits

OT: „The Lady Vanishes“
Land: UK
Jahr: 2013
Regie: Diarmuid Lawrence
Drehbuch: Fiona Seres
Vorlage: Ethel Lina White
Musik: John Lunn
Kamera: Peter Greenhalgh
Besetzung: Tuppence Middleton, Selina Cadell, Keeley Hawes, Tom Hughes, Julian Rhind-Tutt, Stephanie Cole, Gemma Jones

Bilder

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The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet
fazit
In „The Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet“ stellt eine Frau fest, dass ihre Mitreisende im Zug verschwunden ist – und niemand kann sich an sie erinnern. Zwar darf man anfangs schon ziemlich rätseln, was vorgefallen ist. Der Film schwankt aber zu sehr zwischen übertrieben und langweilig, da war die bekannte erste Adaption die bessere.
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