Godzilla Minus Zero
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Godzilla Minus Zero

Godzilla Minus Zero
„Godzilla Minus Zero“ // Deutschland-Start: 5. November 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Japan, 1949. Zwei Jahre sind vergangen, seitdem die Riesenechse Godzilla durch Tokio wütete und nur mit vereinten Kräften besiegt werden konnte. Seitdem ist Ruhe eingekehrt, die Menschen versuchen, das durch die Monsterangriffe und durch den Krieg verwüstete Land wieder aufzubauen. Der frühere Kamikaze-Pilot Kōichi Shikishima (Ryunosuke Kamiki) hat inzwischen Noriko (Minami Hamabe) geheiratet, gemeinsam mit ihrer Adoptivtochter Akiko (Sae Nagatani) führen sie ein beschauliches Leben. Doch die Ruhe hält nicht lange an: Ein weiteres Monster ist aufgetaucht, ein drachenähnliches Wesen, das nun seinerseits die Gegend terrorisiert. Professor Kanji Murakami (Min Tanaka) und andere wissenschaftliche Größen setzen alles daran, die Bestie aufzuhalten. Doch damit machen sie die Sache nur schlimmer …

Rückkehr einer Filmikone

Er gehört ebenso fest zur japanischen Filmgeschichte wie Animes oder Samuraigeschichten: Godzilla. Seit seinem ersten Auftritt 1954 in Godzilla ist er zu einer Institution geworden, daheim wie international, Dutzende von Filmen wurden produziert. Zwischendurch sieht es zwar immer mal wieder danach aus, dass sich niemand mehr für das Ungetüm interessiert. Und doch kehrt es regelmäßig zurück. Neben der US-amerikanischen Neuauflage Godzilla von 2014 war es vor allem Godzilla Minus One (2023), welches das Kaiju zurück in den Mainstream katapultierte. Der Film war nicht nur ein weltweiter Hit. Er war zudem der erste nicht-englischsprachige, der bei den Oscars den Preis für die besten Spezialeffekte erhielt. Da verwundert es nicht, dass es drei Jahre später mit Godzilla Minus Zero einen direkten Nachfolger gibt.

Dieser folgt dabei dem klassischen Muster: Nachdem der erste Teil die Echse an sich in den Mittelpunkt rückte, geht es nun um einen der zahlreichen Gegner, den das Franchise im Laufe der Jahrzehnte hervorgebracht hat. Genauer gibt es ein Wiedersehen mit dem dreiköpfigen Weltraummonster King Ghidorah, der 1964 in Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah sein Debüt feierte. Für Fans ist das natürlich eine tolle Sache, Godzilla Minus Zero verneigt sich vor der Historie des Franchises und hat auch kein Problem damit, die etwas trashigen Auswüchse zu übernehmen. Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass man viel Geduld mitbringen muss, bis Godzilla selbst auftaucht. Dass das Aushängeschild nicht tot ist, wie am Ende des ersten Teils behauptet, war zwar klar. Sonst gäbe es keine Fortsetzung. Rund die Hälfte des Films tut man aber so als ob.

Zu lang und zu viel Drama

Diese Wartezeit wird auf zweierlei Weise genutzt. Der interessantere Part ist, wie versucht wird, das neu aufgetauchte Monster in seine Schranken zu verweisen. Da werden verschiedene Sachen ausprobiert, von martialisch bis kurios. An dieser Stelle gibt es auch eine leicht politische Note, wenn sich die US-Amerikaner einmischen und das fernöstliche Land als kriegerische Spielwiese ansehen. Weniger sehenswert ist, wenn Godzilla Minus Zero sich dem Drama hingibt, vor allem im Bezug auf die dreiköpfige Familie. Denn hier wird es so theatralisch, dass man anfängt, Ghidorah anzufeuern, nur damit das endlich ein Ende nimmt. Gerade im weiteren Verlauf wird der Film zu einer kitschigen Zumutung. Das hätte gern alles deutlich kürzer ausfallen dürfen, auch um die völlig überdimensionierte Laufzeit von rund 140 Minuten zu drücken.

Das ist schade, weil der Film durchaus unterhaltsam ist. Das Budget erlaubt natürlich nicht die Spektakel, die man von den Hollywood-Varianten kennt. Hier gehen nicht gleich ganze Viertel zu Bruch. Doch die Monster sehen gut aus, im Finale gibt es dann auch das obligatorische Gefecht. Auch die Settings tragen zur Atmosphäre bei, wenn wir in das zerstörte Nachkriegsjapan reisen, das nicht viel gemeinsam hat mit der High-Tech-Metropole Tokio, wie wir sie heute kennen. Science-Fiction-Elemente in einem historischen Umfeld, das ist doch immer wieder nett. Insofern kann man sich Godzilla Minus Zero schon ganz gut anschauen. Den enormen Hype muss man aber nicht nachvollziehen können, zumal der Film inhaltlich nicht besonders spannend geworden ist und auch die Figuren nicht erwähnenswert sind.

Credits

OT: „Gojira -0.0“
Land: Japan
Jahr: 2026
Regie: Takashi Yamazaki
Drehbuch: Takashi Yamazaki
Musik: Naoki Satō
Kamera: Kōzō Shibasaki
Besetzung: Ryunosuke Kamiki, Minami Hamabe, Min Tanaka, Hidetaka Yoshioka, Masami Nagasawa, Yuki Yamada, Kuranosuke Sasaki, Jun Kunimura, Sakura Ando, Miou Tanaka, Sae Nagatani

Bilder

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Godzilla Minus Zero
fazit
In „Godzilla Minus Zero“ gibt es ein Wiedersehen mit der Riesenechse und seinem klassischen Gegenspieler King Ghidorah. Die Monster sehen gut aus, das Setting ist stimmungsvoll. Zwischendurch hat der Film auch eine politische Note. Die langweiligen Figuren, die Überlänge und das exzessive Drama schmälern aber den Eindruck.
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