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Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau

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„Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau“ // Deutschland-Start: 17. September 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Als der Buchhändler Anton Hofer (Gerd Anthoff), der in der Altstadt ein Antiquariat betreibt, ermordet wird, gibt es schnell einen Verdächtigen. Adam Nolan (Raphaël von Bargen) soll der Täter sein, nachdem er sehr vehement und doch vergeblich versucht hatte, ein Buch zu erwerben, das bereits jemand anderem verkauft wurde. Der Fall ist für Frederike Bader (Marie Leuenberger) und ihre Tochter Mia (Nadja Sabersky) schwierig, handelt es sich bei ihm doch um Frederikes Ex-Mann und Mias Vater. Dieser wusste weder von dem Zeugenschutzprogramm noch den neuen Identitäten, was die Überraschung umso größer macht. Nolan ist selbst ein Krimineller, mit dem Mord will er jedoch nichts zu tun gehabt haben. Doch wenn er es nicht war, wer war es dann? Und warum sollte jemand einen Buchhändler ermorden wollen?

Mehr Familiendrama als Krimi

Und weiter geht es mit Ein Krimi aus Passau. Nach einer rund einjährigen Pause meldete sich die ARD-Krimireihe vergangene Woche mit Verlorene Seelen zurück und erzählte die Geschichte von einem Ausflugsschiff, auf dem sich mysteriöse Dinge abspielen. Die Folge lebte von dem stimmungsvollen Setting und der Mischung aus Humor und einer unheilvollen Atmosphäre. Mit Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau geht es jetzt weiter, es ist der 11. Film der Reihe. Einen vergleichbar reizvollen Schauplatz gibt es dieses Mal nicht. Dafür versucht man durch etwas mehr Emotionalität zu punkten, wenn auf einmal der Ex der Protagonistin vor der Tür steht, nachdem dieser viele Jahre lang spurlos verschwunden war.

Für Fans ist das nicht uninteressant, da diese Figur das erste Mal in dieser Reihe auftritt. Einige Zuschauer und Zuschauerinnen werden sich die ganze Zeit vielleicht gefragt haben, was mit dem Mann ist. Jetzt gibt es eine Antwort. Diese ist allerdings nicht so spannend, wie man sich das vielleicht gewünscht hat. Wenn Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau zum Ende hin verrät, was er all die ganzen Jahre getan hat und weshalb er untergetaucht ist, dürfte einige denken: Ist das alles? Der Film will wohl eher als Familiendrama punkten, weniger als groß angelegtes Rätsel. Emotional wird es auch durchaus, da reißen alte Wunden wieder auf. Und da ist viel, was ausdiskutiert werden muss innerhalb des Trios. Wer ein Problem damit hat, wenn in einem solchen Genrebeitrag die Figuren viel mit sich selbst beschäftigt sind, braucht es hiermit erst gar nicht zu versuchen.

Ein schwacher Krimi

Hinzu kommt, dass der Kriminalfall nicht sonderlich überzeugt. Dass es der Papa nicht gewesen sein wird, ist klar. So funktionierten Krimis nun einmal. Bei den übrigen Figuren sind aber auch nicht sehr viele dabei, die wirklich für die Tat in Frage kommen. Zwar versucht Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau, diese als mögliche Mörder zu etablieren. Es überzeugt nur nicht, da ist mal wieder einiges übertrieben. Die falschen Fährten sind dann doch eher albern. Wer wirklich hinter allem steckt, ist da nicht sonderlich schwer zu erraten. Ein rätselfreudiges Publikum bekommt da, anders als in der Woche zuvor, nicht sehr viel zu tun, zumindest wenn es um die Identität geht.

Die Motivation hingegen wird erst ganz zum Schluss aus dem Hut gezaubert, so wie andere Informationen auch. Das ist nicht nur ganz bescheidene Erzählkunst. Es ergibt noch nicht einmal Sinn, da bleiben diverse Fragen offen. Inhaltlich ist Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau deshalb noch einmal ein bisschen schwächer als der Vorgänger, der auch schon nicht sonderlich geglänzt hat. Da ist die Reihe nicht einmal Mittelmaß. Da dieses Mal zudem die Dynamik innerhalb des Duos weniger gut zum Tragen kommt, weil diese im Schatten des Familiendramas steht, kann man sich den neuesten Auftritt der beiden getrost sparen.

Credits

OT: „Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Daniel Rübesam
Drehbuch: Michael Vershinin, Robert Hummel
Musik: David Reichelt, David Schoch
Kamera: Roland Stuprich
Besetzung: Marie Leuenberger, Michael Ostrowski, Nadja Sabersky, Stefan Rudolf, Xenia Tiling, Bettina Mittendorfer, Raphaël von Bargen, Valery Tscheplanowa

Bilder

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Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau
fazit
In „Wer einmal lügt. Ein Krimi aus Passau“ wird ein Buchhändler ermordet, unter Verdacht steht ausgerechnet der plötzlich zurückgekehrte Ex der Protagonistin. Der Film setzt mehr auf Familiendrama als auf Rätsel. Der Fall an sich taugt nicht viel, ergibt nicht wirklich viel Sinn.
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