Killer Whale
© Splendid Film

Killer Whale

„Killer Whale“ // Deutschland-Start: 29. Mai 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Noch immer leidet Maddie (Virginia Gardner) unter dem tragischen Verlust ihres Freundes, der sie während eines Überfalls beschützt hat und dabei sein Leben verlor. Um sie wieder aufzubauen, beschließt ihre beste Freundin Trish (Mel Jarnson), dass sie gemeinsam nach Thailand fliegen, um sich dort einmal richtig auszuspannen und auf andere Gedanken zu kommen. Als die beiden nachts mit Josh (Mitchell Hope), den sie zufällig kennengelernt haben, in einen Wasserpark einbrechen, beobachten sie eine furchterregende Situation: Ein Hausmeister fällt in den Tank und wird dort durch den Killerwal Ceto getötet. Geschockt fliehen sie aus dem Park. Am nächsten Morgen besuchen die drei eine abgelegene Lagune, wo sie alles vergessen möchten. Zu ihrem Entsetzen müssen sie aber feststellen, dass Ceto ihnen gefolgt ist, nachdem die Parkleitung ihn ins offene Meer entlassen hat …

Ein seltener Killer

Sie haben einen festen Platz im Horrorgenre: Filme, in denen die Hauptfiguren von irgendwelchen Tieren terrorisiert oder gejagt werden. Prinzipiell kommen hierfür alle möglichen Tierarten in Frage. Anfangs des Jahres zeigte Primate beispielsweise einen tollwütigen Schimpansen, der jeden Menschen tötet, den er findet. Tatsächlich kommen aber nur sehr wenige zum Einsatz. Bei Geschichten, die irgendwie im Wasser spielen, sind es überwiegend Haie, die zu Antagonisten werden, hin und wieder kommen Krokodile hinzu. Kaum beachtet werden hingegen Orcas, auch als Killerwale bekannt. Verständlich: Obwohl sie zu den brutalsten und klügsten Räubern der Meere zählen, interessieren sie sich kaum für Menschen. Das weiß man auch bei Killer Whale, weshalb hier ein Exemplar durch die Gefangenschaft psychotisch geworden ist.

Ein erfahrenes Publikum wird an der Stelle eventuell an Orca, der Killerwal zurückdenken, das bereits vor fünfzig Jahren das Potenzial dieser Delfinart entdeckt hat. Beide Filme versuchen sich auch an einer ökologischen Botschaft. War das Tier beim Oldie auf Rache aus, weil ein Mensch sein Weibchen und das ungeborene Junge getötet hatte, ist bei Killer Whale die Gefangenschaft der Grund für das mörderische Verhalten. Und damit das Publikum auch ja versteht, dass Tiere nicht auf diese Weise behandelt werden sollten, spricht Maddie das am Anfang auch offen aus. So weigert sie sich, den Park finanziell zu unterstützen und regulär zu besuchen. Ganz konsequent ist sie dabei aber nicht, da sie mit den anderen nachts einbricht, weil sie das Tier sehen will und damit doch die Gefangenschaft ausnutzt. Aber man sollte so oder so nicht erwarten, dass der Film inhaltlich Substanz hat. Die obligatorische tragische Vorgeschichte ist letztendlich ebenso unwichtig.

Langweilig und billig

Nun muss ein Horrorfilm natürlich nicht zwangsläufig intelligent sein und etwas auszusagen haben. Man kann diese auch nur mit der Absicht drehen, damit ein Publikum zu unterhalten. Schwierig wird es aber, wenn ein Genrebeitrag auch dabei scheitert. Und das ist bei Killer Whale der Fall. Anfangs versucht man sich noch daran, den Zuschauern und Zuschauerinnen etwas zu bieten. Nach dem erträglichen Einstieg kommt die Handlung aber nahezu völlig zum Erliegen. Ein überwiegender Teil des Films besteht darin, dass die beiden Protagonistinnen auf einem Felsen sitzen und nicht weiterkommen. Das Szenario ähnelt da The Shallows – Gefahr aus der Tiefe, damals kauerte eine Frau auf einem Felsen in einer Bucht, die von einem Hai terrorisiert wird.

Doch während dieser Film seine Momente hatte, zwischendurch schon auch mal spannend war, fehlt das hier völlig. Killer Whale ist sogar einer der langweiligsten Genrebeiträge, die man in den letzten Jahren hat ertragen müssen. Wenn die US-amerikanisch-australische Produktion einen Unterhaltungswert hat, dann ist es die billige Optik. Dass ein solcher Direct-to-Video-Titel nicht auf dem Niveau von tatsächlichen Kinostreifen agiert, ist klar. Da muss man sich schon von vornherein darauf einstellen, dass das am Computer erstellte Tier vielleicht nicht den technisch kompetentesten Eindruck hinterlässt. Dass aber derart exzessiv mit einem Greenscreen gearbeitet wird, ist völlig inakzeptabel. Wo solche Filme normalerweise wenigstens noch durch das Setting punkten können, ist die extreme Künstlichkeit hier fast schon komisch – oder eben ein großes Ärgernis. Hier sieht wirklich gar nichts natürlich aus.

Credits

OT: „Killer Whale“
Land: USA, Australien
Jahr: 2026
Regie: Jo-Anne Brechin
Drehbuch: Jo-Anne Brechin, Katharine McPhee
Musik: Angela Little
Kamera: Shing-Fung Cheung
Besetzung: Virginia Gardner, Mel Jarnson, Mitchell Hope

Bilder

Trailer

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Killer Whale
fazit
In „Killer Whale“ machen zwei Freundinnen Urlaub in Thailand, wo sie von einem psychotischen Orca terrorisiert werden. Der ökologische Ansatz verpufft ebenso wie die obligatorische tragische Vorgeschichte. Die größten Mankos sind aber die mangelnde Spannung und die geradezu lächerliche Optik.
Leserwertung0 Bewertungen
0
2
von 10