Ein Talent fürs Morden Ein Talent fürs Morden
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Ein Talent fürs Morden

Ein Talent fürs Morden Ein Talent fürs Morden
„Ein Talent fürs Morden“ // Deutschland-Start: 5. November 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Mit ihren Romanen um den eiskalten Tom Ripley hat Patricia Highsmith (Helen Mirren) weltweite Erfolge gefeiert. Doch ihr letztes Werk liegt eine Weile zurück, höchste Zeit für Nachschub! Dieser Ansicht ist man zumindest bei ihrem Verlag, weshalb schon länger versucht wird, die Krimiautorin zum Schreiben zu bewegen. Nun ruhen die Hoffnungen auf Edward Ridgeway (Alden Ehrenreich), selbst ein großer Anhänger der US-amerikanischen Schriftstellerin. Dieser reist eigens in die Schweiz, wo Highsmith zurückgezogen in einem abgelegenen Chalet lebt. Doch diese ist alles andere als angetan von diesem spontanen Besuch, will den Fremden am liebsten gleich wieder vor die Tür setzen. Diese gibt aber so schnell nicht auf und setzt alles daran, sein Idol zu überzeugen …

Kammerspiel-Thriller um die bekannte Autorin

Patricia Highsmith gehört ohne Zweifel zu den ganz Großen im Krimi- bzw. Thrillergenre. Ihre Romane wurden weltweit zu Bestsellern. Und auch im Kino war die US-Amerikanerin immer wieder vertreten, unter anderem gehen Der Fremde im Zug (1951), Der talentierte Mr. Ripley (1999), Carol (2015) und Tiefe Wasser (2022) auf sie zurück. Da ist es naheliegend, dass sich irgendwann auch jemand der Aufgabe stellen würde, einen Film über die Autorin zu drehen. Einige wenige Titel gibt es auch, diese finden sich aber im dokumentarischen Bereich – siehe etwa Loving Highsmith. Einen Spielfilm gab es bislang nicht. Auf den ersten Blick scheint man mit Ein Talent fürs Morden, diese Lücke nun schließen zu wollen. Doch das Werk bewegt sich in eine andere Richtung, als man das anfangs vielleicht meinen würde.

So steht zwar tatsächlich die in die Jahre gekommene Highsmith im Mittelpunkt der Geschichte. Es geht in dem Film auch maßgeblich um ihr literarisches Schaffen. Der Inhalt des Films ist dennoch fiktiv. Genauer basiert dieser auf dem 2014 veröffentlichten Theaterstück Switzerland der australischen Autorin Joanna Murray-Smith, die auch das Drehbuch verfasst hat. Den Ursprung merkt man Ein Talent fürs Morden an, wenn ein großer Teil des Films in dem Chalet spielt. Genauer wechselt man zwischen dem Arbeitszimmer und der Küche hin und her, sehr viel mehr bekommt man nicht zu sehen. Das macht aber erst einmal nichts. Zum einen sind diese Settings mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, man riecht geradezu den Mief einer Frau, die sich in ihrem Zuhause verbarrikadiert hat. Die bissigen Dialoge, wenn die Autorin keine Gelegenheit zur Beleidigung auslässt, sorgen für Kurzweil.

Spaßig-biestige Hauptdarstellerin

Während diese Passagen tatsächlich Spaß machen, ist der andere Strang eher weniger interessant. So versucht sich der Film an einer Art Parallelhandlung, bei dem es um ein potenzielles neues Buch geht. Aber zum einen geht Ein Talent fürs Morden da nicht so weit, wie es möglich gewesen wäre. Da fehlt in mehrfacher Hinsicht die letzte Konsequenz – von dem enttäuschenden Ende ganz zu schweigen. Zum anderen ist diese Geschichte des neuen Buchs ziemlich langweilig. Zwar kommt auf diese Weise etwas visuelle Abwechslung hinein, wenn die Fantasie einen auch an andere Orte führt. Aber das ist nicht genug. Der Versuch, die beiden Stränge mit einer jeweiligen Wechselwirkung zu versehen, ist recht banal.

Wenn sich der Thriller, der auf dem Toronto International Film Festival 2026 Weltpremiere hatte, lohnt, dann in erster Linie für die Besetzung. Gerade Helen Mirren in der Rolle der biestigen, herablassenden und selbstverliebten Autorin macht jede Menge Spaß. Wie ihre Highsmith mit dem jungen Lektor spielt, ihn vorführt und demütigt, das hat schon Unterhaltungswert. Da sieht man dann auch darüber hinweg, dass das Verhältnis ein bisschen zu sehr schwankt, ohne dass man das immer nach nachvollziehen kann. Wer einen Kammerspielthriller mit Katz-und-Maus- sowie Meta-Elementen sehen möchte, ist bei Ein Talent fürs Morden an einer soliden Adresse. Aber da wäre doch mehr drin gewesen.

Credits

OT: „A Talent for Murder“
Land: UK, Italien
Jahr: 2026
Regie: Anton Corbijn
Drehbuch: Joanna Murray-Smith
Vorlage: Joanna Murray-Smith
Musik: Dickon Hinchliffe
Kamera: Robbie Ryan
Besetzung: Helen Mirren, Alden Ehrenreich, Olivia Cooke, Juliet Stevenson

Bilder

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Ein Talent fürs Morden
fazit
In „Ein Talent fürs Morden“ soll ein junger Lektor die Autorin Patricia Highsmith zum Schreiben eines neuen Romans bewegen. Das Setting ist stimmungsvoll, Helen Mirren macht jede Menge Spaß als biestige Schriftstellerin. Die Geschichte der Theaterstück-Adaption ist jedoch nicht besonders, im Mittelteil wird es eher langweilig.
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