Steckerlfischfiasko
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Steckerlfischfiasko

Steckerlfischfiasko
„Steckerlfischfiasko“ // Deutschland-Start: 13. August 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hätte Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) gern nur seine Ruhe. Aber das Schicksal lässt das nicht zu. Schlimm genug, dass es sich seine Freundin Susi Gmeinwieser (Lisa Maria Potthoff) in den Kopf gesetzt hat, Bürgermeisterin Niederkaltenkirchens zu werden, und Sohn Paul (Pelle Küffner) Gefallen am Ballett gefunden hat. Der örtliche Steckerlfischkönig Paulus wird zudem erschlagen im Golfclub gefunden. Der Verdacht fällt schnell auf die Familie Dottinger, mit dem die Familie Paulus bis aufs Blut verfeindet ist. Nur gibt sich die gesamte Sippe gegenseitig ein Alibi. Was also tun? Zum Glück ist da aber auch noch Rudi Birkenberger (Simon Schwarz), der sich wie selbstverständlich in den Fall einbringt. Das ist nicht nur wegen dessen Überheblichkeit eine Herausforderung, sondern auch, weil er gerade einen Selbstversuch durchführt, der allen anderen gewaltig stinkt …

Einfallsloses Comeback

Fast genau 13 Jahre ist es her, dass Dampfnudelblues in die Kinos kam. Was ursprünglich nur ein kleiner Film für Fans hätte sein sollen, war der Auftakt zu einer ganzen Reihe. Nahezu jährlich kamen neue Geschichten rund um Franz und die anderen schrägen Gestalten heraus, die auf Romanen von Rita Falk basieren. Dabei gelang es dem Team, den Überraschungserfolg nicht nur zu wiederholen, sondern sogar zu steigern. Zuletzt überschritt man mit Rehragout-Rendezvous 2023 sogar die 1,5-Millionen-Besucher-Marke. Seither hieß es aber warten und warten und warten. Ganze drei Jahre dauerte es, bis mit Steckerlfischfiasko ein weiterer Teil in die Lichtspielhäuser stürmt. Es ist der mittlerweile zehnte der provinziellen Krimikomödie – und das innerhalb von gerade einmal 13 Jahren.

Bei einer derart produktiven und langlebigen Reihe ist es natürlich schwierig, jedes Mal etwas völlig Neues erzählen zu können. Also versuchte man es erst gar nicht. Mal wieder dürfen sich Franz und Susi richtig zoffen, so wie es in praktisch jedem Film der Reihe getan haben. Auch bei den anderen Figuren hat sich nicht wirklich etwas getan. Am ehesten fällt noch Rudi auf, der aus antikapitalistischen Gründen auf das Duschen verzichtet. Steckerlfischfiasko macht daraus einen Running Gag. Allerdings einen, der von Mal zu Mal langweiliger ist. Auch sonst ist der Humor ziemlich müde und altbacken. Man versucht nicht einmal, sich wirklich etwas einfallen zu lassen, sondern beschränkt sich darauf, die meist schrägen Figuren miteinander streiten zu lassen.

Als Krimi ein (schlechter) Witz

Manche Anlässe sind dabei nachvollziehbar, andere weniger. Interessant ist kein einziger davon. Am ehesten trifft das noch auf die Frage der Geschlechterbilder zu, wenn Sohn Paul Balletttänzer werden will, was erwartungsgemäß diverse – nicht einmal besonders alte – Herren zu abschätzigen Kommentaren provoziert. Das wird aber ebenso wenig vertieft wie das politische Thema, wenn Susi Bürgermeisterin werden will. Steckerlfischfiasko wirft da die unterschiedlichsten Punkte zusammen und macht am Ende fast nichts draus. Das ist frustrierend, der Film wird zu einer Geduldprobe, während man vergeblich darauf wartet, dass da etwas geschieht, wofür sich das Dranbleiben lohnt.

Klar, wer die Figuren mag, wird sich vielleicht nicht daran stören. Man darf sie aber auch als anstrengend bis nervtötend empfinden, was es umso schwieriger macht, den dämlichen Konflikten folgen zu wollen. Als Krimi ist der Film sowieso unbrauchbar. Wo anfangs bei der Reihe tatsächlich noch versucht wurde, Humor mit einer Mörderjagd zu verbringen, ist Letztere im Lauf der Jahre immer unwichtiger geworden. Ja, es gibt in Steckerlfischfiasko einen Fall. Der wird aber so stiefmütterlich behandelt, dass man es auch gleich ganz hätte lassen können. Wer zudem einigermaßen genreaffin ist, wird sehr schnell wissen, wer es wohl getan hat, da einfach die Alternativen fehlen. Warum diese Person das getan hat, ist zu dem Zeitpunkt völlig unklar, da der Film – wie jeder schlechte Krimi – jegliche Hinweise zurückhält, damit am Ende die Überraschung größer ist. Wer gehofft hat, dass die Reihe nach einer dreijährigen Wartezeit wieder besser wird, kann sich den Kinobesuch sparen. Das ist hier tatsächlich sogar noch schlechter als der ohnehin schon mäßige Vorgänger.

Credits

OT: „Steckerlfischfiasko“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Ed Herzog
Drehbuch: Stefan Betz, Ed Herzog
Vorlage: Rita Falk
Musik: Martin Probst
Kamera: Sebastian Edschmid
Besetzung: Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Lisa Maria Potthof, Eisi Gulp, Enzi Fuchs, Gerhard Wittmann, Lara Mandoki, Ruby O. Fee, Niklas Marian Müller, Pelle Küffner

Bilder

Trailer

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Steckerlfischfiasko
fazit
In „Steckerlfischfiasko“ hat der Dorfpolizist mit privaten Problemen zu kämpfen, während er den Mord in einem Golfclub klären muss. Die Witze sind schwach, die Figuren nervtötend. Als Krimi ist der Film sowieso nicht zu gebrauchen, da die Ermittlungen stiefmütterlich behandelt und jegliche Hinweise zurückgehalten werden.
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