Panda Plan The Magic Tribe

Panda Plan: The Magical Tribe

„Panda Plan: The Magical Tribe“ // Deutschland-Start: 28. August 2026 (DVD/Blu-Ray)

Inhalt / Kritik

Jackie Chan (Jackie Chan) soll eigentlich nur seinen Adoptivpanda Hu Hu in eine Schutzstation bringen – ein Termin, kein Abenteuer. Doch der Nebel über dem Wald hat andere Pläne: Hu Hu verschwindet, Chan folgt ihm durch einen Tunnel und landet in einer Welt, von der niemand draußen ahnt, dass es sie gibt. Dort lebt ein Stamm, der Pandas als Gottheiten verehrt, und ausgerechnet Hu Hus Fellzeichnung passt exakt zur alten Prophezeiung. Hu Hu soll den Stamm vor einer Katastrophe retten. Und Jackie Chan wird aufgrund seines guten Verhältnisses zum Panda der Bote, der ihm helefn soll, die Aufgabe – das Erklimmen eines schwer zu erreichenden Berggipfels – zu vollbringen.  Zusammen mit der Stammeschefin (Ma Li), ihrem Sohn Tu Lu (Yu Yang) , der kampferprobten Prinzessin Sha Yi (Wang Lingyu) und dem Krieger Qiang Shan muss Chan Hu Hu auf den gefährlichen Awe Summit begleiten, um eine angekündigte Katastrophe abzuwenden.

Fortsetzung mit neuem Anstrich

Panda Plan: The Magical Tribe ist die Fortsetzung von Panda Plan aus dem Jahr 2024 und stammt wie schon der erste Teil von Derek Hui, einem Regisseur, der im chinesischen Mainstreamkino gerne zwischen Komödie, Romantik und Action pendelt und selten ein Genre in Reinform bedient. Hui hatte im ersten Teil noch eine Geiselnahme durch Terroristen als Rahmenhandlung gewählt, in der Jackie Chan – wieder als er selbst – den kleinen Panda vor Kidnappern beschützen musste; für den zweiten Teil hat er sich davon komplett verabschiedet und ist stattdessen ins Fantasy-Fach gewechselt. Das tut dem Film gut: Panda Plan: The Magical Tribe wirkt runder und in sich stimmiger als sein Vorgänger – auch wenn „besser“ hier relativ zu verstehen ist.

Denn der Humor bewegt sich beharrlich auf Grundschulniveau, Gesangseinlagen inklusive, dazu simpler Slapstick mit stolperndem Panda und tapsigen Kriegern. Das ist eine Weile durchaus charmant.  Nur zieht sich das über die Laufzeit spürbar in die Länge. Besonders der Running Gag um den Krieger Qiang Shan nutzt sich ab: Der Mann leidet nach Schlägen an wiederkehrendem Gedächtnisverlust und wird dadurch mal zum vermeintlichen Attentäter des Boten, mal zu dessen treuestem Beschützer – ein Kniff, der beim ersten Mal witzig ist, beim dritten Mal aber nur noch nach Drehbuch-Verlegenheit aussieht.

Ein Bär mit zu viel Rechenpower

Hu Hu selbst ist, wie es sich für einen Filmpanda gehört, zum Dahinschmelzen niedlich – leider sieht man ihm die CGI-Nähte aber zu deutlich an. Immer wieder rutscht die Textur ins Künstliche, Bewegungen wirken in hektischen Momenten leicht schwerelos, und ausgerechnet in den ruhigen, emotionalen Szenen, in denen man am liebsten vergäße, dass da ein Rechner mitspielt, fällt das besonders störend auf.

Jackie Chan dagegen macht seine Sache erstaunlich gut. Klar, mit Anfang siebzig sind die halsbrecherischen Stunts der Achtziger passé, aber trotzdem bietet der Film einige richtig hübsche Actionmomente, in denen Chans altbekanntes komödiantisches Timing aufblitzt – und man merkt sofort, warum der Mann seit Jahrzehnten sein Publikum bindet.

Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb

Botschaftlich hält sich der Film nicht lange mit Zwischentönen auf: Zuneigung und Nähe sind gut, starre Regeln machen einsam und unglücklich. Das ist so simpel heruntergebrochen, dass man unweigerlich an Helmi und Rumpel denken muss – ein bisschen „piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb“ eben. Aber ehrlich: In seiner Naivität ist das auch einfach nett, und für die Zielgruppe – Familien mit kleineren Kindern – dürfte genau das der Punkt sein.

Credits

OT: „Panda Plan 2: The Magical Tribe“
Land: China
Jahr: 2026
Regie: Derek Hui
Buch: Pan Keyang, Li Heng, He Facai, Bai Bing
Musik: Luan Hui, Meng Lingda
Kamera:
Zhao Xiaoshi
Besetzung:
Jackie Chan, Ma Li, Qiao Shan, Yu Yang, Wang Yinglu, Zhang Zidong, Wang Chengsi, Ke Da, Song Muzi, Feng Man, Terry Wang,Pan Binlong, Yu Rongguang, Hu Xiaoyuan, Ji Lin

Bilder

Trailer

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Panda Plan: The Magical Tribe
fazit
„Panda Plan: The Magical Tribe“ ist eine nette, aber zähe Familienunterhaltung mit mehr Herz als Hirn: niedlicher, aber zu digitaler Panda, ordentliche Jackie-Chan-Action, doch abgenutzte Gags und Kinderzimmer-Humor bremsen den Schwung. Etwas besser als Teil eins – mehr aber auch nicht.
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