Dragon Wars
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Dragon Wars

Dragon Wars
„Dragon Wars“ // Deutschland-Start: 5. Juni 2008 (DVD)

Inhalt / Kritik

Nach außen hin scheint Sarah (Aanda Brooks) eine ganz normale junge Frau zu sein. Doch der Eindruck trügt. In Wahrheit handelt es sich bei ihr um die Reinkarnation von Narim und sie trägt deshalb wie diese das Yuh Yi Joo in sich, welches es Riesenschlangen erlaubt, sich in Drachen zu verwandeln. Eben das will Buraki erreichen, eine besonders böse Schlange, die diese Kräfte für eigene Zwecke nutzen will. Zum Glück ist da aber auch noch Ethan Kendrick (Jason Behr), der beim Fernsehen arbeitet, dabei aber selbst eine Reinkarnation ist. Seine Aufgabe ist es, Sarah zu beschützen und Buraki aufzuhalten. Doch dieser ist ebenso wenig allein und fest entschlossen, alles dafür zu tun, um sein Ziel zu erfüllen – und wenn er dafür ganz New York City in Schutt und Asche legt …

Culture Clash im Großformat

Inzwischen sind südkoreanische Filme und Serien hierzulande keine Besonderheit mehr, die Popkultur des südostasiatischen Landes hat weltweit zahlreiche Fans gefunden. Doch als Dragon Wars vor knapp zwanzig Jahren bei uns veröffentlicht wurde, sah das noch anders aus. Die Vorstellung einer internationalen Coproduktion zwischen USA und Südkorea war damals etwas Besonderes. Wobei man die doppelte Herkunft nicht unbedingt sieht, zumindest auf den ersten Blick. Schließlich spielt die Geschichte fast ausschließlich in den USA, was sich auch an der Besetzung bemerkbar macht. Nur beim Rückblick auf vergangene Ereignisse zeigen sich südkoreanische Schauspieler und Schauspielerinnen. In der Gegenwart sind sie weit und breit nicht zu sehen.

Dennoch war der Film dort ein großer Erfolg, die bis dahin teuerste südkoreanische Produktion aller Zeiten spielte in der Heimat richtig viel Geld ein. Im Westen ging der Fantasy-Actionfilm hingegen ziemlich unter. Die desaströsen Kritiken waren dabei sicherlich nicht hilfreich. Aber ist Dragon Wars wirklich so katastrophal? Darüber kann man sich streiten. Gut ist der Streifen jedoch sicherlich nicht. Das fängt schon mit der sehr willkürlichen Kombination aus fernöstlichen Fantasygestalten und US-Metropole an. Dass das nicht wirklich zusammenpasst, ist klar. Man verpasste aber, aus diesem starken Kontrast auch etwas herauszuholen, den kulturellen Aspekt auszuarbeiten. Stattdessen ist es einfach willkürlich, wie das alles zusammengeworfen wird.

Inhaltlich und visuell schwach

Inhaltlich darf man aber sowieso nicht viel erwarten. Dragon Wars ist ein recht wirres Werk, über das man nicht sehr viel nachdenken sollte. Zwar gibt es schon eine umfangreichere Mythologie, die zu Beginn im Schnellverfahren verteilt wird. Danach wird es aber sehr dünn. Bei den Figuren sieht es noch schlimmer aus, Regisseur und Drehbuchautor Hyung-rae Shim macht wirklich nur das Nötigste, die Zweibeiner sind nur ein Mittel zum Zweck. Der Gegenspieler wird nur dadurch beschrieben, dass er böse ist. Mehr muss man offensichtlich nicht wissen. Das muss einen nicht zwangsläufig stören, es gibt genügend Filme, bei denen es nicht anders ist und wo das Spektakel der Fokus ist, nicht der Inhalt. Aber es hilft auch nicht unbedingt dabei, dass man bis zum Ende dranbleibt, wenn das so wirr und belanglos ist wie hier.

Hinzu kommt, dass die Optik auch nicht wirklich toll ist. Sicher, der Film ist knapp zwanzig Jahre alte, weshalb man etwas gnädiger sein sollte bei der Beurteilung. Und auch wenn Dragon Wars für heimische Verhältnisse sehr teuer war, im Vergleich zu Hollywood-Produktionen war das noch recht günstig. Das ändert aber nichts daran, dass die zahlreiche CGI-Kreaturen einfach nicht up-to-date sind. Wie sehr das zum Problem werden kann, zeigt aktuell Hope, ein weiterer Film aus Südkorea mit wenig ansehnlichen Gestalten aus dem Computer. Während dort aber andere Punkte so gut sind, dass es insgesamt noch für ein solides Werk reicht, da gibt es einfach zu wenig, was hier als Einschaltargument herhalten könnte. Allenfalls das irgendwie kuriose Konzept, dass mythische Drachen durch eine moderne Großstadt wüten, ist einen Blick wert.

Credits

OT: „D-War“
Land: Südkorea, USA
Jahr: 2007
Regie: Hyung-rae Shim
Drehbuch: Hyung-rae Shim
Musik: Steve Jablonsky
Kamera: Hubert Taczanowski
Besetzung: Jason Behr, Amanda Brooks, Craig Robinson, Elizabeth Peña, Robert Forster

Bilder

Trailer

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Dragon Wars
fazit
In „Dragon Wars“ müssen zwei reinkarnierte Menschen eine böse Riesenschlange aufhalten, die in New York City zum Drachen werden will. Die Kombination aus historischen Fantasygestalten und moderner Großstadt ist kurios. Ansonsten muss man das hier aber nicht gesehen haben, da Inhalt und Optik zu schwach sind.
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