Detektiv Conan 29 Der gefallene Engel des Highways Meitantei Konan: Haiwei no datenshi Detective Conan: Fallen Angel of the Highway
© Gosho Aoyama / Shogakukan∙YTV∙TMS 1996

Detektiv Conan – 29. Film: Der gefallene Engel des Highways

Detektiv Conan 29 Der gefallene Engel des Highways Meitantei Konan: Haiwei no datenshi Detective Conan: Fallen Angel of the Highway
„Detektiv Conan: Der gefallene Engel des Highways“ // Deutschland-Start: 25. August 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Eigentlich wollten Conan und seine Freunde in Kanagawa das Motorrad-Festival genießen. Doch auf dem Weg dorthin kommt es zu einer unheimlichen Begegnung, als ein schwarzes Motorrad auftaucht und unkontrolliert durch die Gegend rast. Die Verkehrspolizistin Chihaya Hagiwara, selbst eine herausragende Motorradfahrerin, ist dem Unbekannten dicht auf den Fersen. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass die Kinder mit dem Motorrad zu tun haben. Denn dieses taucht auch an anderer Stelle auf und sorgt dort für Chaos. Während die Polizei versucht, den Übeltäter zu schnappen, macht sich Conan an die Arbeit, das Geheimnis dahinter zu lüften …

Rasanter Auftritt des Meisterdetektivs

Sie gehören fest zum Kino-Lineup dazu: die jährlichen Kinofilme rund um den von Gosho Aoyama erfundenen Meisterdetektiv Detektiv Conan. Zwar könnte man meinen, dass mehr als 30 Jahre nach dem ersten Band des Mangas irgendwann der Bedarf gestillt ist. Aber nichts da, sowohl die gedruckte wie auch die animierte Form gehen unbeirrt weiter. Letztes Jahr nahm uns Der Flashback des Einäugigen mit auf eine Reise in die verschneiten Berge, wo es zu seltsamen Vorkommnissen und einem heimtückischen Anschlag kommt. Nun steht mit Detektiv Conan: Der gefallene Engel des Highways der nächste Teil der Reihe an, es ist der inzwischen 29. Kinofilm um den unverwüstlichen Helden. Und zumindest anfangs sieht es danach aus, als hätten wir es wieder mit einem Provinzkrimi zu tun, wo irgendwo im Verborgenen mysteriöse Typen umherschleichen.

Stattdessen ist Detektiv Conan: Der gefallene Engel des Highways ein Film, der primär auf der Straße spielt. Die anfängliche Verfolgungsjagd ist nur ein Vorgeschmack auf das, was in den 110 Minuten alles passiert. Fast alles darum dreht sich um Motorräder. Zwischendurch ist zwar auch von einem Bombenanschlag die Rede, der tödlich endete. Aber dabei handelt es sich um die Vorgeschichte, welche zwar Auswirkungen auf die Gegenwart hat, ansonsten aber nicht groß thematisiert wird. Zunächst ist das irritierend, weil ein Verkehrsrowdy zwar ein Ärgernis ist, aber sicher nicht auf einer Stufe steht mit den Mördern, mit denen es Conan sonst so zu tun bekommt. Später darf dann auch gemordet werden, aber es hält sich in Grenzen. Anders als viele Teile dieser Endlosreihe ist das hier weniger ein Whodunit. Man fragt sich eher, worum es überhaupt geht. Rätsel gibt es also schon. Die Geschichte schlägt zudem einige Haken.

Überzogen, aber schick umgesetzt

Dabei greift man hier durchaus aktuelle Themen auf. Zu viel sollte man natürlich nicht verraten, aber mal wieder geht es um technologische Gefahren und Leuten, die für Geld über Leichen gehen. Damit das alles aber auch ein bisschen menschelt, führt Detektiv Conan: Der gefallene Engel des Highways zudem die Figur der Verkehrspolizistin ein, die um ihren toten Bruder trauert. Das ist alles wie immer ein wenig überfrachtet. Da mischen zu viele Charaktere mit, die eigentlich nichts zu tun haben. Und es ist auch nicht so, als müsse man die Geschichte unbedingt nachvollziehen können. Glaubwürdig ist das nicht gerade, was einem da vorgesetzt wird. Aber das sind die Filme aus dieser Reihe eh nie, inhaltlich sind die immer völlig überzogen.

Dass der 29. Teil sehenswerter ist, liegt dann auch mehr an der Umsetzung. Gerade die besagten Szenen, wenn die Figuren auf den Motorrädern durch die Gegend brettern, machen ordentlich etwas her. Überhaupt ist Detektiv Conan: Der gefallene Engel des Highways visuell gelungen. Waren die Filme lange nicht mehr als überlange Fernsehfolgen, wurde zuletzt doch mehr in die Optik investiert. Das Animationsstudio TMS hat einige richtig schicke Passagen drin, sowohl im Hinblick auf die Hintergründe wie auch den technischen Aspekt. Ein bisschen schade ist es zwar schon, dass die Geschichte nicht besser geworden ist. Aber man kann sich auch so ganz gut unterhalten lassen.

Credits

OT: „Meitantei Konan: Haiwei no datenshi“
IT: „Detective Conan: Fallen Angel of the Highway“
Land: Japan
Jahr: 2026
Regie: Takahiro Hasui
Drehbuch: Takahiro Ōkura
Vorlage: Gosho Aoyama
Musik: Yugo Kanno
Animation: TMS

Bilder

Trailer

Detektiv Conan Special

Wer mehr über die Geschichte von Detektiv Conan erfahren möchte: In unserem Themenspecial blicken wir zurück auf das Franchise, dazu gibt es zahlreiche Kritiken rund um den Manga und den Anime.

Detektiv Conan: Das große kleine Krimi-Genie [Special]

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Detektiv Conan – 29. Film: Der gefallene Engel des Highways
fazit
In „Detektiv Conan: Der gefallene Engel des Highways“ muss der Meisterdetektiv das Rätsel um ein wild durch die Gegend rasendes Motorrad lösen. Das ist alles stimmungsvoll und unterhaltsam umgesetzt, gerade die Verfolgungsjagden können sich sehen lassen. Inhaltlich ist das hingegen mal wieder überzogen, selbst wenn aktuelle Themen aufgegriffen werden.
Leserwertung0 Bewertungen
0
6
von 10