Kombucha - Die Zukunft beginnt hier
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Kombucha – Die Zukunft beginnt hier

„Kombucha – Die Zukunft beginnt hier“ // Deutschland-Start: 2. Juli 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Luke (Terrence Carey) hat einen großen Traum: Er wollte immer als Musiker Karriere machen! So richtig wurde daraus aber nichts, seine Auftritte bringen kaum etwas ein. Das ist nicht nur für ihn frustrierend, auch seine Partnerin Elyse (Paige Bourne) ist nicht sonderlich glücklich darüber, bedeutet es doch, dass sie es ist, die für alle Kosten aufkommen muss. Als er Andy (Jesse Kendall) wiedersieht, ein früheres Bandmitglied und dieser ihm von einer extrem guten Jobmöglichkeit erzählt, fasst Luke nach anfänglichem Zögern den Beschluss, es doch einmal mit einer regulären, soliden Arbeit zu versuchen. Zwar versteht er selbst nicht so wirklich, was genau die in dem Unternehmen Symbio eigentlich tun. Aber bei einem sechsstelligen Gehalt fragt man nicht nach. Er lässt sich sogar darauf ein, jeden Tag Kombucha zu trinken, wie es ihm seine Chefin Kelsey (Claire McFadden) nahelegt – bis er lauter seltsame Beobachtungen macht …

Satire trifft Body Horror

Die meisten von uns verbringen mehrere Stunden pro Tag damit, oft über Jahre und Jahrzehnte hinweg: die Arbeit. Kein Wunder also, dass dies ein sehr dankbares Thema für Filme und Serien ist, zahlreiche Geschichten eben am Arbeitsplatz spielen. Dabei sind die unterschiedlichsten Genres möglich. Vor allem die Komödie ist bestens etabliert, es gibt nicht eben wenige solcher Office Comedies. Dramen sind aber ebenso möglich wie echte Genrebeiträge aus dem Thriller- bzw. Horrorbereich. Da war etwa Mayhem, wo die Angestellten einer Firma durch ein Virus enthemmt verrücktspielen und sich gegenseitig umbringen. In Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster wird ein Fernsehsender zum Jagdgebiet der irren Kultmonster. Irgendwo zwischen Satire und Horror angesiedelt war Das Belko Experiment, wo ebenfalls Mitarbeitende sich gegenseitig umbringen. Weniger konfrontativ ist Kombucha – Die Zukunft beginnt hier, der neueste Beitrag aus dem Segment.

Satirische Elemente gibt es auch hier. Das betrifft beispielsweise die Firma selbst, die hier als eine Art Kult beschrieben wird. Da werden automatisch Assoziationen an High-Tech-Firmen wie Google oder Apple geweckt. Aber auch das Thema der Selbstoptimierung wird hier bis zur Schmerzgrenze überdreht. Die Suche nach der bestmöglichen Version von uns selbst ist in den letzten Jahren ein Dauerbrenner geworden, sowohl im beruflichen wie im privaten Umfeld. Es wird von uns geradezu erwartet, dass wir besser sind, als wir es eigentlich sind. Kombucha – Die Zukunft beginnt hier nimmt das Ganze auf und macht daraus einen grotesken Genremix irgendwo zwischen Komödie und Body Horror, wenn der titelgebende Tee unerwartete Nebenwirkungen hat. Zumindest unerwartet für den Protagonisten. Das Publikum selbst weiß natürlich, dass hier etwas nicht stimmt.

Nicht wirklich spannend

Was genau das Geheimnis hinter dem Unternehmen ist und dem Tee, wird aber erst später verraten. Kombucha – Die Zukunft beginnt hier hat also auch noch einen leichten Mystery-Faktor, wenn die Zuschauer und Zuschauerinnen gespannt sein dürfen, worauf das alles hinausläuft. Theoretisch. Praktisch ist das mit der Spannung aber so eine Sache. Denn dafür passiert hier einfach zu wenig, die Entwicklung ist schon ziemlich überschaubar. Dass der Film auf einem Kurzfilm basiert, der zwei Jahre zuvor veröffentlicht wurde, merkt man ihm an. Regisseur und Co-Autor Jake Myers hat seine Mühe, die handelsübliche Laufzeit von anderthalb Stunden zu füllen. Das fühlt sich zuweilen schon gestreckt hat.

Schlecht ist das Ergebnis dabei nicht. Da sind schon immer mal wieder amüsante Momente dabei. Die grundsätzliche Idee gefällt sowieso, wenn unheimliche Veränderungen an dem eigenen Körper als Symbol dafür genommen wird, wie wir uns für andere verbiegen und quälen, nur um angenommen zu werden. Kombucha – Die Zukunft beginnt hier ist dabei jedoch eher ein sympathisches Werk als ein wirklich unterhaltsames. Dass der Film weder bei Festivals noch bei der Heimveröffentlichung viel Aufmerksamkeit erhielt, verwundert da nicht wirklich.

Credits

OT: „Kombucha“
Land: USA
Jahr: 2025
Regie: Jake Myers
Drehbuch: Jake Myers, Geoff Bakken
Musik: Mark Mancina
Kamera: Matt Brown
Besetzung: Terrence Carey, Paige Bourne, Jesse Kendall, Claire McFadden

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Kombucha – Die Zukunft beginnt hier
fazit
„Kombucha – Die Zukunft beginnt hier“ handelt von einem dubiosen Unternehmen, wo es viel Geld gibt – und einen Tee, der das Beste aus dir herausholen soll. Der Film kombiniert dabei Satire und Body Horror zu einem Mix, der durchaus bekömmlich ist, aber nicht wirklich großen Eindruck hinterlässt. Dafür ist die Erweiterung eines Kurzfilms nicht spannend genug.
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