Culpa Tuya – Deine Schuld: London Your Fault Amazon Prime Video
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Culpa Tuya – Deine Schuld: London

Culpa Tuya – Deine Schuld: London Your Fault Amazon Prime Video
„Culpa Tuya – Deine Schuld: London“ // Deutschland-Start: 17. Juni 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

So richtig gut verstanden sich Noah (Asha Banks) und Nick (Matthew Broome) ja anfangs nicht. Eigentlich haben sie einander regelrecht gehasst. Doch das war einmal, die beiden sind sich nähergekommen und haben sich ineinander verliebt. Dass die beiden Stiefgeschwister sind, stört sie nicht weiter, im Gegensatz zu ihren Eltern, die entsetzt sind über diese Beziehung. Die eigentlichen Herausforderungen lauern jedoch woanders. So wurde Noah an der Cambridge-Universität angenommen, weshalb sie jetzt ständig weg ist, während Nick beruflich zu tun hat. Das stellt die zwei vor eine große Probe, da sie überall amouröse Konkurrenz vermuten und damit die Partnerschaft torpedieren …

Mittelstück der Remake-Trilogie

Eines muss man Amazon Prime Video ja lassen: Sie hatten schon einen guten Riecher, als sie die Romanreihe von Mercedes Ron lizenzierten, um daraus Filme zu machen. So war die zwischen 2023 und 2025 veröffentlichte Trilogie Culpa Mia – Meine Schuld, Culpa Tuya – Deine Schuld und Culpa Nuestra – Unsere Schuld ein weltweiter Erfolg. Und noch bevor diese Trilogie abgeschlossen war, ließ der Streamingdienst bereits ein englischsprachiges Remake anfertigen. Gebraucht hätte das wohl nicht. Aber auch Culpa Mia – Meine Schuld: London, welches die Geschichte nach Großbritannien verlegte, erreicht ein großes Publikum. Und so folgt anderthalb Jahre später mit Culpa Tuya – Deine Schuld: London der zweite Teil der Remake-Trilogie, der dritte ist bereits fest angekündigt.

Natürlich darf man sich auch dieses Mal fragen, was genau eigentlich Sinn und Zweck ist, eine erst kürzlich veröffentlichte Geschichte noch einmal zu erzählen. Denn sieht man einmal von dem veränderten Schauplatz ab, sind die beiden Filme recht austauschbar. An der einen oder anderen Stelle geht Culpa Tuya – Deine Schuld: London zwar schon einen etwas anderen Weg oder setzt anderweitige Akzente. Dennoch, das ist so einfach zu wenig, um wirklich beide Adaptionen zu rechtfertigen, zumal ja auch das Original in alle möglichen Sprachen übersetzt wurde und es bei der zweiten Fassung keine Stars gibt, mit denen man werben könnte. Wem die erste Verfilmung gefallen hat, wird zwar sicherlich auch die zweite mögen, aber eben zu wenig Neues finden. Wer Erstere schon nicht mochte, dürfte hiervon kaum eines Besseren überzeugt werden.

Furchtbare Figuren

Und tatsächlich darf man sich auch beim zweiten Anlauf fragen, warum genau so viele Leute das toll finden. Schon die grundsätzliche Prämisse ist irgendwo bescheuert bis befremdlich, wenn zwei Stiefgeschwister eine Beziehung miteinander anfangen und das nie in Frage stellen. Warum sie sich ineinander verlieben, wird auch nicht klar. Sicher, die beiden sind attraktiv. Ihre jeweiligen Persönlichkeiten sind jedoch nicht sonderlich anziehend. Das war beim letzten Mal so, ist auch bei Culpa Tuya – Deine Schuld: London so. Wenn sie sich hier selbst oder auch einander das Leben schwermachen durch eine geradezu pathologische Unsicherheit und Eifersucht, fällt es ja schon schwer, mit diesen Leuten mitzufühlen. Romantisch ist an diesem Kindergarten jedenfalls nichts.

Stattdessen nerven die beiden Hauptfiguren mit ihren Luxusproblemen. Es ist auch nicht so, als wären die diversen Sexszenen so aufregend, dass man dem Film eine wirkliche Amour Fou zugestehen müsste. Dafür ist das alles zu glatt, zu brav. Die jugendliche Zielgruppe soll wohl nicht herausgefordert werden. Die gelegentlichen Actionszenen, wenn in Culpa Tuya – Deine Schuld: London die illegalen Autorennen zurückkehren, hinterlassen ebenfalls kaum Eindruck. Der beabsichtigte Nervenkitzel bleibt aus. Und so darf man dann auch diesen Film des Franchises getrost ignorieren. Gerade weil der Bereich des Liebesdramas für jugendliche Zuschauer und Zuschauerinnen derart überfüllt ist und man es verpasst, etwas Eigenes daraus zu machen, ist die Romanadaption Zeitverschwendung.

Credits

OT: „Your Fault: London“
Land: UK
Jahr: 2026
Regie: Dani Girdwood, Charlotte Fassler
Drehbuch: Melissa Osborne, Bella Heesom
Vorlage: Mercedes Ron
Musik: James Jacob
Kamera: Tristan Chenais
Besetzung: Asha Banks, Matthew Broome, Eve Macklin, Ray Fearon, Enva Lewis, Kerim Hassan, Sam Buchanan, Louisa Binder, Joel Nankervis, Scarlett Rayner, Orlando Norman

Bilder

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Culpa Tuya – Deine Schuld: London
fazit
„Culpa Tuya – Deine Schuld: London“ setzt die Liebesgeschichte der beiden Stiefgeschwister fort, die diesmal mit ganz viel Eifersucht zu kämpfen haben. Die Figuren sind kindisch und unsympathisch, Sex und Action hinterlassen kaum Eindruck. Warum man mit diesen Leuten mitfühlen sollte, bleibt ein Geheimnis.
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