Masters of the Universe 2026
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Masters of the Universe (2026)

Masters of the Universe 2026

Inhalt / Kritik

Als Kind musste Prinz Adam (Nicholas Galitzine) mitansehen, wie seine Eltern von Skeletor (Jared Leto) verschleppt wurden und seine Heimat Eternia erobert wurde. Er selbst kam mit seinem Leben davon, die mächtige Zauberin (Morena Baccarin), welche über das Schloss Grayskull und das Land wacht, teleportierte ihn in eine fremde Welt. Dummerweise verlor er dabei aber das magische Schwert, welches der Schlüssel zur Macht ist. Jahrelang suchte er danach, aber vergeblich. Erst 15 Jahre später, aus dem Jungen ist ein junger Erwachsener geworden, wird er doch noch fündig. Die Freude über den Fund währt aber nicht lang. Kurze Zeit später steht seine alte Freundin Teela (Camila Mendes) vor ihm, aber auch die Gegenseite hat mitbekommen, dass das Schwert wieder da ist. Ehe Adam es sich versieht, ist er zurück auf dem fernen Planeten und muss sich als Held beweisen, obwohl er dafür nicht gemacht ist …

Zurück in die Vergangenheit

Als Kind in den 1980ern führte quasi kein Weg an den Spielfiguren vorbei. He-Man, Skeletor und all die anderen waren nicht zuletzt wegen der kultigen Zeichentrickserie überall. Seither ist viel geschehen, das Franchise hat so manche Höhen und Tiefen erlebt. In den letzten Jahren hat es mehrere Animationstitel gegeben, die versuchten, an die alten Erfolge anzuschließen. Die Ergebnisse waren aber gemischt, zumal die ein oder andere kontroverse Entscheidung getroffen wurde. Nach jahrelangem hin und her steht nun auch mal wieder ein Live-Action-Film an, der mit viel Aufwand, bekannter Besetzung und auf der großen Leinwand daherkommt. Das ist durchaus ein Wagnis. Nicht nur, dass das Franchise nicht mehr ganz taufrisch ist und man sich immer wieder fragt, ob es überhaupt noch so viele Fans gibt. Zudem ist da ja noch Masters of the Universe, die ebenso kultige wie katastrophale erste Live-Action-Adaption von 1987, die zeigte: Als Realfilm ist die Vorlage nur schwierig umzusetzen.

Dabei ließ man es sich nicht nehmen, eine Anspielung auf eben diesen „Vorgänger“ einzubauen. Und es ist nicht die einzige: Der Film ist vollgepackt mit Easter Eggs, an denen sich ein kundiges Publikum erfreuen darf. Das heißt aber nicht, dass das hier einer dieser reinen Fanservice-Titel ist, die ihren Reiz allein aus der Nostalgie ableiten. Vielmehr versuchte man bei Masters of the Universe den Spagat, ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Das betrifft nicht nur das Maß an Vorkenntnissen, wenn hier prinzipiell sowohl erfahrene Zuschauer und Zuschauerinnen wie auch Neulinge willkommen sind. Es betrifft auch das Alter. Ursprünglich waren die Spielzeuge und die Zeichentrickserie für Kinder gedacht. Der neue Film will sowohl heutige Kinder wie auch die damaligen Kinder, die heute Erwachsene im mittleren Alter sind, ansprechen. Tatsächlich sind in dem Film immer wieder Witze drin, die definitiv nicht für Kinder gedacht sind.

Holprig, aber überraschend spaßig

Überhaupt überrascht das Ausmaß an Humor, welches Regisseur Travis Knight, der schon beim Transformers Spin-off Bumblebee sein Faible für 80er-Jahre Spielzeug demonstrierte, eingebaut hat. Schon der Einstieg, wenn Adam als vermeintlicher Nerd völlig deplatziert in der Welt der Menschen unterwegs ist, ist für zahlreiche Lacher gut. Der Film setzt da auf einen klassischen Fish-out-of-Water-Humor. Später macht sich Masters of the Universe aber auch über das Franchise an sich lustig, findet etwa eine Begründung dafür, warum die Figuren alle so bescheuerte Namen haben. Manchmal ist der Schritt zur Karikatur nicht mehr weit, wenn der Film in erster Linie eine (Meta-)Komödie wird. Das mit der Balance klappt nicht immer so ganz.

Überhaupt ist manches hier nicht ganz ausgegoren. Schade ist beispielsweise, dass der pazifistische Ansatz des Helden eine bloße Behauptung bleibt, in der Hinsicht wäre mehr Konsequenz gut gewesen. Außerdem ist die Laufzeit mal wieder recht lang, mehr als zwei Stunden hätte es dann doch nicht gebraucht. Und trotz der spöttischen Ansätze: Masters of the Universe ist ein klassischer Popcorn-Blockbuster, der an vielen Stellen konventionell bleibt. Aber es ist eben ein tatsächlich spaßiger Blockbuster, der sehr viel besser ist, als man das im Vorfeld hätte erwarten dürfen. Dass hier vieles überzogen ist, das Ensemble auch vor Overacting nicht zurückschreckt, ist ebenso wenig ein Problem wie die künstliche Optik. Der Film fängt auf seine Weise gut ein, wie hanebüchen die Vorlage war, und ist dabei doch auch eine ernst gemeinte Liebeserklärung an den Quatsch.

Credits

OT: „Masters of the Universe“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Travis Knight
Drehbuch: Chris Butler, Aaron Nee, Adam Nee, David Callaham
Musik: Daniel Pemberton
Kamera: Fabian Wagner
Besetzung: Nicholas Galitzine, Camila Mendes, Jared Leto, Alison Brie, Idris Elba

Bilder

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Masters of the Universe (2026)
fazit
„Masters of the Universe“ folgt einem deplatzierten Prinzen im Exil zurück auf einen fremden Planeten, den er vor dem Bösen retten muss. Der Film ist eine Liebeserklärung an die Spielzeuge aus den 1980ern, nimmt diese aber auch immer wieder auf den Arm. Das ist zu lang und nicht ganz ausgegoren – aber doch ein überraschend großer Spaß.
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