The Mannequin
© Tiberius Film

The Mannequin

The Mannequin
„The Mannequin“ // Deutschland-Start: 7. Mai 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Als Liana (Isabella Gomez) und Sophia (Gabriella Rivera) ein Lager kaufen, glauben sie, den perfekten Ort für ihr Modestudio gefunden zu haben. Doch das Glücksgefühl ist recht bald vorbei, als Sophia stirbt. Selbstmord, so heißt es. Ein Jahr später beschließt Liana, das Lager wieder zu nutzen, in Gedenken an die Verstorbene. Dabei ahnt sie nicht, dass der Ort von dem Geist eines toten Serienmörders heimgesucht wird – und nicht nur die Schwester auf dem Gewissen hat. Und er sieht in Liana und ihrem Umfeld die perfekten Opfer, um wieder zuzuschlagen …

Noch eine Mörderpuppe?

Dass unbelebte Dinge in Horrorfilmen ein Eigenleben entwickeln, ist keine Seltenheit. Gerade wenn es irgendwie um Haunted-House-Vertreter oder auch dämonische Geschichten geht, passiert so etwas ständig. Puppen bieten sich für solche unerwarteten Entwicklungen an, da sie von Natur aus Menschen imitieren sollen. Entsprechend viele Beispiele für solche besessenen Puppen gibt es, siehe Chucky – Die Mörderpuppe, Annabelle und Finders Keepers. Besonders unheimlich wird es, wenn Schaufensterpuppen für solche Zwecke eingespannt werden. Don’t Look Away ist ein neuerer Titel, der mit einem solchen Motiv arbeitet. Mit The Mannequin kommt jetzt ein weiterer bei uns heraus, der sich auf die Unheimlichkeit eines solchen Objekts verlässt.

Wobei der Titel doch eine falsche Erwartung weckt. Die meisten dürften bei diesem davon ausgehen, dass wir hier ganz viele Szenen zu sehen bekommen, in denen die besagte Schaufensterpuppe Jagd auf die Menschen macht. Tatsächlich ist sie aber gar nicht so aktiv, wie man das denken könnte. Es geht dann doch mehr um den Geist des Mörders, der noch immer in dem Gebäude herumspukt und es dabei auf Frauen abgesehen hat. Ein bisschen verrät The Mannequin bereits am Anfang, worum es dabei geht. Anderes wird erst im Laufe der Zeit verraten. Es geht hier also schon ein wenig in die Mystery-Richtung, wobei man da nicht zu viel erwarten sollte. Ganz so viel hat Regisseur und Drehbuchautor John Berardo (Slayed – Wer stirbt als Nächstes?) dann doch nicht zu erzählen.

Kein Eigenleben

Die inhaltliche Schwäche macht sich gerade auch bei den Figuren bemerkbar. Diese haben zwar Namen, die meisten zumindest. Mehr hat Berardo ihnen aber nicht mitgegeben. Ein Großteil von ihnen ist völlig nichtssagend, hat allenfalls einen Beruf spendiert bekommen, der dann vielleicht für die Handlung von Bedeutung ist. Vielleicht auch nicht. Dass Charaktere in Horrorfilmen nur schwach gezeichnet werden, ist natürlich keine Seltenheit. Das findet man in dem Genre andauernd. Bei The Mannequin gab man sich aber besonders genügsam. Da man auch schauspielerisch keine Mittel fand, um den Figuren Leben einzuhauchen, sind diese ebenso ausdruckslos wie die Schaufensterpuppe. Erstere sind aus Fleisch und Blut, sprechen und bewegen sich. Aber das reicht nicht aus, um beim Publikum wirkliche Anteilnahme zu erzeugen. Man fiebert hier nicht unbedingt mit, wenn es darum geht, ob die Leute die Situation überleben oder nicht.

Ein paar Stellen im Film sind dabei schon prägnanter geworden. Beispielsweise stechen die Schwarzweiß-Szenen ein wenig mehr hervor. Außerdem wird es dann und wann auch irgendwie albern, ohne dass ganz klar ist, ob das jetzt beabsichtig ist oder nicht. Das reicht aber nicht aus, um diesen Horrorbeitrag anderen empfehlen zu müssen. The Mannequin ist sogar über weite Strecken ein eher langweiliger Vertreter, schafft es einfach nie, aus diesem Szenario irgendwie Spannung zu erzeugen. Dass das Publikum immer wieder einen Wissensvorsprung hat und darauf warten muss, dass die Figuren mal ein wenig aufholen, macht die Sache nicht besser. Immer wieder ertappt man sich bei dem Gedanken, dass das doch bitte bald vorbei sein soll – für die Betroffenen wie einen selbst.

Credits

OT: „The Mannequin“
Land: USA
Jahr: 2025
Regie: John Berardo
Drehbuch: John Berardo
Musik: Alexander Arntzen
Kamera: Jonathan Pope
Besetzung: Isabella Gomez, Lindsay LaVanchy, Shireen Lai, Maxwell Hamilton, Gabriella Rivera

Bilder

Trailer

Kaufen / Streamen

Amazon (DVD „The Mannequin“)

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

The Mannequin
fazit
„The Mannequin“ lässt den Geist eines Serienmörders los, der Jagd auf Frauen macht. Der Film hält nicht ganz das, was er verspricht und ist auch insgesamt eher eine Enttäuschung. So wird er nie wirklich spannend. Die schwachen Figuren machen die Sache auch nicht besser.
Leserwertung0 Bewertungen
0
4
von 10