
Für Chefermittlerin Stascha Novak (Jasmin Gerat) bedeutet es eine Umstellung, als ihre neue Kollegin Valessa Matkovic (Romina Küper) anfängt. Dabei bleibt den beiden gar nicht die Zeit, um sich groß kennenzulernen, da sie gleich zu Beginn einen komplexen Fall zu lösen haben. So wurde Flussufer des Jadro die Leiche von Vito Andic (Tomislav Krstanovic) gefunden, ein 36-jähriger Marmeladenhersteller aus Südkroatien. Eine erste Spur führt dabei zu Sandro Horvath (Tomislav Blaževic), einem Kunden des Toten, der einen Bioladen führt. Während die beiden Polizistinnen dabei Hinweise auf weitere Verbrechen finden, kommt es zu einem zweiten Mord, und sie müssen erkennen, dass die Geschichte deutlich größer ist als gedacht …
Neustart mit Vorgeschichte
Eigentlich gehörte der Der Kroatien-Krimi ja zu den beständigen ARD-Krimireihen. Nicht nur, dass die Zuschauerzahlen recht konstant waren, meistens so zwischen fünf und sechs Millionen betrugen. Es gab auch regelmäßig Nachschub: Jedes Jahr wurden zwei neue Filme ausgestrahlt. Zuletzt pausierte der Publikumsliebling aber. Seit Die toten Frauen von Brac im Februar 2024 warteten Fans auf weitere Teile. Damals ging es um zwei geflüchtete Frauen, die tot auf einer Motoryacht entdeckt wurden. Jetzt meldet sich die Reihe dafür wieder mit einem Doppelschlag zurück. Zunächst kommt Mord am Jadro, es ist der 17. Film der 2016 gestarteten Reihe. Und er bedeutet in mancher Hinsicht einen Neustart.
Genauer muss die Reihe in Zukunft ohne die Figuren Brigita Stević und Emil Perica auskommen, die mit der letzten Folge ihren Abschied genommen haben. Aber dafür gibt es jetzt ja Valessa, die Neue an der Seite von Stascha. Und damit ihr Einstand auch irgendwie Eindruck hinterlässt, entschied man sich dafür, dass sie mit irgendeinem Geheimnis angereist ist. So steht irgendwann eine überraschende Entdeckung in Der Kroatien-Krimi: Mord am Jadro an. Und das ist wohl nur der Anfang. So lässt das Ende der Folge darauf schließen, dass das eine längerfristige Sache werden könnte. Grundsätzlich ist es zwar nicht verkehrt, wenn die Neuen irgendwelche alten Geschichten mit sich herumschleppen. Aber das wird inzwischen im Krimigenre so inflationär genutzt, dass das nicht mehr als ein Klischee ist.
Eher nervig als unterhaltsam
Die Geschichte um den Fall an sich ist auch nicht besser geworden. Der Beruf eines Marmeladenherstellers ist zwar mal etwas Neues, das sieht man nicht alle Tage in Filmen. Als sich Hinweise verdichten, dass es da auch irgendwo um Drogen geht, klingt das auch noch vielversprechend. Stattdessen wird es aber bald langweilig, wenn sich Der Kroatien-Krimi: Mord am Jadro durch den Fall quält. Das heißt nicht, dass nichts passiert. Beispielsweise wird versucht, durch eine Verfolgungsjagd Spannung zu erzeugen. Außerdem ist Valessa etwas ungestüm, womit sie Probleme erzeugt. Das ist jedoch eher nervig als unterhaltsam. Wie so oft darf man sich fragen, wie ein solcher Mensch bei der Polizei bestehen kann.
Sicher, die Bilder können sich wieder sehen lassen. Die Donnerstagabend-Krimis im Ersten überzeugen oft durch ihre Optik und machen dadurch Lust, vielleicht mal wieder in Urlaub zu fahren. Das allein reicht als Grund aber kaum aus, sich das Ganze wirklich anzuschauen. Obwohl die personelle Neubesetzung ein guter Anlass gewesen wäre, auch mal etwas Interessanteres zu erzählen, bleibt die Reihe mäßig. Die vergleichsweise lange Wartezeit auf Der Kroatien-Krimi: Mord am Jadro hat sich wirklich nicht gelohnt. Nächstes Mal geht es in Gefahr in Verzug erneut um die Solo-Touren von Valessa, die damit sich selbst in Gefahr bringt.
OT: „Der Kroatien-Krimi: Mord am Jadro“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Carolina Hellsgard
Drehbuch: Christoph Darnstädt
Musik: Titus Vollmer
Kamera: Patrick Orth
Besetzung: Jasmin Gerat, Romina Küper, Felix Klare, Christian Kuchenbuch, Valentino Dalle Mura, Samia Muriel Chancrin, Max Herbrechter, Vlatka Alec
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