
Markus Breitkreuz (Daniel Zielinski) versuchte immer, den Menschen zu helfen, erst als Manager, dann mit seiner Arbeit in einem Sozialkaufhaus. Und doch scheint er sich irgendjemanden zum Feind gemacht zu haben. Jemand, der dafür gesorgt hat, dass er bei der Arbeit von einem Regal erschlagen wird. Nur wer könnte das sein? Caspar Bergmann (Thomas Heinze) und Annabell Lorenz (Stephanie Stumph) versuchen das herauszufinden. Vielleicht hatte es damit zu tun, dass Breitkreuz einen vermeintlichen Lebensmittelskandal einer Bäckerei publik gemacht hatte. Aber auch Maria Moser (Leonie Euler) und Phillip Schneider (Sebastian Kempf), mit denen der Tote seit langer Zeit befreundet war, werden bei den Ermittlungen unter die Lupe genommen …
Klassischer Krimi
Nächste Fall für Der Alte. Zweimal war der Protagonist der beliebten ZDF-Krimiserie dieses Jahr bereits im Einsatz. Zuerst musste in Wunschkind herausgefunden werden, wer eine junge Frau getötet hat, die erst wenige Wochen zuvor wieder bei ihrem Vater aufgetaucht war. Anschließend ging es in Die Wahrheit im Dunkeln um einen True-Crime-Podcaster, der erschlagen wurde. Mit Mia steht nun die dritte von insgesamt acht Folgen an, welche die aktuelle Staffel enthalten wird. Diese ist glücklicherweise wieder etwas besser geworden als die beiden oben genannten Episoden, die jeweils vielversprechend anfingen und sich dann auf die eine oder andere Weise verzettelten und irgendwelchen Blödsinn erzählten.
Der Einstieg ist dabei eher weniger auffällig. Wie üblich steht am Anfang der Fund einer Leiche, danach werden verschiedene Verdächtige abgeklappert, die es alle hätten sein können. Der Alte: Mia wechselt dabei – auch das ist Standard – zwischen beruflichen und privaten Umfeldern hin und her, damit eine möglichst große Auswahl vorliegt. Wobei diese in der Praxis dann doch nicht so groß ist wie gedacht. Hinzu kommt, dass die Episode unnötigerweise durch den Titel bereits vorwegnimmt, wo die Antwort zu suchen ist, was das Ganze noch etwas weiter einschränkt. Immerhin funktioniert die Auflösung besser, man musste sich da nicht ganz so sehr verbiegen, wie es bei den ersten beiden Anläufen in dieser Staffel der Fall war.
Alles kaputt
Was die Folge ein wenig hervorhebt, ist dabei zum einen das Milieu. Das Thema eines Sozialkaufhauses hat in einem Krimi wirklich Seltenheitswert, obwohl es als Symbol für die Abgehängten der Gesellschaft eigentlich sehr gut funktioniert. Und dann ist da noch die Freundesclique, bei der sich zunehmend Zeichen anhäufen, dass das einiges im Argen liegt. Ein bisschen übertrieben ist das schon, vielleicht nicht ganz nachzuvollziehen. Aber es ist doch irgendwie faszinierend, wie komplex und kaputt die Beziehungen zwischen diesen Menschen sind. Der Alte: Mia ist deshalb zwar trotzdem nicht gut, zumindest aber gut genug, um sich die Folge anschauen zu können. Nächstes Mal geht es in Blaue Stunde um eine getötete Pflegerin.
OT: „Der Alte: Mia“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Mirjam Orthen
Drehbuch: Dagmar Rehbinder
Musik: Thomas Osterhoff
Kamera: Bernd Effenberger
Besetzung: Thomas Heinze, Stephanie Stumph, Yun Huang, Annika Blendl, Mara-Sophie Schmidt, Helmfried von Lüttichau, Leonie Euler, Sebastian Kempf, Johanna Orsini
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