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© RTL / Oliver Feist

Miss Merkel – Ein Uckermark-Krimi: Mord auf dem Friedhof

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„Miss Merkel – Ein Uckermark-Krimi: Mord auf dem Friedhof“ // Deutschland-Start: 19. März 2024 (RTL) // 19. April 2024 (DVD)

Inhalt / Kritik

Sicher, Leichen gibt es auf dem Friedhof einige. Doch mit dieser stimmt etwas nicht: Als Angela Merkel (Katharina Thalbach) über einen toten Mann stolpert, ist sie sich sicher, dass ihn jemand ermordet hat. Nur wer? Und aus welchem Grund? Kommissar Hannemann (Sascha Nathan) will davon nichts wissen, für ihn war das ein klarer Unfall. Also bleibt der Altkanzlerin nichts anderes übrig, als wieder auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei auf eine Fehde zwischen den beiden Bestattungsunternehmern Kurt Kunkel (Sven Martinek) und Ralph Borscht (Bernhard Schütz). Dabei hat es ihr der erste angetan, ist er doch wie sie ein großer Shakespeare-Fan. Das wiederum missfällt Merkels Ehemann Joachim Sauer (Thorsten Merten), der daraufhin ebenso wie Personenschützer Mike (Tim Kalkhof) bei den Ermittlungen mitmischt …

Die Altkanzlerin ermittelt wieder

Nur weil da jemand ermordet wurde, heißt das nicht, dass man deswegen keinen Spaß haben darf. Zumindest bei RTL scheint man dieser Ansicht zu sein, zuletzt wurden da diverse Krimis gezeigt, die durch einen erhöhten Humor-Anteil auffallen. Vor allem bei Die Neue und der Bulle – Ein Duisburg-Krimi: Plötzlich Bulle und Die Neue und der Bulle – Ein Duisburg-Krimi: Versteck am Fluss wurde auf Komik gesetzt, wenn Quereinsteigende bei der Polizei Mordfälle lösen. Aber auch bei Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi: Feuerteufel und Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi: Fuchsjagd arbeitete man mit amüsanten Momenten, wenn ein etwas anderer Kommissar knifflige Fälle zu lösen hat. Wem diese Art Krimi gefällt, für den gibt es bereits Nachschub. Denn auch bei Miss Merkel – Ein Uckermark-Krimi: Mord auf dem Friedhof darf uns soll geschmunzelt werden.

Wer den ersten Teil Miss Merkel: Ein Uckermark-Krimi im vergangenen Jahr gesehen hat oder die Romanreihe von David Safier kennt, weiß das natürlich schon. Die Vorstellung ist ja auch komisch, dass die Altkanzlerin, die 16 Jahre die deutsche Regierung besetzt hat, auf einmal Mörder und Mörderinnen jagt. Die Geschichten sind dabei eindeutige Verneigungen vor den Miss Marple Filmen aus den 1960ern, in denen Margaret Rutherford die altjüngferliche Schnüfflerin gab. Da gibt mehrere Verweise in Mord auf dem Friedhof. Zum Teil liegt der Spaß darin, wie auf eigene Faust ermittelt wird und eine Amateur-Truppe mit unkonventionellen Methoden die Wahrheit sucht. Dazu zählt beispielsweise eine Szene, wenn Sauer und Mike mitmischen und Mike auf besondere Weise Körpereinsatz zeigen muss.

Harmlos und etwas langweilig

Anspruchsvoll ist der Humor nicht. Da gibt es viel harmlosen Slapstick, während der politische Aspekt eigentlich völlig egal ist. Wenn es an einer Stelle heißt, Trump habe Merkel auf den Fuß getreten, ist das einer der seltenen Verweise darauf, wer hier überhaupt die Hauptfigur ist. Das ist schade, weil Miss Merkel – Ein Uckermark-Krimi: Mord auf dem Friedhof eigentlich eine tolle Besetzung zur Verfügung steht, die auch bei einer stärker satirischen Ausrichtung hätte mitmachen können. Hier ist sie eher unterfordert. Wobei Merten dem Film schon guttut und noch einmal eine andere Dynamik hineinbringt. Thalbach kann man eigentlich auch keinen Vorwurf machen. Durch die leisen romantischen Gefühle, die Merkel gegenüber Kunkel pflegt, kann sie etwas mehr von sich zeigen.

Der Fall ist dafür wieder eher langweilig geworden. An und für sich hätte der Wettstreit zweier Bestattungsunternehmer spannend werden können. Stattdessen gibt es nur irgendwelche uninspirierten Familiendramen. Immerhin, mit einem besonders kuriosen Ausflug in eine andere Gemeinschaft kommt noch einmal etwas Schwung hinein. An anderen Stellen wird es auch explosiv. Diese kurzen Momente können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Miss Merkel – Ein Uckermark-Krimi: Mord auf dem Friedhof die meiste Zeit über vor sich hinplätschert. Erneut wird das Potenzial, welches die Reihe hat, zu wenig genutzt. Als Zeitvertreib funktioniert das, mehr ist es nicht.

Credits

OT: „Miss Merkel – Ein Uckermark-Krimi: Mord auf dem Friedhof“
Land: Deutschland
Jahr: 2024
Regie: Torsten Wacker
Drehbuch: Anja Flade-Kruse
Vorlage: David Safier
Musik: Tim Morten Uhlenbrock
Kamera: Timo Schwarz
Besetzung: Katharina Thalbach, Thorsten Merten, Tim Kalkhof, Kristin Alia Hunold, Sascha Nathan, Sven Martinek, László Branko Breiding, Paula Kroh, Bernhard Schütz, Johanna Polley, Farina Flebbe, Paula Kroh

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Miss Merkel – Ein Uckermark-Krimi: Mord auf dem Friedhof
fazit
Wie der erste Teil auch bleibt „Miss Merkel – Ein Uckermark-Krimi: Mord auf dem Friedhof“ unter den Möglichkeiten. Der Humor ist harmlos, der Krimi um einen Toten und zwei verfeindete Bestattungsunternehmer ist auch nicht erwähnenswert. Schade um das kuriose Szenario und die gute Besetzung.
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