Stralsund - Tote Träume Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Sandra Hoever

Stralsund: Tote Träume

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„Stralsund: Tote Träume“ // Deutschland-Start: 16. Dezember 2023 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Als die Leiche des Erntehelfers Stanimir Panow am Straßenrand gefunden wird, scheint es sich um einen Unfall mit Fahrerflucht zu handeln. Karl Hidde (Alexander Held) lässt dennoch weiter ermitteln, Jule Zabek (Sophie Pfennigstorf) und Karim Uthman (Karim Günes) gehen der Sache nach und ermitteln im beruflichen Umfeld. Könnte Freddy Beck (Thomas Niehaus) etwas damit zu tun haben, mit dem sich der Verstorbene zuvor gestritten haben soll? Und was wissen die polnischen Geschwister Blanka (Linda Belinda Podszus) und Kolio Wozniak (Oliver Szerkus), die aus demselben Dorf wie Panow stammen und mit ihm arbeiteten? Doch Jule verfolgt noch eine andere Spur. Schließlich hatte der Polizist Micha Mielke (Maximilian Scheidt) zuvor einen Unfall mit seinem Dienstwagen. Doch der wird von seinem Revier geschützt – allen voran von seinem Chef Herbert Zwick (Martin Wuttke), der zugleich sein Schwiegervater ist …

Streit bis zum bitteren Ende

Fans von Stralsund müssen momentan richtig hart im Nehmen sein. So gab es bei der seit 2009 laufenden ZDF-Krimireihe eine ganze Reihe von Neubesetzungen. Gleich drei Leute stiegen nach Die rote Linie aus, darunter auch Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel, die von Anfang an dabei war. Das waren schon ziemlich große Schuhe, die Sophie Pfennigstorf zu füllen hatte. Leider war ihr Einstand in Der lange Schatten ziemlich missglückt. So wurde der Versuch, mit ihrer Figur eine starke, unabhängige Persönlichkeit zu etablieren, zu einer sehr nervigen Angelegenheit. Bei Tote Träume, dem zweiten Film mit der Neuen, sieht es etwas besser aus. So startet Zabek zwar wieder irgendwelche Alleingänge. Die fallen aber nicht ganz so negativ auf wie beim letzten Mal.

Das liegt auch daran, dass es beim 22. Film des Dauerbrenners eine ganze Reihe von Leuten gibt, die mit ihrer aggressiven Art das Geschehen bestimmen. Mit einer heftigen Streitsituation geht es los, wenn der widerwärtige Freddy die eigenen Leute fertig macht. Richtig hässlich wird es aber, als die Polizei in die Geschichte hineingezogen wird. Schon die bloße Befragung von Micha führt in Stralsund: Tote Träume dazu, dass Zabek von Kollegen und Kolleginnen terrorisiert wird. Der Krimi eskaliert immer weiter, in mehreren Parallelstrengen steigt die Gewaltbereitschaft und man warte nur darauf, dass die nächste Katastrophe geschieht. Ruhige Momente sind in der Minderheit, da wird ständig gedroht oder schikaniert.

Glaubwürdigkeit ist tot

Grundsätzlich ist das recht spannend. Zwar hat das Publikum bei dem Ganzen nichts zu rätseln: Der Unfall wird ebenso gezeigt wie die Vertuschungen und die Beziehung zwischen der Polizei und dem Erntehelfer-Vorsteher. Das Trio mag noch nach Spuren suchen, die Zuschauer und Zuschauerinnen wissen aber Bescheid. Regisseurin und Drehbuchautorin Petra K. Wagner (Frankfurt, Dezember 17) versucht erst gar nicht, irgendwelche falschen Spuren zu legen, sondern setzt ganz auf die zunehmende Konfrontation. Und doch darf man bei Stralsund: Tote Träume neugierig sein, wie das Aufeinandertreffen der gleichermaßen willensstarken wie skrupellosen Figuren ausgehen mag. Zumal es auch innerhalb der einzelnen Gruppierungen Meinungsverschiedenheiten gibt.

Glaubwürdigkeit sollte man dabei aber nicht erwarten. Von Anfang an ist das Geschehen nicht übermäßig wahrscheinlich. Später wird es sogar regelrecht absurd, gerade bei den Einschüchterungsversuchen der Polizei muss man großzügig sein. Das Thema, wie dort weggesehen wird, wenn die Eigenen irgendwelche Verbrechen begehen, ist immer brisant. Dann sollte man das aber vielleicht auf eine Weise angehen, die sich auch irgendwie an der Realität orientiert. Dafür endet Stralsund: Tote Träume mit einem weiteren Knaller, der neugierig macht, wie es mit der Reihe weitergehen wird. Die Zeit der großen Änderungen ist auf jeden Fall noch nicht vorbei, wie sich herausstellt.

Credits

OT: „Stralsund: Tote Träume“
Land: Deutschland
Jahr: 2023
Regie: Petra K. Wagner
Drehbuch: Petra K. Wagner
Musik: Oliver Kranz
Kamera: Peter Polsak
Besetzung: Sophie Pfennigstorf, Alexander Held, Karim Günes, Martin Wuttke, Thomas Niehaus, Maximilian Scheidt, Linda Belinda Podszus, Oliver Szerkus

Bilder

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Stralsund: Tote Träume
fazit
Nach dem nervigen letzten Teil ist „Stralsund: Tote Träume“ wieder besser geworden. Teilweise ist es sogar spannend, wenn ein Unfall mit Fahrerflucht immer weiter eskaliert und jeder gegen jeden kämpft. Glaubwürdigkeit sollte man aber nicht erwarten, das ist schon extrem überzogen.
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