Battle Royale
Szenenbild aus dem kontroversen Kultfilm "Battle Royale" (© capelight pictures)

Kenji Fukasakus Battle Royale – zur Aktualität und Popularität des Kultfilms [Special]

In vielen Gesellschaften, gerade im Bereich der Bildung, wird immer wieder das Prinzip der Fairness und der Gleichheit betont. Betritt man einen Klassenraum in einer beliebigen deutschen Schule, in einem beliebigen Bundesland, wird man meist mit einer Litanei an Regeln konfrontiert, welche nicht nur das Miteinander der Schüler und Schülerinnen regeln sollen, sondern ebenso jene Werte widerspiegeln. Man soll nach diesen jeden ausreden lassen, niemanden beleidigen und gerade in Arbeitsphasen nicht alles an sich reißen und viel mehr darauf achtgeben, dass jeder eine Chance hat, seine Leistung und sein Potenzial zu entfalten. Eine Überschreitung dieses Kodex wird sofort geahndet, impliziert die Formulierung dieses Regeln, was oftmals von den Schülern und Schülerinnen der Klasse selbst, natürlich unter Aufsicht der Klassenleitung , durchgeführt wurde. Entsprechend dicht ist dann auch das Pensum an Elternsprechtagen, wenn es darum geht, mit jenen Eltern ein Gespräch zu führen, deren Kind sich an diese Regeln einfach nicht halten kann.

Bereits an dieser Stelle bemerkt man mehrere Widersprüche, welche der Fixierung solcher Regeln innewohnen. Naturgemäß sollen sie Werte wie Demokratie, Gleichheit und Toleranz reflektieren, doch die Realität ist meist eine ganz andere, ebenso die Welt, in welche die Schüler*innen, gleich welchen Abschluss sie am Ende haben, entlassen werden, gelten hier doch die Prinzipien wie „First come, first serve“ oder das Gesetz des Stärkeren. Schon die Grundidee hinter dem System von Noten und wie sie in der Schule vergeben werden, bildet einen solchen Kontrast ab, bilden diese doch eben jenes Leistungsprinzip ab, was wir dann in der Gesellschaft und im Arbeitsleben wiederfinden. Schon immer gab es eine Beziehung zwischen Schulsystem, Politik und Wirtschaft, was sich in der Formulierung der Curricula zeigt, die zwar durchaus ein gewisses Bildungsideal widerspiegeln, aber genauso jene Interessen abbilden, welche die letzten beiden Instanzen festsetzen.

Wenngleich diese Ideen bislang in erster Linie auf Deutschland bezogen wurden, gelten diese doch ebenso für das asiatische Schulsystem. Prinzipien wie Anpassung, Leistung und Wettbewerb sind inhärente Faktoren vieler Schulen in Japan, China oder Südkorea, und damit ein Spiegelbild der Gesellschaft und der Kultur des jeweiligen Landes. In seinem Artikel über das japanische Schulsystem schreibt Journalist Lars Nicolaysen 2014, dass im internationalen Vergleich das körperliche und materielle Wohlbefinden der Schüler*innen Japans auf einem hohen Niveau sei, aber der zunehmende Bildungswettbewerb bereits früh seinen Tribut zolle, sodass beispielsweise viele Kinder und Jugendliche unter einem erheblichen Schlafmangel leiden würden. Eine Erklärung sieht er hierfür in dem Lebensstil ihrer Eltern, den die Söhne und Töchter imitieren würden, was durchaus Tradition hat.

Besonders in Zeiten der Krise zeigten sich die Grenzen jener Prinzipien, auf denen Bildung, Vorbilder und Zukunftsvorstellungen in Japan fußten. Als zu Beginn der 1990er das Land in einer wirtschaftlichen Rezession fiel, hatte dies weitgehende Konsequenzen, denn auf einmal mussten bestimmte Werte hinterfragt oder gar neu definiert werden. Die Idee von einem Beruf, auf den man bereits in der Schule hinarbeitete und der dann schließlich das ganze Leben bestimmte, war auf einmal hinfällig geworden, in einer Realität, in der Phänomene wie Arbeitslosigkeit, Armut und Firmenpleiten Realität wurden. Da sich das System aber nicht änderte und viel eher auf Selbsterhaltung aus war, resultierte dies in einer deutlichen Kluft zwischen der Jugend und den Erwachsenen, da man auf einmal nicht mehr so ganz einsehen wollte, warum man überhaupt jenes Hamsterrad mitmachen sollte, an dessen Ende eben nicht jene materielle Sicherheit stand, die einem versprochen wurde.

Innerhalb der Popkultur des Landes, die nie lange mit ihrer Reaktion auf politische oder soziale Entwicklungen auf sich warten ließ, gab es schnell Stimmen, die jene Stimmung der Unruhe und der Frustration aufgriffen. Regisseur Takashi Miike zeigte beispielsweise in Young Thugs: Innocent Blood (1997) oder Young Thugs: Nostalgia (1998) junge Menschen, die mit den Werten der Eltern nicht anzufangen wussten, vor dem Hintergrund eines Japans, was teils wie eine post-industrielle Ruine aussah. Takeshi Kitanos Filme erzählen von desillusionierten Figuren sich in einer Schraube von Gewalt wiederfinden und deren Absurdität und Todessehnsucht, wie in Sonatine (1993) oder Violent Cop (1989), zynische Reflektionen dieser Welt aus den Fugen sind. Mit etwas Verspätung gesellte sich noch ein Altmeister des japanischen Kinos der 1960er und 1970er zu diesen Stimmen hinzu, denn als Kinji Fukasakus Battle Royale – Nur einer kann überleben 2000 das erste Mal auf der Leinwand zu sehen war, legte der Japaner damit nicht nur seinen wohl erfolgreichsten Film vor, sondern zugleich ein erzählerisches Modell, was die Filmwelt noch lange beschäftigen sollte.

Aufstand gegen ein System

Die Karriere Kinji Fukasakus ist eng verknüpft mit den Widersprüchen, welche die japanische Filmindustrie der 1960er und 1970er definiert. Wie viele seiner Kollegen ging auch er den langen Weg über diverse Posten bei vielen Filmproduktionen, über die Stelle als Regieassistent unter Masahiro Makino oder Yasushi Yasaki bis hin zu seinen ersten Projekten als Regisseur für das Studio Toei, Drifting Detective: Tragedy in the Red Valley und Drifting Detective: Black Wind in the Harbor (beide 1961). In den darauffolgenden Jahren machte sich Fukasaku einen Namen als Routinier, der im Bereich des Yakuza-Thrillers tätig war, zugleich aber einen eigenen Stil entwickelte, welche sich teils am italienischen Neorealismus wie auch dem Kino des New Hollywood, insbesondere den Filmen eines William Friedkin (French Connection – Brennpunkt Brooklyn, Der Exorzist), orientierte. Zusammen mit seinem Kollegen Toshio Masuda wurde ihm die Ehre zuteil, an dem Projekt Tora! Tora! Tora! (1970) mitarbeiten zu dürfen, wobei sie für die japanischen Segmente des Kriegsfilms über die Schlacht von Pearl Harbour verantwortlich waren.

Frühwerk von Regisseur Kinji Fukasaku: der Action-Krimi „Drifting Detective: Tragedy in the Red Valley“

Mit dem neuen Jahrzehnt beginnt zugleich eine neue Ära in der Karriere Fukasakus. Mit den fünf Filmen der Battles Without Honor and Humanity-Reihe (1973, 1974) sowie mit Werken wie Graveyard of Honor und Cops Vs. Thugs (beide 1975) legt er seine ganz eigene Definition des Gangsterfilms vor, der so gar nichts mit jenen Familiensage um die Corleone, wie sie fast zeitgleich Francis Ford Coppola mit den Der Pate-Filmen in die Kinos brachte, gemein hatte. Schauspieler Bunta Sugawara spielt Shozo Hirono, der in allen Episoden der Filmreihe auftaucht, und welcher sich im System der Yakuza wiederfindet, die er nach der Kapitulation Japans mitbegründet. Über die fünf Filme begleiten wir einen Prozess der Desillusionierung mit der Hierarchie der Yakuza, die nach außen hin sich immer mehr an Werte wie Nationalismus sowie die Prinzipien des bushido klammert, in der Realität aber nicht viel mehr als ein Moloch von Vetternwirtschaft, Korruption und Gewalt ist, bei der jeder sich selbst der Nächste ist. Der Kampf um das eigene Überleben sowie die Kluft zwischen dem Einzelnen und einem als verdorben angesehenen System sollte nicht nur das Thema der Folgefilme sein, sondern bildet letztlich auch den Kern von Battle Royale, was diesen zu einem mehr als passenden Schlusskapitel der Karriere Fukasakus macht.

Die Helden in Fukasakus Filmen, Shozo Hirono in Battles Without Honor and Humanity oder Rikio Ishikawa in Graveyard of Honor sind zugleich Produkte ihrer Zeit, rebellieren aber auch gegen diese. Was für den einen im Rückzug endet, wird für den anderen zu einem verzweifelten Kampf um Respekt innerhalb der Yakuza, der, kombiniert mit einigen fatalen Missverständnissen, zu einem Strudel der Gewalt wird. Das System, in diesem Falle die Yakuza, duldet sie so lange, wie sie nicht aufbegehren oder dessen Interessen nicht durchkreuzen, und schlägt erst dann blutig zurück, wenn die Übertretung der Regeln oder das Maß an Eskalation so überzogen wird, dass man es nicht mehr ignorieren kann. Zynischer kann man Japans Rückkehr zur Normalität nach den wilden Protestjahren Ende der 1960er nicht kommentieren, wie es Fukasakus in seinen Yakuza-Filmen zu dieser Zeit tat.

Battle Royale: Der Kampf geht immer weiter

Nach außen hin ist Shuya Nanahara (Tatsuya Fujiwara) ein ganz normaler Jugendlicher, zumindest, wenn man ihn mit seinen Altersgenossen vergleicht. Er mag Sport und Mangas, kann aber in der Schule nicht gerade mit sonderlich guten Leistungen glänzen, was aber in seinem Freundeskreis keinen interessiert und bei seinem Vater sowieso keine Rolle zu spielen scheint. Dieser ist nämlich seit geraumer Zeit arbeitslos, lebt getrennt von seiner Frau und muss selbst für seinen Sohn aufkommen, der seine Gesellschaft weniger schätzt als viel mehr erträgt. In einem Restaurant fordert er den Teenager lautstark auf, sich irgendwas auf der Karte auszusuchen und faucht schließlich den Kellner an, der ihn mit seiner Nachfrage zu der Bestellung wohl daran erinnert, dass die Zeiten, in denen er sich all dies hat leisten können, wohl für immer der Vergangenheit angehören.

Als Shuya dann eines Tages nach Hause kommt, durchbricht das Bild seines Vaters, der sich im Wohnzimmer erhängt hat, die Betäubung des Jungen, der in Tränen ausbricht. Fast sarkastisch mutet die letzte Nachricht an den Sohn an, der „immer weitermachen soll“, wie es immer wieder auf der Rolle Klopapier heißt, die sich der Erhängte wie eine groteske Girlande um den Hals gebunden hat. Auch Shuya selbst weiß nicht so recht, was genau er „weitermachen“ soll, ist sein toter Vater, der seine Arbeit und seine Ehe verlor, doch ein mehr als deutliches Vorbild dafür, es anders zu machen und eben noch jenen Weg zu beschreiten, den er einst gewählt hat, als er wohl so alt war wie sein Sohn. Die anderen Erwachsenenbilder in seiner Umgebung, zum Beispiel sein Klassenlehrer Kitano (Takeshi Kitano) sind da keine Ausnahme, strahlen sie doch viele Werte aus, aber wohl kaum Autorität oder Respekt. Im Gegensatz zu seinem Vater, der durch seinen Tod austritt aus jener Spirale der Gewalt und Repression, verlangt das System der Erwachsenen in Form eben jenes Lehrers letztlich dann aber doch jene Werte ein.

In Battle Royale ist Shuya einer von insgesamt 42 Schülern seiner Klasse, die zu den unfreiwilligen Teilnehmern der Battle Royale werden, einem Kampf ums Überleben, bei dem jeder von ihnen eine nach dem Zufallsprinzip ausgeloste Waffe erhält sowie etwas Proviant, und der eine allseits beliebte Unterhaltung für die japanische Bevölkerung bietet in der dystopischen Welt des Films liefert. Bereits ein Jahr zuvor war die Vorlage des japanischen Autors Koushon Takami, eine Mischung aus Coming-of-Age und dystopischer Science-Fiction, auf den Markt gekommen und hatte sich zu einem überraschenden Bestseller entwickelt. Sowohl Film als auch Roman entfachten eine Diskussion um die Darstellung von Gewalt in den Medien, die sich international auf tragische Ereignisse wie das Massaker an der Columbine Highschool oder in Japan dem Mord an der zwölfjährigen Schülerin Satomi Mitarai aufhingen. Kenji Fukasaku und sein Team mussten gar gegen das vom japanischen Parlament ausgesprochene Urteil vorgehen, welches den Film als Gefahr für Jugendliche ansah und deswegen Kindern und Jugendlichen einen Kinobesuch durch ihre Freigabe nicht möglich machte. In Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern, wurde der Film gar indiziert, bis die Beschlagnahmung, dank des Engagement unter anderem von capelight pictures, 2017 aufgehoben wurde.

Vielleicht war es aber auch der große kommerzielle Erfolg von Filmreihen wie Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012) und Die Bestimmung – Divergent (2014), die den Grundstein für diese Entscheidung, ist die Parallele zwischen diesen Filmreihen und Fukasakus Film doch mehr als deutlich. Doch bereits vorher hatte das Prinzip der Battle Royale in der Popkultur wieder Fuß gefasst, wenn man Filme wie The Condemned (2007) oder Kill Theory (2009) als Indikatoren betrachtet.

War Battle Royale doch zunächst ein Spiegelbild des Japans nach dem Zerplatzen der Wirtschaftsblase nach zu Beginn der 1990er Jahre, zeigen die vielen Ableger und Kopien des Formats sowie die nach wie vor anhaltende Popularität des Filmes an sich, dass es sich hierbei um ein ganz eigenes Phänomen handelt. Prinzipiell war aber weder Fukasakus Film noch Takamis Roman Neuland, kann man das Grundkonzept doch teilweise schon in Richard Connells Kurzgeschichte The Most Dangerous Game (1924), die bereits mehrfach verfilmt wurde, oder dem avantgardistischen Das zehnte Opfer (1965) des italienischen Regisseurs Elio Petri erkennen. Genauso erinnert die Handlung an William Goldings Literaturklassiker Der Herr der Fliegen (1954), in dem eine Gruppe Schüler, gestrandet auf einer einsamen Insel, um das Überleben kämpft und sich dabei immer mehr selbst zerfleischt.

Dennoch zeigte Battle Royale eine Welt, die zwar in der Zukunft sein sollte, und aber seltsam vertraut vorkommt. Die Insel, auf der sich Shuyas Klasse befindet und die für viele von ihnen den Tod bedeutet, ist ein Zerrbild jener Welt außerhalb, die nach außen hin jedem eine faire Chance bietet und an den Sportsgeist erinnert, doch bereits vom Fundament her korrupt und falsch ist. Bereits die Waffenwahl ist ungleich, denn während die einen mit einem Maschinengewehr bereits früh Jagd auf ihre Mitschüler machen, müssen sich andere mit einer Pfanne oder einem Papierfächern begnügen. Eine Wahl wird ihnen nicht gelassen, woran sie die bewaffneten Soldaten kurz nach ihrem Aufwachen sowie die hochexplosiven Halsfesseln erinnern, die bei jeder Regelüberschreitung in die Luft gehen können und damit das Ableben des Trägers oder der Trägerin garantieren. Freundschaften oder generell jede Form von Gemeinschaft werden als unvorteilhaft für das „Spiel“ angesehen, soll doch am Ende nur einer von ihnen überleben. Wenn es doch der Fall sein sollte, das noch mehr überleben, gibt es die Soldaten oder die bereits erwähnten Halsfesseln.

Einer von vielen Filmen, die in der Tradition von „Battle Royale“ stehen: Auch in „Die Tribute von Panem – Hunger Games“ (2012) wird auf Leben und Tod gekämpft (© Studiocanal)

Jenes Prinzip findet sich in Hunger Games, Divergent oder den Maze Runner-Filmen wieder. Ein gesellschaftliches System, nach dem eigenen Überleben trachtend und unfähig sie vielen sozialen Probleme unter seine Mitglieder in den Griff zu bekommen, beruft sich auf das „Brot und Spiele“-Prinzip. Der Einzelne wird gehuldigt, der Überlebens- und Kampfwille, doch zugleich wird damit das Kollektiv des Systems betätigt, dank dem der Sieger dann seine Freiheit zurückerhält. Shuyas Entwicklung, sein „coming of age“, besteht in dem Erkennen der Falschheit dieses Prinzips, was bereits mit dem Suizid seines Vaters begann und in der Definition einer neuen Rolle weitergeht, die dann durch ihr Bestehen auf Werte wie Freiheit und Selbstbestimmung als offene Revolte gegen das herrschende System gelten muss.

Im Gegensatz zu den bereits erwähnten Ablegern versteht es Fukasasku seinen Film auf beiden Ebenen zu halten und eben nicht nur als einen Jugendfilm anzulegen. Vielmehr ist es gerade die Kombination aus den Themen, welche bereits sein ganzes Werk durchziehen, und der Welt Jugendlicher, die sein Sohn Kenta Fukasakus in sein Drehbuch zum Film mit einfließen ließ, welche den nach wie vor anhaltenden Reiz von Battle Royale ausmacht. Jugend in ihrem Bestehen aus Selbststimmung wird ernst genommen und dient nicht als Fundament für sentimentalen Kitsch oder Stereotype. Die deutliche Opposition gegen die Welt der Erwachsenen wird als einziger Ausweg gesehen, als konstruktive Alternative zu eben jenem Pfad, den Shuyas Vater einst für sich wählte.

Ein Funken Hoffnung

Inmitten seiner dystopischen Welt konstruieren Fukasaku und Takami zugleich die Möglichkeit einer Dystopie, was in dem Director’s Cut des Filmes noch viel deutlicher wird als in der Kinofassung. Von Konstrukten wie dem Leistungsprinzip werden wir uns in einer globalisierten Welt, einer Finanzwelt, die immer rasanter wird, und einer fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche nicht mehr trennen können, deutet doch alles darauf hin, dass sie eher noch viel wichtiger werden, bedenkt man die omnipräsente Forderung nach Selbstoptimierung. Das Hamsterrad der Ellbogengesellschaft, der „Battle Royale“ im echten Leben, dreht sich immer weiter, doch immer wieder stellt sich auch die Frage nach einem Ausweg, der bitter nötig ist, wenn die Proteste von beispielsweise Fridays for Future ein Indikator sind. Für die Yakuza-Gangster in Kenji Fukasakus Battle Without Honor and Humanity gab es nur den Tod oder den Ruf als geduldeter Außenseiter im System, doch in Battle Royale scheint er noch einen anderen Weg zu formulieren. Am Ende überwiegt dann doch die Hoffnung auf eine andere Welt, was vielleicht ein Abschluss ist, denn selbst Fukasaku nicht für möglich gehalten hätte.

Wer bereits sehnsüchtig nach Großbritannien blicken musste wegen der dortigen Veröffentlichung von Battle Royale auf UHD, wird nun für sein langes Warten belohnt, denn seit dem 28. April 2022 ist dank capelight pictures Fukasaskus Film ebenfalls auf 4K erhältlich.

Quellen:

Mes, Tom (2021) Kinji Fukasaku: Man of Rage

Nicolaysen, Lars (2014) Nirgendwo sonst bekommen Kinder weniger Schlaf

www.welt.de (zuletzt aufgerufen am: 21/04/2022)



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