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Mord auf Shetland: Der Tod wartet

Mord auf Shetland Staffel 4
„Mord auf Shetland: Der Tod wartet“ // Deutschland-Start: 17. April 2022 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Nach den grausigen Entdeckungen auf Shetland ist sich Jimmy Perez (Douglas Henshall) sicher: Ein brutaler Menschenhändler-Ring ist verantwortlich für die Taten. Doch wie soll es nun weitergehen? Irgendwie muss der Ermittler es schaffen, Aaron McGuire (John Kazek) ausfindig zu machen, der mit all dem im Zusammenhang steht und bis vor Kurzem unter falschem Namen noch ein Hotel in der Gegend betrieb. Während Perez versucht, über dessen Stieftochter Cassie (Erin Armstrong) an die nötigen Informationen zu kommen, will Olivia Lennox (Rakie Ayola) nicht länger tatenlos zusehen. Ihren Sohn hat sie bereits an die Mörder verloren. Und sie will nun um jeden Preis verhindern, dass ihrer entführten Tochter Zezi Ugara (Titana Muthui) dasselbe Schicksal blüht …

Wo sind die Menschenhändler?

Wer die vergangene Woche bei Fern der Heimat eingeschaltet hat, der weiß bereits, worum es in der fünften Staffel der in der ARD ausgestrahlten Krimireihe Mord auf Shetland geht: Ein brutaler Menschenhändlerring, der es insbesondere auf Frauen abgesehen hat, treibt auf der schottischen Inselgruppe Shetland sein Unwesen. Zunächst war dies noch nicht ganz klar. Die aufgefundenen Leichenteile des jungen Daniel konnten alles Mögliche bedeuten. Die anfänglichen Rätsel wurden im Laufe des Films jedoch weitgehend gelöst, unter den verschiedenen Verdächtigen wurde ausgewählt, wer denn wirklich hinter allem steckt. In Folge, soviel war bereits abzusehen, würde es in erster Linie um die Verfolgung der Verbrecher gehen, nicht um die Frage, wer da was weshalb getan hat.

Tatsächlich ist Mord auf Shetland: Der Tod wartet, der zweite von drei Filmen der Staffel, dann auch von den Versuchen geprägt, eine Spur des vermeintlichen Täters zu finden. Wer den ersten Teil nicht gesehen haben sollte, wird deshalb hier wohl nicht allzu viel verstehen. Zwar gibt es zu Beginn einen kleinen Rückblick auf die Ereignisse in Fern der Heimat. 110 Minuten in nur einer zusammenzufassen, ist aber natürlich nur eine Notlösung. Vor allem bei den Figuren ist es im Vorfeld dann doch gut zu wissen, wer sie sind und wie sie mit dem Fall zusammenhängen. Kenntnisse der ersten vier Staffeln sind hingegen nicht notwendig. Anders als so manch andere Krimireihe, die über lange Strecke Familiengeschichten ausbreiten, ist man in Schottland recht genügsam.

Nicht so wirklich spannend

Ein wiederkehrendes Publikum weiß dabei nicht nur, was zuvor geschehen ist, sondern ist auch im Bilde, was man hier erwarten kann. Obwohl das Thema der Menschenhändler ein recht hartes ist und hier ein Mädchen entführt wurde, das auf Rettung wartet: Die Erzeugung von Spannung steht bei Mord auf Shetland: Der Tod wartet nicht an oberster Stelle. Actionszenen sind bei dieser Reihe nicht angesagt. Ein wenig Spannung wird zwar schon erzeugt, indem zwischendurch immer mal wieder das Schicksal der Entführten gezeigt wird, anstatt nur davon zu reden. Das gibt der Angelegenheit eine etwas größere Dringlichkeit. Dennoch, man sollte in der Hinsicht seine Ansprüche nach unten schrauben. Gleiches gilt für die Entwicklung der Geschichte, die eine ganze Weile auf der Stelle tritt. Das hier ist dann doch ein typischer Mittelteil, der nur der Vorbereitung des großen Finales dient.

Was Mord auf Shetland: Der Tod wartet dabei wie schon der Vorgänger auszeichnet, ist die Atmosphäre. Es gelingt dem Regieuo Gordon Anderson und Isabelle Sieb ganz gut, eine recht düstere Stimmung zu erzeugen. Dabei kommt ihnen nicht nur die Optik zugute. Auch die traurigeren Schicksale innerhalb der Geschichte haben ihren Anteil daran. Wem das beim ersten Teil gereicht hat, der darf dann auch das zweite Kapitel anschauen und auf die große Auflösung im finalen dritten Film Falsches Spiel warten. Wer hingegen nach dem Auftakt nicht so ganz überzeugt war, kann eigentlich vorab abbrechen, da hier zu wenig geschieht, um einen neuen und besseren Eindruck zu gewährleisten.

Credits

OT: „Shetland“
Land: UK
Jahr: 2019
Regie: Gordon Anderson, Isabelle Sieb
Drehbuch: David Kane, Paul Logue
Vorlage: Ann Cleeves
Musik: John Lunn
Kamera: Simon Vickery, Cinders Forshaw
Besetzung: Douglas Henshall, Alison O’Donnell, Steven Robertson, Mark Bonnar, Julie Graham, Erin Armstrong, Lewis Howden, Anne Kidd, Rakie Ayola, Kate Dickie, Titana Muthui

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Mord auf Shetland: Der Tod wartet
Fazit
„Mord auf Shetland: Der Tod wartet“ knüpft nahtlos an den Auftakt der fünften Staffel an und setzt die Geschichte von „Fern der Heimat“ vor. Wer diesen mochte, schaut rein. So richtig überzeugt der Krimi um einen Menschenhändlerring aber noch immer nicht, da hier vieles auf der Stelle tritt. Trotz der düsteren Stimmung ist das nur Durchschnitt.
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