Inhalt / Kritik

Lego Star Wars Gruselgeschichten Terrifying Tales

„Lego Star Wars: Gruselgeschichten“ // Deutschland-Start: 1. Oktober 2021 (Disney+)

Eigentlich war der Erste Orden besiegt, das Böse war nach vielen Kämpfen am Ende. Aber ein paar Spinner gibt es immer, welche die Zeichen der Zeit nicht erkennen wollen. Und so bleibt Poe Dameron und BB-8 nach einem wenig erbaulichen Zusammentreffen mit dem unverbesserlichen Feind nichts anderes übrig, als auf dem Planeten Mustafar notzulanden. Alleine sind sie dort nicht: Graballa der Hutte ist gerade damit beschäftigt, das ehemalige Schloss von Lord Vader zu einem Luxushotel umzubauen. Und auch Vaneé, der ehemalige Diener Vaders, ist noch in dessen alten Domizil und überredet die Gäste, ein wenig länger zu bleiben, um ihnen drei außergewöhnliche Geschichten zu erzählen …

Bekannte Welten

Es gab mal eine Zeit, da war ein Lego Star Wars Abenteuer etwas Besonderes. 2005 war das, mit einem Kurzfilm namens Lego Star Wars: Revenge of the Brick ging es los. Seither hat es unzählige weitere Kurzfilme oder Kurzfilmsammlungen gegeben. Dazu noch die eine oder andere Serie. Waren diese Titels anfangs noch als Parodien konzipiert, welche die beliebte Sternensaga aufs Korn nahm, folgten später tatsächlich eigene Geschichten wie etwa Die Abenteuer der Freemaker. Bei Lego Star Wars: Gruselgeschichten versucht man eine Art Zwischenform. So ist die Rahmenhandlung zwar nach den Ereignissen der Sequel-Trilogie angesiedelt. Doch innerhalb dieser Rahmenhandlung ist der Blick mal wieder fest in die Vergangenheit gerichtet.

Tatsächlich schnappte man sich aus allen drei Trilogien jeweils eine Figur und erzählte deren Geschichte irgendwie neu, setzt sie fort oder zeigt eine alternative Fassung. Das macht natürlich in erster Linie einem Publikum Spaß, welches die Originale kennt. Und auch sonst richtet sich Lego Star Wars: Gruselgeschichten eindeutig an eingefleischte Fans. Zumindest dürften nur diese die verschiedenen zum Teil obskuren Figuren kennen, die hier auftauchen. Im Mittelpunkt stehen zwar eindeutig die Großen aus den Filmen. Drumherum tummeln sich aber auch solche, die eher wenige kennen dürften. Wobei die Kenntnis dieser sekundären Figuren nicht zwangsläufig vorausgesetzt wird, um den Geschichten folgen zu können. Dafür sind sie zu simpel. Richtig viel Sinn ergeben sie sowieso nicht.

Einfacher Humor, einfache Bilder

Sollen sie aber auch nicht, da wie immer bei dieser Reihe der Humor im Vordergrund steht. Der ist wie die Geschichten auch recht einfach gehalten, schwankt zwischen den besagten parodistischen Einlagen und purer Albernheit. Das funktioniert zwar schon und sollte die junge Zielgruppe bei Laune halten. Man merkt bei Lego Star Wars: Gruselgeschichten aber deutlich, dass diese Spin-offs zu einem Selbstläufer geworden sind. Was bei den ersten Titeln noch wirklich lustig war, folgt inzwischen zu sehr den ewig gleichen Schemata. Der Reiz einer alternativen Sternensaga ist schon vor einer ganzen Weile verflogen, das hat hier mehr von Fließbandarbeit.

Visuell muss man seine Ansprüche ohnehin stark herunterschrauben. Das exklusiv für Disney+ produzierte Special versucht nicht einmal, dem Auge etwas Nennenswertes zu bieten. Natürlich gibt es da von Anfang an die Einschränkungen, welche diese Lego-Welt mit sich bringt. Auch der Vergleich mit einer Kinoproduktion wie The Lego Movie hinkt, dafür sind die Unterscheide beim Budget einfach zu groß. Trotzdem ist es schade, dass Lego Star Wars: Gruselgeschichten derart frei von Ambitionen ist. Klar, wer die vorangegangenen Filme und Serien dieser Reihe mag, wird das wohl auch hier tun. Die Feierlaune hält sich bei dem für Halloween produzierten, etwa 45 Minuten lange dauernden Specials jedoch in Grenzen.

Credits

OT: „LEGO Star Wars Terrifying Tales“
Land: USA
Jahr: 2021
Regie: Ken Cunningham
Drehbuch: David Shayne

Bilder

Trailer

Special

Seit dem Start von Star Wars haben sich die Abenteuer in einer weit entfernten Galaxis zu einem der weltweit bekanntesten Franchises überhaupt entwickelt, mit zahlreichen Filmen und Serien. In unserem Special werfen wir einen Blick zurück auf die Historie der Sternensaga inklusive zahlreicher Kritiken.

Star Wars [Special]

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Lego Star Wars: Gruselgeschichten
„Lego Star Wars: Gruselgeschichten“ setzt wie die vielen anderen Teile der Lego Star Wars Reihe auf eine humorvolle Interpretation der Sternensaga, irgendwo zwischen Parodie und reinem Blödsinn. Wer die vorangegangenen Titel mochte, wird das wohl auch hier tun. Viel erwarten sollte man aber nicht: Die Witze waren schon mal einfallsreicher, die Optik ist ebenfalls sehr billig.
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Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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