The Adventures of Elliot The Millennium Tales
© Square Enix

The Adventures of Elliot: The Millennium Tales

The Adventures of Elliot The Millennium Tales
„The Adventures of Elliot: The Millennium Tales“ // Deutschland-Start: 18. Juni 2026

Inhalt / Kritik

In den letzten Jahren war eine gewisse Nostalgie für alte Pixelgrafiken zu beobachten. Und so finden sich viele Spiele, die eben diese Nostalgie bedienen, zugleich aber versuchen, diese Ästhetik der 16-Bit-Ära mit neuen Mitteln zu verbinden. Kaum ein Publisher bedient diesen Trend derart oft wie Square Enix, die für diese Art Optik auch den Begriff HD-2D geprägt haben. Ob nun die Octopath Traveler Reihe, zuletzt gesehen bei Octopath Traveler 0, oder auch die Remakes der ersten drei Dragon Quest Spiele, da gibt es einige Titel. Das neueste Beispiel ist die Eigenentwicklung The Adventures of Elliot: The Millennium Tales, die auf den ersten Blick wie ein naher Verwandter der anderen Reihen aussieht. Dabei geht man jedoch in mehrfacher Hinsicht einen anderen Weg.

Allein auf Schatzsuche

Der erste offensichtliche Unterschied ist das Kampfsystem. Waren die obigen Games klassische Rollenspiele, bei denen eine mehrköpfige Mannschaft in rundenbasierten Kämpfen gegen die Feinde antritt, da ist The Adventures of Elliot: The Millennium Tales ein Actionrollenspiel. Es gibt auch keine separaten Kampfschauplätze, die Kämpfe finden alle direkt auf der Oberfläche oder den zahlreichen Dungeons statt. Der Rollenspielteil ist dabei überschaubar. Man kann die eigenen Hitpoints erhöhen, zudem die Waffen erweitern – entweder durch mehr Durchschlagskraft oder auch Spezialangriffe und sonstige Fertigkeiten. Zumindest in der Hinsicht gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich auszutoben und nach Belieben zu konfigurieren. Sieben verschiedene Waffen sind es am Ende, jede davon mit Dutzenden möglichen Fertigkeiten und Effekten.

Das Spielprinzip steht dabei in der Tradition von The Legend of Zelda, wenn mit der Zeit immer mehr Fähigkeiten gelernt werden und Objekte gefunden werden, um weiterzukommen. Beispielsweise braucht es Bomben, um sich Zugänge frei zu sprengen, man teleportiert sich auf die andere Seite von Hindernissen, aktiviert Schalter durch das Umleiten von Licht. Das darf einem alles ebenso bekannt vorkommen wie die Schlüssel, die es in den Dungeons zu finden gilt. Originell ist The Adventures of Elliot: The Millennium Tales daher vielleicht nicht unbedingt. Aber es ist ein Spielprinzip, das aus gutem Grund seit Jahrzehnten angewendet wird: Es funktioniert einfach gut. Und so macht es Spaß, sich durch die verschiedenen Landschaften zu schlagen, in Sümpfen, Wüsten oder auch im Schnee unterwegs zu sein.

Reise durch die Zeit

Hinzu kommt der Zeitfaktor. So geht es in dem Spiel zwar schon mal wieder darum, das Böse zu bekämpfen und die Welt vor dem sicheren Untergang zu bewahren. Zu dem Zweck muss die Titelfigur jedoch in die Vergangenheit reisen. Immer wieder müssen wir von einer Ära in die andere reisen, um Dinge in Ordnung zu bringen und so der Wahrheit auf sie Spur zu kommen. Außerdem gilt es, eine Prinzessin von einem Fluch zu befreien. Das tun wir natürlich nicht nur, um etwas Gutes zu tun. Die Prinzessin ist auch die Einzige, die mittels Zauberkraft die Monster fernhalten kann. Anfangs ist das alles eher weniger interessant. Erst im weiteren Verlauf zeigt The Adventures of Elliot: The Millennium Tales narrative Klasse und wird dabei auch erstaunlich tragisch.

In anderer Hinsicht lässt das Spiel hingegen nach. Genauer verpasst man es, in den einzelnen Ären auch neue Monster einzuführen. Stattdessen begegnen wir wieder und wieder denselben Variationen ein und derselben Gegner. Auf Dauer ist das ein bisschen langweilig. Hinzu kommt, dass die Settings in den einzelnen Zeitsträngen nicht wirklich anders aussehen. So hat man zwar bei den Dungeons schon verschiedene Versionen gebaut – was streng genommen keinen Sinn ergibt. Die Städte haben sich sogar stark verändert. Die Landschaften sehen aber überwiegend gleich aus. Da The Adventures of Elliot: The Millennium Tales nicht gerade kurz ist, macht sich die mangelnde Abwechslung bemerkbar. Dennoch, in der Summe ist das ein weiteres gutes Spiel von Square Enix, in dem man sich gern verliert, abwechselnd nach Schätzen und weiteren Hinweisen sucht und mit einem sehr emotionalen Finale belohnt wird.

Credits

OT: „The Adventures of Elliot: The Millennium Tales“
Land: Japan
Jahr: 2026
Director: Shota Fukebaru
Producer: Naofumi Matsushita, Tomoya Asano
Designer: Naoki Ikushima
Artist: Naoki Ikushima, Hajime Onuma
Texte: Naoki Yamamoto
Musik: Yuto Moritani, Tomohiro Nakamachi
Publisher: Square Enix
Entwickler: Square Enix, Claytechworks
Plattformen: Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Windows, Xbox Series X/S

Bilder

Trailer

Kaufen

Amazon (Switch 2 „The Adventures of Elliot: The Millennium Tales“)

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.



(Anzeige)

The Adventures of Elliot: The Millennium Tales
fazit
In „The Adventures of Elliot: The Millennium Tales“ reisen wir durch die Zeit, um eine verfluchte Prinzessin zu retten – und die Welt gleich mit. Das Action-Rollenspiel macht Spaß, während man umher streift, nach Schätzen und Hinweisen sucht. Auf Dauer ist die Abwechslung nicht sehr hoch. Dafür entschädigt ein emotionales Finale.
Leserwertung0 Bewertungen
3.5